Erstmalig besuchte eine Delegation der CDU-Kreistagsfraktion Lahn-Dill Johannes Graf von Oppersdorff, um sich über die vielfältigen Nutzungen von Schloss Braunfels informieren zu lassen. Graf Oppersdorff wies darauf hin, dass man sich hinsichtlich der Besucherzahlen natürlich nicht mit Neuschwanstein messen könne, denn die Besucherzahl dort liege bei über einer Million. Andererseits müsse Schloss Braunfels, das immer noch von der Familie bewohnt werde, den Vergleich auch nicht scheuen: Braunfels biete auch im Inneren viele Attraktionen, die während der 50-minütigen Führung hier in der Regel deutlich entspannter besichtigt werden können. Außerdem sei es ungefähr 600 Jahre älter als das von König Ludwig erbaute Neuschwanstein.

Zurzeit würden rund 40.000 Besucher pro Jahr das Schloss besuchen, wobei die Besucher hauptsächlich samstags und vor allen Dingen sonntags kämen. Von November bis Ostern habe man, außer am Wochenende, geschlossen; Gruppenanmeldungen seien allerdings auch im Winter jederzeit möglich. Die Touristen kämen aus ganz Deutschland, aus Europa und den USA, wobei die Unterhaltung des Museums und die Gebäudeunterhaltung eine Herausforderung sei, so Graf Oppersdorff. Rund 20 Schlossführer, davon drei festangestellte, würden die unterschiedlichsten Nutzungsformen gestalten. So gebe es die klassische Schlossführung, die pädagogische sowie die kunsthistorische Führung, die Waffensammlung, das Familienmuseum oder museumspädagogische Führungen für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Erfreulicherweise habe man etwa 10.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr. Generell müsse die Werbung verstärkt werden. Auch die Anbindung an das Radwegenetz sei optimierbar. Hier arbeite man aktuell mit dem neuen Braunfelser Bürgermeister Breithecker an Lösungen. Das Verhältnis zur Unteren wie zur Oberen Denkmalschutzbehörde sei insgesamt sehr kooperativ und erfreulich. Kaum zu bewältigende Herausforderungen stellten für den Eigentümer des Gebäudes allerdings die Anforderungen des Brandschutzes dar. Hier wäre es sinnvoll und dringend geboten, dass in bestimmten Fällen Abweichungen, wie sie etwa bis vor kurzem in der Hessischen Bauordnung (HBO) noch vorgesehen waren, wieder möglich würden. Wenn alle heutigen Vorschriften 1:1 umgesetzt werden müssten, müsse man im Grunde sämtliche denkmalgeschützte Burgen, Schlösser und Bauten für den Besucherverkehr schließen. Hier wäre eine Differenzierung sinnvoll und dringend geboten, die die Besonderheiten dieser Kulturdenkmäler berücksichtigt.

Auch die Abschreibungsmöglichkeiten könnten verbessert werden. In früheren Jahren habe es einmal 10 Prozent p.a. gegeben. Dann sei der Abschreibungssatz leider auf 9 Prozent in zehn Jahren gesenkt worden. Jeder, der ein geschütztes Gebäude unterhalte, wisse um den hohen finanziellen Aufwand. Wenn die Unterhaltung dem Staat zufalle, weil es der Private nicht mehr leisten könne, werde es jedenfalls deutlich teurer.

Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreisbeigeordneter Hans Jackel sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Anna-Lena Bender, Kerstin Hardt, Heiko Budde und Tim Schönwetter sagten zu, sich diesbezüglich beim Hessischen Wissenschaftsministerium für entsprechende Lösungen einzusetzen und auch die Abschreibungsanregung an den Finanzminister weiterzugeben.

Ein Besuch, so die CDU-Abgeordneten nach einem Rundgang, lohne sich allemal. Es sei ein Ausflug in die Historie, in die Waffengeschichte, in die Kunstgeschichte, in die geologischen Formationen, in die Heimatgeschichte. Für jeden gebe es etwas zu sehen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Mehr Azubis nötig – Mitarbeiter stärker in Planungen einbinden

