Newsletter MdL Frank Steinraths November 2020

Der neu gewählte Vorstand (v.l.n.r.): Frauke Flender-Schneider, Ramona Höge, Carmen Lenzer, Sabine Sommer, Kerstin Hardt, Raya Schmidt. Es fehlt: Judith Jackel

Aufgrund der aktuellen Lage fand die Mitgliederversammlung der Frauen Union Lahn-Dill am 23.10.2020 unter hohen Hygiene-Standards in der Stadthalle Aßlar statt. In ihrem Bericht ließ die bisherige Vorsitzende Anna-Lena Bender die letzten Jahre Revue passieren und übergab dann den Staffelstab an die einstimmig gewählte neue Vorsitzende Frauke Flender-Schneider. Sie führt bereits seit mehreren Jahren erfolgreich die Frauen Union in Dillenburg und möchte die Arbeit zukünftig enger verzahnen, bewährte Konzepte auch in weitere Teile des Lahn-Dill-Kreises ausweiten und neue Formate einführen. Als Stellvertreterin wurde die Dillenburgerin Ramona Höge gewählt. Dem neuen Vorstand gehören zudem Sabine Sommer als Schriftführerin sowie die Beisitzerinnen Kerstin Hardt, Judith Jackel, Raya Schmidt und Carmen Lenzer an.  

Sensationelle Firmenentwicklung

Auf dem Foto v.l.: Manuel Rupp, Heike Ahrens-Dietz, Hans-Jürgen Irmer, Nicole Petersen, Dennis Panz, Mitglied der Geschäftsleitung im Unternehmen, und Kerstin Hardt

Eine geradezu sensationelle Entwicklung hat die Wetzlarer Firma weLOG unter Verantwortung des Geschäftsführers Manuel Rupp genommen. Davon konnten sich Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion bei einem Besuch überzeugen. Wenn man überlege, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, dass der Firmenstart am 01.09.2019 erfolgt sei und praktisch aus dem Stand heraus heute 65 Mitarbeiter beschäftigt seien, dann sage dies im Grunde genommen alles über die Entwicklung der Firma aus, die sich in kürzester Zeit aus dem klassischen Logistiker weiterentwickelt habe und gezielt zusätzlich unterschiedlichste Lösungen anbiete.

Manuel Rupp erklärte dazu, dass man mit den Kernkompetenzen im Bereich eCommerce-Lösungen, Kontraktlogistik, Fracht- und Zollservice sowie Werbemittellogistik maßgeschneiderte und innovative Full-Service-Lösungen für regionale, überregionale und internationale Unternehmen anbiete. Mittlerweile habe man fünf Standorte in Deutschland, neben Wetzlar in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München sowie einen internationalen in Hongkong. Der Vorteil des Unternehmens sei, dass man mit jedem der Kunden individuelle Strategien und Lösungen entwickele, so dass dieser sich auf sein eigentliches Produkt konzentrieren könne.  Den Rest mache weLOG. Dazu zählten neben Lager- und Logistikmöglichkeiten auch das Designen, Erstellen und Betreiben von Web-Shops, der Kundenservice für den Endkunden sowie verkaufsfördernde Maßnahmen wie Influencer-Marketing- oder Online-Marketing-Aktivitäten.

Das Alleinstellungsmerkmal sei das innovative und branchenunübliche Geschäftsmodell im e-Commerce-Bereich. Statische Kosten wie zum Beispiel Lagerkosten gebe es bei diesem Modell nicht. Man möchte gemeinsam mit den Kunden wachsen und erfolgreich sein. Daher sei die Win-Win-Situation des Abrechnungsmodelles das eigentlich Besondere, denn weLOG erhalte für alles, was über den Onlineshop verkauft werde, einen prozentualen Anteil. Somit sei das Modell für die Kunden berechenbar und risikoarm.

Erfreulich aus Sicht der Union, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, seine Stellvertreterin Nicole Petersen sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Kerstin Hardt, dass so viele Arbeitsplätze, auch höchst qualifizierter Art geschaffen worden seien und dass mittlerweile zehn Auszubildende in unterschiedlichen Berufen einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz bekommen hätten. Der Vorteil für die Firma liege auf der Hand. Man wisse, wen man ausbilde, und wenn die Betreffenden mit der Ausbildung fertig seien, würden sie die Firma und das gesamte Modell kennen und wären dann auch entsprechend vollzeitmäßig einsetzbar.