Nach längerer Pause trafen sich wieder einmal Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion und des Personalrats des Lahn-Dill-Kreises. Auf Personalratsseite waren dabei Vorsitzender Olaf Schmidt, Andrea Volk, Manuela Schupp, Matthias Orth und Detlef Thor. Aus Sicht der Personalvertretung, so Olaf Schmidt, gebe es eine Reihe von Punkten, bei denen Verbesserungsmöglichkeiten gegeben seien. Zentraler Punkt sei die Sicherstellung eines kontinuierlichen Verwaltungshandelns. Dazu benötige man das entsprechende Personal. Man sehe deshalb mit Sorge, dass die Zahl der Auszubildenden mit rund zehn jungen Leuten pro Ausbildungsjahr deutlich zu niedrig sei. Der Landkreis Gießen bilde dreimal so viele aus. Daher sei zumindest eine Verdoppelung fachlich geboten, und zwar im Bereich Verwaltungsfachangestellte und der IT-Ausbildung. Darüber hinaus würde es auch Sinn machen, bei den Kaufleuten für Bürokommunikation beispielsweise einen Ausbildungsabschnitt in den Sekretariaten der Schulen vorzusehen.

Zu bedenken sei, dass laut Personalbericht des Kreises in den nächsten vier bis fünf Jahren rund 150 Mitarbeiter die Altersgrenze erreicht haben werden und es ohnehin eine darüber hinaus gehende Fluktuation gebe. Daher seien die Überlegungen des Personalrates nur zu unterstützen.

Breiteren Raum nahm das Thema der Arbeitsplatzausstattung ein. Hier wäre es aus Gesundheitsgründen heraus sinnvoll, wenn man sukzessive automatisch ergonomisch anzupassende Büromöbel kauft, was durchaus in Form eines Stufenplans umgesetzt werden könnte. Umso wichtiger sei die rechtzeitige Einbindung des Personalrats in weitergehende Planungsüberlegungen, wie beispielsweise aktuell beim Rundbau am Standort Wetzlar. Gerade unter Sicherheitsaspekten würden überschaubare Aufenthaltsbereiche, helle, freundliche, leicht erreichbare Zuwege, Sprechzimmer mit entsprechender Größe und mit Zwischentüren sowie je nach Art der Nutzung auch Notrufsysteme, um im Zweifelsfall Kollegen um Hilfe bitten zu können, benötigt.

Bedauerlicherweise müsse man feststellen, dass verbale Beschimpfungen, Bedrohungen und aggressives Verhalten gegenüber Bediensteten deutlich zugenommen hätten. Eine Auffassung, die die Union, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer (MdB), Kreisbeigeordnete Ulla Landau, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nicole Petersen sowie der Abgeordnete Franz-Ludwig Löw, umfänglich teile.

Was das Thema Reinigungskräfte angehe, begrüße der Personalrat, dass zumindest in einigen Bereichen die Reinigung mit eigenen Kräften erhalten bleibe. Dies müsse selbstverständlich nicht überall geschehen, aber gerade in sensiblen Bereichen sei das sinnvoll. Ausbaufähig seien nach Auffassung der Personalratsvertreter die Möglichkeiten der Telearbeit, also Homeoffice im besten Sinne des Wortes. Diese bestehe zwar theoretisch, werde aber de facto relativ restriktiv gehandhabt. Hier gebe es noch Luft nach oben. Zufrieden sei man mit den Regelungen bezüglich der Gleitzeit von 6.30 bis 20.00 Uhr, im Sommer sogar ab 6.00 Uhr.

Über 50 Skatfreunde waren der Einladung der CDU Lahn-Dill gefolgt, die ihren 20. Preisskat im Gasthaus Hedderich durchführte. Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Kreisvorstandsmitglied Kurt Wengenroth, unterstützt von Sascha Panten, Michael Sellerberg und Max Keller. Ihnen galt der Dank vom Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Irmer, der ebenfalls am Turnier teilnahm.

In zwei Runden zu je 48 Spielen wurden die Sieger ermittelt. Mit sehr guten 3131 Punkten gewann Axel Schäfer den 1. Preis in Höhe von 250 Euro sowie einen kleinen Siegerpokal. Außerdem erhielt er den Wanderpokal. Den 2. Platz errang Peter Gude mit 3027 Punkten, gefolgt von Rolf Naumann auf Platz 3 mit 2806 Punkten. Da die Teilnehmer in aller Regel Mitglieder verschiedener Skatclubs oder Hobby-Skatspieler waren, die die Regeln perfekt beherrschen, hatte Oberschiedsrichter Rainer Speier wenig zu tun.