Von daher, so Rupp abschließend, sei man mit der Entwicklung außerordentlich zufrieden, auch wenn die Corona-Zeiten herausfordernd seien.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Vertreter der CDU an der Behelfsausfahrt BAB 45 Aßlar: v.l. Heiko Budde, Gerhard Schlier, Ronald Döpp, Frank Steinraths, Nicklas Kniese, Jörg Michael Müller, Matthias Bender, Hans-Jürgen Irmer und Marc-Sven Werkmeister.

Vertreter der CDU Aßlar, der CDU Ehringshausen und der CDU-Kreistagsfraktion waren jetzt gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer, seinen beiden Landtagskollegen Jörg Michael Müller und Frank Steinraths an der Behelfsausfahrt der A 45, um damit nach außen deutlich zu signalisieren, dass die CDU sämtliche Anstrengungen parteiübergreifend unterstützt, dass die Behelfsausfahrt auch in Zukunft Bestand hat, zumindest solange die kreiseigene Abfallentsorgungsanlage genutzt wird.

Die Sondergenehmigung zum Betrieb ist bis 2024 erteilt. Danach erlischt diese nach jetzigem Stand. Eine Schließung hätte aus Sicht der Unionspolitiker allerdings große Auswirkungen auf unsere Region. Die Aßlarer Abfallentsorgungsanlage sei nicht nur eine Verladestation für Hausmüll, sondern auch eine wichtige Deponie mit der Klasse 2 für die mittelhessische Region. Eine Deponie, in der rund 190.000 Tonnen Abfall verarbeitet werden. Das bedeutet rund 130 bis 200 LKW pro Tag. Diese Fahrzeuge kann man nicht auf „normalem“ Wege durch die Ortschaften fahren lassen. Die Belastung der Bevölkerung wäre eindeutig zu hoch. Im Übrigen würde es auch bedeuten, dass die Fahrzeuge erhebliche Mehrkilometer leisten müssen, was aus ökonomischer und ökologischer Sicht alles andere als sinnvoll ist.

Hinzu komme, so die CDU-Vertreter, dass diese Behelfsausfahrt in Notfällen auch von Rettungskräften wie Feuerwehr oder Malteser bzw. DRK genutzt werden kann. Diese Möglichkeit würde bei einer Schließung ebenfalls entfallen. Deshalb sei man sich einig, dass ein Erhalt der Behelfsausfahrt zwingend notwendig sei. Erfreulich sei aus Sicht der CDU, dass auch andere Parteien sich dieser Auffassung anschließen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Wer ist verantwortlich für die erhöhte Aufschüttung?

V.l.: Udo Schäfer, Jörg Michael Müller, Nicole Petersen, Georg Michel, Manfred Weber, Christian Michel, Daniel Steinraths mit Sohn und Michael Hundertmark.

Im Rahmen eines Ortstermins waren Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion und der Mittenaarer Union sowie der stellvertretende Forstamtsleiter Manfred Weber und Georg und Christian Michel von der ausführenden Firma, die den Pachtvertrag mit dem Kreis abgeschlossen hat, in Bellersdorf, um sich einen Überblick zu verschaffen. In der Vergangenheit gab es berechtigte Kritik daran, dass zu viele LKW durch die Ortsdurchfahrt fahren und dass die Aufschüttung dort höher als ursprünglich geplant sei. Ursprünglich war einmal vorgesehen, dort ein Gewerbegebiet zu errichten. Dies ist politisch allerdings vor Ort nicht gewünscht worden, so dass das zwischenzeitlich an den Kreis verpachtete Gelände von diesem rekultiviert und „weitgehend eingeebnet“ werden soll.