Alles in allem ein schöner Skatnachmittag, bei dem sich MdB Hans-Jürgen Irmer nicht nur über schwarze, sondern auch gelegentlich über rote Bauern als Trümpfe freute. Das Skatturnier im nächsten Jahr findet am 15.08., wie immer am letzten Samstag in den großen Ferien, statt.

Bildunterschrift

Siegerehrung

Unser Foto zeigt die drei Gewinner: v.r. Peter Gude (2. Preis), Cheforganisator Kurt Wengenroth, Axel Schäfer (1. Preis), Rolf Naumann (3. Preis) und CDU-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB.

58.000 Kundenkontakte – Digitales Beratungscenter hat sich bewährt

Zufriedenstellende Bilanz

Eine große Delegation der CDU-Kreistagsfraktion besuchte jetzt die Sparkasse Dillenburg, um sich über die aktuelle Lage zu informieren. Empfangen wurden sie von Michael Lehr vom Sparkassenvorstand. Die Sparkasse Dillenburg habe, so Lehr, insgesamt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einige davon in Teilzeit, 20 Auszubildende – im Schnitt sechs bis sieben pro Jahr. Dies wolle man auch in Zukunft fortführen, denn Ziel müsse es letzten Endes sein, damit auch den Bankenschulstandort Dillenburg zu erhalten. Neben der Hauptstelle gebe es im alten Dillkreis 17 Filialen sowie einen mobilen Sparkassenbus. Dieser sei ebenso wie die Filialen mit Geldautomat, Selbstbedienungsterminal und Beratungszimmer ausgestattet.

Sehr bewährt habe sich das vor zwei Jahren eingerichtete digitale Beratungscenter. Es bestehe aus vier Personen, mit denen man per Telefon, Chat oder auch Videochat konferieren könne. Angeboten würden u.a. Kredit-, Wertpapier- oder auch Altersvorsorgeberatung. Das Konzept habe dazu geführt, dass die Zahl der Kundenkontakte von 51.000 im Jahr 2016 auf 58.000 im letzten Jahr angestiegen sei. Ohnehin sei letztes Jahr das beste Zusagejahr bezüglich Krediten für private und gewerbliche Kunden gewesen. Man habe eine Milliarde Kundeneinlagen und eine Bilanzsumme von rund 1,3 Milliarden Euro. Für ein regionales Geldinstitut eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Einig war man sich darüber, dass im Zuge der Digitalisierung das bargeldlose Bezahlen zunehmen werde. Allerdings, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, die Kreisbeigeordneten Hans Jackel und Karl-Heinz Schüler, die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Rabea Krämer-Bender, Klaus Bastian und Eberhard Horne sowie Dillenburgs Fraktionsvorsitzender Wolfgang Nickel, werde sich die Union übergeordneten Bestrebungen widersetzen, die partiell zumindest darauf hinauszielten, Bargeld komplett abzuschaffen. „Dies ist gleichbedeutend für den Verlust jeder Individualität und führt in letzter Konsequenz zu einer Totalkontrolle des Menschen, denn jeder Schritt, ob private Einkäufe, Hotelbuchungen, Gaststättenbesuche, Tankstellenbesuche und anderes mehr ist dann zurückzuverfolgen“, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer. Wer das wolle, könne das gerne in Anspruch nehmen. Alle anderen müssten aber auch in Zukunft die Chance haben, auf das bewährte Bargeld zurückzugreifen. Eine Einschätzung, die er, so Lehr, teile.

Man freue sich, auf eine fast 100-jährige Geschichte als regionales Institut zurückblicken zu können. Die Sparkasse sei kerngesund, habe motivierte Mitarbeiter, engagierte Auszubildende und verfüge über eine hohe Beratungskompetenz. Das einzige, was das Gesamtbild trübe, sei die überbordende Regulatorik, die u.a. zu einer extremen Dokumentationspflicht führe, die im Grunde genommen in vielen Fällen in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen stehe.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Recht und Gesetz entschlossen durchsetzen

Ein Hightech-Unternehmen, das sich auf dem Weltmarkt bewährt hat

Klares Bekenntnis zum Standort Deutschland

 

Im Rahmen ihrer Betriebsbesichtigungen waren jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion bei der Firma OCULUS in Dutenhofen. Geschäftsführer Rainer Kirchhübel informierte die Besucher über die aktuelle Situation. Das Unternehmen, so Kirchhübel, sei 1895 in Berlin gegründet, 1932 in OCULUS umbenannt worden und seit 1947 in Mittelhessen angesiedelt. Das Sehen zu erhalten, so Kirchhübel, sei die Berufung seines Unternehmens. Die Firma OCULUS entwickele und fertige ophthalmologische Instrumente, die das Ziel hätten, dem Augenarzt Diagnosen zu erleichtern, Fehlentwicklungen zu erkennen und durch entsprechende passgenaue Brillen die Sehfähigkeit möglichst optimal zu erhalten. Auch Augenoptiker und Arbeitsmediziner gehörten zum OCULUS Kundenkreis. Zur großen Bandbreite der hergestellten Geräte gehörten die Universal-Messbrille zur subjektiven Refraktion genauso wie das Perimeter zur Prüfung des Gesichtsfeldes, das Sehtestgerät zur Prüfung des Sehvermögens, der Topograph zur Vermessung der Hornhautvorderfläche, der Scheimpflug-Tomograph für die Untersuchung des vorderen Augenabschnittes, das Tonometer zur Augendruckmessung und zur Beurteilung der biomechanischen Eigenschaften der Cornea oder ein Weitwinkelbeobachtungssystem für die Glaskörper-Chirurgie.

 

Das Unternehmen habe aktuell rund 350 Mitarbeiter. Es exportiere in rund 80 Länder weltweit und habe darüber hinaus einen flexiblen und schnellen Einsatz vor Ort durch geschultes Personal organisiert. Neben den Hightech-Produkten, die die Grundlage für den Erfolg darstellten, seien Service, Beratung sowie Forschung und Entwicklung die Grundlagen für den Erfolg. Im Bereich der diagnostischen Geräte sei man weltweit auf hohem Niveau angesiedelt. Wichtig für ihn, so Kirchhübel, sei auch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen sowie die Nachwuchsgewinnung. Hier verfüge man über eine eigene Lehrwerkstatt, die Garant für höchst qualifizierten Nachwuchs sei. Pro Lehrjahr würden etwa fünf bis sieben junge Menschen als Mechaniker, Elektroniker, Kaufleute und anderes mehr ausgebildet. Seit 1949 seien über 300 junge Leute hochqualifiziert ausgebildet worden.

„Mehrere Umbauten – zuletzt 2014 – wurden am OCULUS Gebäude vorgenommen“, so Geschäftsführer Kirchhübel, „um den Anforderungen gerecht zu werden. Am aktuellen Hochregallager wurde einer der größten Sehteste der Welt angebracht. Er ist auf eine Distanz von 1.500 Meter gerechnet. Der Referenzpunkt dazu befindet sich in der Nähe des Modellflugplatzes unweit der L3451. OCULUS hat hier extra ein Grundstück erworben, um eine Testplattform zu gestalten. Von dieser aus hätte jeder die Möglichkeit, anonym einen Sehtest für die Ferne durchzuführen. Leider hat das Wetzlarer Parlament – und vor allem das Umweltbüro – Auflagen aufgestellt, nach denen OCULUS dieses Projekt erst einmal gestoppt hat.“

 

Die Bedeutung des Sehens nehme in einer älter werdenden Gesellschaft zu. Die Zahl der Optiker und Augenärzte werde weltweit steigen, wobei in Deutschland die derzeitige Zahl von 5500 Augenärzten aus Altersgründen und derzeit fehlendem Nachwuchs zurückgehen werde. Dies bedeute zugleich, dass man sich weltweit präsentieren müsse. So beteilige man sich an insgesamt 150 Messen. Dafür stehe ein eigener Werbeetat in der Größenordnung von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Wenn man an der Spitze des Fortschritts der Technologie bleiben wolle, sei dies allerdings notwendig. Bezüglich der weiteren Entwicklung sehe er, so Kirchhübel abschließend, optimistisch in die Zukunft. Man sei auf dem Weltmarkt im oberen Bereich und habe einen entsprechenden Ruf. Das Familienunternehmen sei durch die Kinder, die bereits im Unternehmen tätig seien, für die Zukunft gesichert.