Der seinerzeitige Landrat, Dr. Karl Ihmels, erklärte im September 1994 in der heimischen Presse, dass die hier geplante Erdkippe für Großbaustellen mit recycelbarem Material zusammen mit gutem Boden verfüllt und modelliert werden solle. Diese Deponie werde schätzungsweise fünf bis zehn Jahre genutzt werden können, so der damalige SPD-Landrat. Es gab dann einen Gestattungsvertrag mit dem Landkreis Lahn-Dill mit einer Laufzeit von zwölf Jahren bis Ende 2007, wonach unbelasteter Erdaushub und unbelasteter Bauschutt dort verfüllt werden sollen mit dem Ziel der anschließenden Aufforstung. Insgesamt handelt es sich um ein Gelände von rund 8,5 Hektar. Zur Rekultivierung wurde eine Geländeprofilierung mit einer Endhöhe von 420 Meter über NN festgelegt, obwohl die ursprüngliche Höhe des abgetragenen Hügels nach dem Kartenmaterial nur 399 Meter betragen hat. Genau dies ist Kritikpunkt Mittenaarer Gemeindepolitiker, die fragen, wie diese gut 20 Meter Erhöhung möglich waren und wer dafür die Verantwortung trägt.

Eine berechtigte Frage, die man dem Kreis stellen muss. Der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Schreiber erklärte in einem Schreiben vom 21.07.2020, dass in den Antragsunterlagen zum Antrag auf Erteilung der landschaftsschutzrechtlichen Genehmigung seitens des Antragstellers festgelegt worden war, dass das geräumte und gesäuberte Gelände ausgekuppt und die vorhandenen Bunker ca. 15 Meter hoch mit Erde überkippt werden dürfen. Mit anderen Worten, der Kreis selbst hat hier die Hände im Spiel.

Wie das Umweltministerium Hessen mitteilte, sei dem Bauschein der Kreisregierung vom Januar 1995 zu entnehmen, dass ein Verfüllungsvolumen von rund 664.000 Kubikmeter bis zu einer Höhe von 420 Metern möglich ist, wobei die Kreisregierung nach Aussage des Landesministeriums seinerzeit die Rekultivierung während der Vertragslaufzeit nicht vollständig umgesetzt habe, so dass das Land, nachdem der Vertrag mit dem Kreis 2007 ausgelaufen sei, eine Ausschreibung getätigt habe, um Bauunternehmen zu finden, die bereit sind, die Verfüllung fortzusetzen. Ein Unternehmen habe sich seinerzeit gefunden. Mittlerweile seien rund 473.000 Kubikmeter umgesetzt, so dass noch rund 191.000 übrigbleiben.

Die aktuelle Höhe der Auffüllmenge liege derzeit bei 410 Metern. Wenn denn heute von der SPD in Mittenaar kritisiert werde, dass die Auffüllhöhe auf 420 Meter angewachsen und dies damit praktisch illegal sei, dann müsse die SPD diese Frage an den SPD-geführten Kreisausschuss, also die Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises, richten. Umweltministerin Hinz (Grüne) hatte in dem Schreiben an die Gemeinde darüber hinaus eingeräumt, dass es in der Tat zeitweise über eine längere Dauer zu erheblichen Belastungen der Ortsteile Bicken und Bellersdorf gekommen sei. Da die Restverfüllmenge überschaubar sei und die Verfüllung sich voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen werde, sei die künftige Belastung deutlich niedriger als das bisher der Fall gewesen sei. Das Unternehmen räumte ein, dass es zeitweise Probleme für die Anwohner gegeben habe. Man versuche, durch entsprechend unterschiedliche An- und Abfahrten und eine Prolongation die Probleme zu reduzieren. Aber man müsse nun einmal notgedrungen den Restaushub dort hinbringen, so wie es vertraglich festgelegt sei.

Licht ins Dunkel werden wohl nur die hoffentlich vollständigen Akten des Lahn-Dill-Kreises bringen. Die Gemeindevertretung sollte den Kreis bitten, die entsprechenden Unterlagen dem Gemeindevorstand zur Auswertung zu überlassen. Dies wäre auch ein Akt der Transparenz und würde das Ping-Pong-Spiel nach der Schuldfrage vermeiden.

Hans-Jürgen Irmer, MdB, Fraktionsvorsitzender

Volle Rückendeckung für unsere Polizei

„Mit dem Besuch der Wetzlarer Polizeistation wollen wir aus gegebenem Anlass der Polizei vor Ort Unterstützung angedeihen lassen sowie Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit zollen“, so der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer,  die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Nicole Petersen und Michael Hundertmark sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Matthias Bender, Ronald Döpp und Eberhard Horne. Holger Geller, der Leiter der Polizeistation Wetzlar, sowie der Leiter der Polizeidirektion Lahn-Dill, Siggi Schulz, Einsatzleiter Oliver Zimmermann sowie Manuel Warter, der Dienstgruppenleiter, berichteten den CDU-Vertretern über die aktuelle Lage.

Geller machte deutlich, dass durch die Berichterstattungen in den letzten Monaten häufig sehr undifferenziert der Ton rauer geworden sei, das Verhalten mancher Mitbürger aggressiver, so dass die Arbeit deutlich schwerer geworden sei. Pauschale und völlig unsachliche Vorwürfe, wie latenter Rassismus oder angebliche rechte Netzwerke, beschädigten – bewusst? – das Ansehen der Polizei. Deshalb sei man der Union für ihre klare Rückendeckung sehr dankbar. Beide Seiten waren sich einig, dass es keinerlei Anlass für einen Generalverdacht welcher Art auch immer gebe. Individuelles Fehlverhalten eines Polizeibeamten, das immer wieder einmal vorkommen könne, dies gelte im Übrigen für alle Berufssparten, werde jeweils sachangemessen geprüft und notwendige Konsequenzen gezogen, was auch im Eigeninteresse aller Polizeiverantwortlichen liege.

Wünschenswert wäre es, wenn die Justiz insgesamt gesehen den ihr zur Verfügung stehenden Strafrahmen stärker und verfahrensmäßig schneller ausüben würde, wobei dies ausdrücklich nicht für das Amtsgericht Wetzlar, das Landgericht Limburg oder die Staatsanwaltschaft gelte. Hier habe man vor Ort eine sehr gute, bewährte Zusammenarbeit. Regional gebe es aber große Unterschiede.

Mit der Personalausstattung insgesamt zeigten sich die Polizeivertreter zufrieden. Mehr gehe natürlich immer. Wünschenswert wäre es, wenn man einen Stellenpool hätte, aus dem kurzfristig erkennbare Vakanzen in Form von Schwangerschaften oder auch längeren Krankheiten aufgefüllt werden könnten. 

Der Fuhrpark sei sehr gut ausgestattet, die Gesamtausstattung, auch im EDV-Bereich, hervorragend. Sehr bewährt hätten sich die Body-Cams, wobei es mittlerweile eine neue, perfekte Generation gebe. Hier wünsche man sich zwei oder drei Body-Cams der neueren Generation mehr. Das Gleiche gelte für den sogenannten Taser, eine Distanzwaffe, mit der auf fünf Meter Entfernung mittels elektrischen Impulses der Aggressor kampfunfähig gemacht werden könne. Ein gutes, niederschwelliges Mittel auch zum Selbstschutz im Vergleich zum Einsatz der Waffe.

Mit großer Zuversicht, so Schulz, blicke man auf den geplanten Neubau der Polizeistation Wetzlar. Hier sei die Ausschreibung erfolgt. Es gebe einige hochinteressante Angebote. Man gehe davon aus, dass die finale Entscheidung Ende dieses Jahres erfolge, so dass spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2021 ein erster Spatenstich erfolgen könne. In dem Kontext dankte Schulz Irmer für dessen jahrelangen, nimmermüden Einsatz für die Verbesserung der Raumverhältnisse in der Polizeistation Wetzlar und für seinen Einsatz für einen Neubau.

Mit Sorge, so Schulz, blicke man auf die zu erwartenden Auseinandersetzungen im Bereich der A 49. Dies werde die Polizei vor personelle Herausforderungen stellen, denn verschiedene Bündnisse hätten schon Widerstand angekündigt, wobei er hoffe, dass Proteste, die per se völlig in Ordnung seien, friedlich verlaufen. Er hoffe nicht, dass es zu einem zweiten Hambacher Forst komme.

Prinzipiell erfreut sei man, dass es immer genügend Bewerber für den Polizeidienst gebe. Allerdings mache ihm Sorge, dass die Durchfallquote in den letzten Jahren von ca. 6 Prozent auf ca. 16 Prozent gestiegen sei. Man müsse auch auf Dauer höchsten Wert auf eine entsprechende qualifizierte Ausbildung legen. Sie sei Grundvoraussetzung dafür, dass die Polizei erfolgreich arbeiten könne und in der Bevölkerung entsprechende Akzeptanz finde. Es sei erfreulich, dass die Aufklärungsquote im Lahn-Dill-Kreis wie im gesamten PP-Mittelhessen-Bereich bei deutlich über 60 Prozent liege. Zahlen, von denen man vor 20 Jahren nur träumen konnte. Damals lag die Aufklärungsquote bei ca. 45 Prozent. Deshalb sei er, so Schulz, und dem schloss sich die CDU an, allen Bediensteten außerordentlich dankbar für deren engagierte Arbeit, denn neben Einsatztechnik, neben Ausstattung sei der entscheidende Faktor immer noch der Mensch, und das werde auch so bleiben.