 

In diesem Kontext gab Kirchhübel ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab. Sorge mache allerdings die Energieversorgung mit alternativer Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Biomasse, die nicht konstanten Strom garantiere, der für Industrie 4.0 auf hohem Niveau dringend notwendig sei. Die hohe Fertigungstiefe mit modernster Technologie bei OCULUS setze auf 100 Prozent garantierte Energieversorgung zu einem akzeptablen Preis. OCULUS erweitere gerade seine Tätigkeit in USA und würde dort den Strom zu 1/3 des Preises von Deutschland bekommen. Dies schließe eine Fertigung in USA nicht aus. OCULUS Produkte gehörten weltweit zum höchsten Standard, „das wollen wir erhalten und ausbauen, dafür muss allerdings das Umfeld passen“, so Kirchhübel.

 

Die Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Frank Steinraths, MdL, sowie die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Heiko Budde, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck, zeigten sich nach dem Gespräch und dem Rundgang beeindruckt. Es gebe erfreulicherweise viele Firmen im Lahn-Dill-Kreis, die in ihren jeweiligen Segmenten nationaler und internationaler Spitzenreiter seien. Damit würden entsprechende Arbeitsplätze nicht nur gehalten, sondern auch neue geschaffen, wie man am Beispiel der Firma OCULUS bestens darstellen könne.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Unter musikalischer Mitwirkung der „Faulbachlerchen“ konnte CDU Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Irmer am Ende eines traditionellen CDU Lahn-Dill Frühschoppens eine zufriedene Bilanz ziehen. Rund 150 Gäste waren in den gut zwei Stunden in den Hof der Kreisgeschäftsstelle in Wetzlar gekommen um sich einerseits an hessischen Gerichten zu laben, die Geschäftsstelle teilweise von innen zu sehen oder aber um politische Gespräche zu führen, Freunde und Bekannte zu treffen. Irmer begrüßte unter den Gästen unter anderen die amtierende Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer, Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller und dankte Kreisgeschäftsführerin Ulla Landau und ihrem Team sowie der Jungen Union für die wie immer perfekte Vorbereitung und Organisation. In einer kurzen Ansprache hatte Irmer auf die Bedeutung der Bundestagswahl am 24. September hingewiesen und deutlich gemacht, wie wichtig es ist eine stabile und verlässliche Bundesregierung zu haben die weltweit in Form der Kanzlerin geschätzt ist, ein großes Pfund mit dem man wuchern kann und es sei deshalb wichtig diese Stabilität weiterhin zu gewährleisten denn die Welt um uns herum sei alles andere als Stabil. Ein völkerrechtswidrig agierender russischer Präsident Putin der illegal die Krim besetzt und ein Bürgerkrieg in der Ostukraine anzettelt, ein politisch unberechenbarer amerikanischer Präsident, der allerdings von unabhängiger Justiz, Senat und Abgeordnetenhaus begleitet wird, ein selbsternannter Sultan Erdogan, der die Türkei in Richtung eines Islamistischen Staates verändern will, ein völlig unkontrollierter Diktator in Nordkorea… Hinzu kommen einige Probleme partieller Art in einigen europäischen Staaten, derzeit nicht prioritär auf der politischen Agenda stehen würden, kurzum es seien sehr bewegte Zeiten umso wichtiger seien Stabilität und Augenmaß in Deutschland gepaart mit wirtschaftlicher Prosperität und Sicherheit an Arbeitsplätze. Dies dürfe man durch Rot-Rot-Grüner Experimente nicht gefährden.

Verantwortlich für Programmabwicklungen des Landes und der EU

 

Die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen in der jetzigen Form als Förderbank des Landes Hessen gibt es seit 2009 mit insgesamt vier Standorten, darunter ein großer Standort in Wetzlar in der Schanzenfeldstraße. Um sich über deren Arbeit, die mit der klassischen Bank nicht zu vergleichen ist, zu informieren, waren jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion vor Ort. Der ehemalige langjährige Landtagsabgeordnete Gottfried Milde in seiner Funktion als Sprecher der Geschäftsleitung der WI Bank sowie Helge Jordan, der Leiter der Abteilung Landwirtschaftsförderung, sein Stellvertreter Burkhard Vogel und Bernhard Mankel, der für die Fördermittelverwaltung zuständig ist, begrüßten die CDU-Vertreter.