Dank Bürgerengagement wurde das Schwimmbad erhalten

Das wunderschön gelegene Waldschwimmbad in Sinn, mit einem herrlichen Blick ins Dilltal, drohte 2005 von Seiten der Gemeinde geschlossen zu werden. Es war ein Zuschussbetrieb mit hohem Sanierungsbedarf. Was also tun?

Auf einer Bürgerversammlung fanden sich 40 Aktive aus Sinn, so der heutige Vorsitzende des Fördervereins, Uwe Sauer. Gemeinsam mit der Gemeinde wurde überlegt, was man tun könne. Fest stand, dieses Kleinod durfte nicht geschlossen werden, denn es stellt ein Stück Lebensqualität für Sinn dar.

Aber, so CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer MdB, sein Stellvertreter Jörg Michael Müller, MdL, Kreisbeigeordneter Steffen Droß und die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Nicole Petersen, sowie Karl-Heinz Schmidt von der Sinner CDU, es ist auch ein wichtiger Beitrag, dass gerade Kinder und Jugendliche Schwimmen lernen können. Unendlich wichtig in einer Zeit, in der leider, so die Erkenntnis der DLRG, die Zahl der Menschen, die nicht mehr Schwimmen können, zunimmt. Daher wäre es kontraproduktiv Schwimmbäder zu schließen.

Mittlerweile habe der Förderverein 900 Mitglieder, die aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis, schwerpunktmäßig natürlich aus der Region Sinn kommen. Der Förderverein habe mit grandioser Unterstützung der Sinner Wirtschaft ein kleines Wunder vollbracht, denn das Schwimmbad wurde Stück für Stück so saniert, dass es heute fast perfekt ist. Natürlich gibt es noch einige notwendige Maßnahmen, aber die Technik ist auf dem neusten Stand; die Leitungen wurden komplett erneuert, der alte Eingang abgerissen, ein aus Sicherheitsgründen notwendiges Bademeisterhaus installiert und die Wasserqualität ist optimal und wird ständig geprüft.

Man habe aus rechtlichen Gründen eine gGmbH gegründet und sei in der Lage gewesen, die anfangs aufgenommenen 860.000 Euro Schulden auf rund 260.000 Euro zu reduzieren, obwohl man zwischenzeitlich durch Vandalismus zurückgeworfen wurde. So gibt es heute 5 Videokameras und Bewegungsmelder, die dazu beitragen, dass bis zur Stunde keine weiteren nennenswerten Schäden entstanden sind.

Das Ganze wurde von einem Bautrupp von 15-18 Kernaktiven geleistet, die dieses Freibad im besten Sinne des Wortes „leben“. Auch die Einnahmen des Bistros, welches sehr gut angenommen werde, trage zur Finanzierung bei, auch wenn Corona-bedingt Abstriche gemacht würden. Was sich sehr positiv entwickelt hatte, waren verschieden Sonderveranstaltungen auf dem 20.000 m² großen Gelände des Freibads, die aktuell leider nicht durchgeführt werden können. Jedoch habe man beispielsweise in kleinerer Form einen wöchentlichen Schnitzelabend eingeführt, der jetzt schon bis Anfang September ausgebucht sei.

Die Besucherfrequenz in den letzten beiden Jahren war ebenfalls sehr gut, so Uwe Sauer. In diesem Jahr werde es etwas weniger werden. Gleichwohl habe man die moderaten Eintrittspreise von 3,00 Euro pro Erwachsenen und 2,00 Euro pro Jugendlichen, Kinder unter 7 Jahren sind frei, beibehalten. Wünschenswert wäre es, wenn man, gerade bei den Aktiven und im Bautrupp, noch einige Helfer finden würde.