Insgesamt habe die WI Bank rund 420 Mitarbeiter in Hessen, davon gut 50 am Standort Wetzlar. Die Bilanzsumme belaufe sich mittlerweile auf 17 Milliarden Euro. Sie wachse jährlich um ca. eine Milliarde. Dabei wickele die WI Bank im Auftrag des Landes Hessen verschiedene Projekte ab, wie beispielsweise den Kommunalen Schutzschirm, die Wirtschaftsförderung, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus, Arbeitsmarktprogramme oder auch das Investitionsprogramm KIP. Vor Ort sei man neben kommunaler Förderung auch zuständig für die Förderung der Landwirtschaft. Hier habe man im letzten Jahr rund 270 Millionen Euro an Zuschüssen für ca. 20.000 Antragsteller hessenweit ausgezahlt, und zwar aus Mitteln einerseits des Europäischen Garantiefonds und andererseits aus Mitteln des ELER-Programmes, der Entwicklung des ländlichen Raumes.

Zur Förderung und Umsetzung gehöre auch das LEADER-Programm, die regionale Förderung, die gerade in Mittelhessen sehr gut angenommen werde. Ein wichtiges Kriterium für die Förderung seien solide Antragstellungen und konkrete Überwachungen, denn es handele sich immer um Steuerzahlergelder. Deshalb schreibe man die Überprüfung von Anträgen und die Inaugenscheinnahme vor Ort groß.

Der Prüfdienst statte ausgewählten Antragstellern unangekündigt Besuche ab. Diese hätten mit dem Antrag dokumentiert, dass sie mit den unangekündigten Kontrollen einverstanden seien. Diese Kontrolle sei einerseits sehr aufwändig, doch belege sie andererseits die Effizienz der Förderung, denn die Zahl der Missbrauchsfälle liege im niedrigen einstelligen Prozentbereich, so dass man davon ausgehen könne, dass die Programme auch zielgenau eingesetzt werden.

Ein hochinteressanter Besuch bei einer für die Förderung öffentlicher Investitionen so wichtigen Bank, von der sich viele gar keine Vorstellungen machen würden, was dort alles geleistet werde, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdL, Kreisbeigeordneter Hans Jackel, die Abgeordneten Anna-Lena Bender, Heike Ahrens-Dietz und die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Nicole Petersen sowie Jörg Michael Müller.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdL

Fraktionsvorsitzender

 

Geschmackvoll und passgenau zugleich konzipiert

 

Seit knapp zwei Jahren besteht die neue Wohnanlage der Lebenshilfe Wetzlar-Weilburg am Standort in Braunfels. Untergebracht sind dort insgesamt 22 Bewohner, die vorher in der Wohneinrichtung Florentine zwischen Braunfels und Weilburg gewohnt haben. Sie sind jetzt in drei Gruppen aufgeteilt und werden unterschiedlich intensiv betreut, wobei die bauliche Konzeption, so der Bereichsleiter Wohnen, Andreas Stehula, und Einrichtungsleiter Stefan Matz, so gestaltet sei, dass in allen Bereichen großzügig, hell und freundlich gestaltete mittige Wohnbereiche entstanden seien.

 

Bei einem Rundgang konnten sich Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, Kerstin Hardt, der sozialpolitische Sprecher Heiko Budde und Frank Steinraths von der architektonisch gelungenen Integration überzeugen. Eine gelungene Integration auch deshalb, weil jetzt Menschen mit unterschiedlicher Behinderung, teilweise alleine oder mit Betreuung, am täglichen Leben der schönen Kurstadt Braunfels teilnehmen können.

 

Insgesamt stünden, so Matz, 26 Personen zur Verfügung, die sich rund um die Uhr um die Bewohner kümmern, deren Alter von Ende 20 bis Anfang 70 reiche, was manchmal eine kleine Herausforderung darstelle. Bedauert wurde, dass die Zahl der FSJler deutlich rückläufig sei. Man habe diese sehr gut gebrauchen können, weil damit ein Mehr an individueller Hilfe möglich sei. Der Bedarf für weitere Plätze sei vorhanden, denn es gebe immer wieder Anfragen, wobei man für Notsituationen im Einzelfall vorgesorgt habe.

 

Die Bewohner und das sehr engagierte Team seien mittlerweile in Braunfels gut angekommen. Die Einrichtung werde von der Bevölkerung, den Angehörigen, aber auch den Bewohnern sehr gut angenommen. Dank sage man dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration, der Aktion Mensch, dem Förderkreis Lebenshilfe sowie den örtlichen Kirchengemeinden, Institutionen und Vereinen wie der Burschenschaft „Kallemänner“ für ihre Unterstützung bei der Umsetzung des 2,25 Millionen-Euro-Projektes.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdL

Fraktionsvorsitzender

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