CDU-Fraktionschef Irmer, MdB dankte abschließend dem Vorsitzenden, seinem Vorstand und allen Aktiven für eine ungewöhnlich engagierte Arbeit und sprach seine Anerkennung für eine Arbeit im Dienste der Gesellschaft und der Gemeinde Sinn aus, die man gar nicht hoch genug bewerten könne.

Dies zeige andererseits aber auch die Stärke des ländlichen Raumes mit überschaubaren Strukturen, denn in Ballungsgebieten und großstädtischen Strukturen sei dieses individuelle Engagement im Sinne eines Vereins oder Fördervereins kaum vorstellbar. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wolle die CDU die Fördervereine, auch im Bereich der Schwimmbäder, gezielt unterstützen.

7000 Quadratmeter Liegefläche sorgen für optimalen Abstand

Im Rahmen ihrer Sommertour waren die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion zu Besuch im Naturerlebnisbad Siegbach, um sich mit dem Mitglied des Präsidiums, Peter Kliegl, und dem Beigeordneten Norbert Sommer über die Entwicklung des Bades informieren zu lassen. Auf Union-Seite dabei CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreisbeigeordneter Hans Jackel sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Klaus Bastian, Heiko Budde, Kevin Deusing, Ronald Döpp und Nicole Petersen.

Kliegl erläuterte die Geschichte des Bades, das 2004 eröffnet wurde. Vorangegangen war die Diskussion darüber, was mit dem alten Bad, welches marode war, geschehen solle. Es gründete sich dann ein entsprechender Förderverein, der mit unglaublich viel Fleiß, finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde, was Materialkosten angeht, und der Unterstützung vieler Unternehmen und der Bürger es schaffte, dieses Naturerlebnisbad als Kleinod zu erschaffen. Eine kleine Gruppe von Aktiven, im besten Sinne des Wortes, und ein nicht weg zu denkender Minijobber sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Das fängt an mit dem hohen Reinigungsaufwand des durch Quellwasser gespeisten Naturerlebnisbades (kein Chlor oder andere chemische Zusätze), geht über fortwährende Wasseruntersuchungen, Instandhaltungsmaßnahmen und vieles andere mehr. Eine Attraktion, vom Wasser abgesehen, der Sprungfelsen, die Ergänzung um eine Wasserrutsche und um ein Soccer- und Volleyballfeld. Der Kleinkindbereich ist derzeit Corona-bedingt nicht in Betrieb.

Der Verein, so Kliegl, habe damals rund 100.000 Euro Kredit aufgenommen, die mittlerweile weitestgehend getilgt seien, so dass man, auch was die Verpachtung der Gaststätte angehe, im Normalfall optimistisch in die Zukunft schauen könne. Die Corona-Pandemie habe natürlich Spuren hinterlassen. Man werde am Jahresende wissen, wo man stehe.

Erfolgreich sei das letzte Jahr mit über 10.000 Besuchern gewesen, während der Rekordsommer 2018 rund 24.000 Menschen aus Nah und Fern angelockt habe. Sehr viele Besucher würden auch von weit außerhalb, teilweise aus dem Rhein-Main-Gebiet, nach Siegbach kommen, um hier die Ruhe, Idylle und das klare Quellwasser zu genießen.

Die Eintrittspreise mit 3 Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre seien sehr moderat. Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr müssten keinen Eintritt zahlen. Corona-bedingt habe man in diesem Jahr die Öffnungszeiten kürzen müssen, und zwar von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 18.00 Uhr. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, so Kliegl, sei sehr gut, woraufhin Sommer darauf verwies, dass man wisse, welche Bedeutung das Siegbacher Naturerlebnisbad für die Gemeinde habe. Man sei den Aktiven und den Mitgliedern des Fördervereins sehr dankbar für ihr außergewöhnliches Engagement. Von der kleinsten Gemeinde des Kreises, so Kliegl, erhalte man pro Jahr einen Betriebskostenzuschuss von rund 15.000 Euro, gegebenenfalls zusätzlich 3000 Euro Investitionskostenzuschuss. Für die CDU-Kreistagsfraktion lobte Vorsitzender Hans-Jürgen Irmer dieses außergewöhnliche Engagement eines kleinen Trägervereins. „Man kann nur hoffen, dass sich auch zukünftig genügend Aktive finden, um diese großartige Arbeit im Sinne der Allgemeinheit fortzuführen“, so Irmer abschließend.

80.000 Stunden Arbeit in 15 Jahren

Beeindruckende Zahlen konnte der Vorsitzende des Fördervereins des Oberschelder Schwimmbades, Franz Kern, gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen bei einem Besuch der Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion präsentieren. Als besonderen Gast konnte Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion von Hessen, Ines Claus, MdL, begrüßen, die es sich nicht hatte nehmen lassen, auf Einladung von MdL Jörg Michael Müller an diesem Termin teilzunehmen.

Claus wies darauf hin, dass das Land Hessen im Jahr 2009 das Hallenbad-Förderprogramm HAI in Höhe von 50 Millionen Euro ebenso aufgelegt habe wie 2018 das Programm SWIM mit ebenfalls 50 Millionen, das sich ideal typischerweise eignet, Freibäder zu sanieren. Damit wolle Hessen deutlich machen, welche Bedeutung die Schwimmförderung habe. Diese sei nur möglich, wenn auch entsprechende Bäder zur Verfügung stehen würden. Es bereite, so Claus, Irmer und Müller, große Sorge, dass die Zahl derjenigen, die schwimmen könnten, zurückgehe. Nicht umsonst beklage gerade die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft diesen Umstand. Umso wichtiger sei es, dass genügend Schwimmbäder vorhanden seien, die dankenswerterweise häufig von Ehrenamtlichen mittlerweile betrieben und aufrechterhalten würden.

Dazu gehöre auch das Oberschelder Freibad. Es wurde 1965 gebaut. 2005 war es in seiner Existenz bedroht. Aufgrund dessen habe sich ein Förderverein gegründet, der mittlerweile rund 200 Mitglieder umfasse. Mit den Arbeitsgruppen Bauteam, Bistro und Kassendienst, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit wird die Stadt als Besitzer des Bades unterstützt.  Insgesamt, so Kern, habe man in den 15 Jahren des Bestehens rund 80.000 Stunden ehrenamtlich investiert. Eine überaus beeindruckende Zahl.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dillenburg sei sehr gut. Corona-bedingt sind die ehrenamtlichen Arbeiten derzeit stark reduziert. Wegen der Zugehörigkeit zur Risikogruppe bei vielen Ehrenamtlichen übernehmen derzeit die Servicebetriebe Kasse und Bistro. Badeaufsicht und Desinfektionsarbeiten verantwortet dauerhaft die Stadt.

Aktiv sind derzeit der Vorstand, das Bauteam und die Öffentlichkeitsarbeit. Aktuelles Projekt des Bauteams war das Gießen einer Betonplatte und das Aufstellen einer Garage für Material und Gerätschaften. Hierzu hat man sich an diversen Samstag-Vormittagen zum Arbeiten getroffen.  

Man danke, so der Vorstand des Fördervereins, den Oberscheldern für große Unterstützung. Seinerzeit habe man für die Zaunsanierung im Dorf und bei Wirtschaftsunternehmen eine Sammelaktion durchgeführt und dadurch 10.000 Euro an Spenden erhalten. Weitere Zaunabschnitte wurden vom Förderverein mit rund 10.000 € gesponsert. Für eine Erweiterung der Spielanlage wurden Zuschüsse von der Region Lahn-Dill-Bergland im Rahmen der LEADER-Förderung geleistet. Der Restbetrag finanzierte der Förderverein aus den Erlösen des Kaffee- und Kuchenverkaufs des Bistros. Das Bistro wurde in Corona-freien Zeiten in Eigenregie betrieben und sehr gut angenommen.

Aktuell gelten Besucherbeschränkungen im Bad. Corona-bedingt gebe es zwei Schichten pro Tag. Beide sind auf jeweils 250 Teilnehmer beschränkt, wobei rund 80 Personen gleichzeitig ins Wasser gehen dürften. Man hoffe sehr, dass sich die Verhältnisse wieder normalisieren. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, seine Stellvertreter Jörg Michael Müller, MdL, Nicole Petersen sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Klaus Bastian und Ronald Döpp, dankten den Ehrenamtlichen für ihr außergewöhnliches Engagement. Diese hätten entscheidend dazu beigetragen, dass in Oberscheld in herrlicher Landschaft ein Schwimmbad-Kleinod erhalten werden konnte und so ausgebaut wurde, dass es gerade auch für Familien und Ausflügler ideal geeignet sei

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