Offener und konstruktiver Gedankenaustausch zwischen CDU Kreistagsfraktion und Kreiselternbeirat

Zu einem sehr informativen Gedankenaustausch trafen sich Vertreter der CDU Kreistagsfraktion, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Jörg Michael Müller und Frank Steinraths, der bildungspolitische Sprecher der Fraktion Michael Hundertmark, die Abgeordneten Carmen Lenzer und Lisa Schäfer, um sich von den Vorsitzenden des Kreiselternbeirates Holger Pagels und Viktor Eckert über aktuelle Themen informieren zu lassen.

Der KEB, so Pagels, wünsche sich in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Schulamt ein klein wenig mehr Kooperation und Absprache, gerade was die Frage der beweglichen Ferientage angehe. So habe der Kreiselternbeirat unter anderem

vorgeschlagen, die Tage vor und nach Pfingsten als bewegliche Ferientage zu nehmen, aber das staatliche Schulamt habe ohne Kommentar die bisherige Regelung, auch für das nächste Jahr, festgeschrieben. Man würde sich wünschen, dass mehr als bisher die Argumente Pro und Contra ausgetauscht werden.

Aus Sicht des Kreiselternbeirates ist es pädagogisch bedauerlich, dass die Freiherr-von-Stein-Schule die Klassenfahrten für dieses Jahr komplett abgesagt habe. Man habe Verständnis für die Absage der Skifreizeiten aufgrund der unsicheren Lage, aber man hätte sich aus pädagogischen Gründen schon gewünscht, dass die geplanten Klassenfahrten am Schuljahresende stattfinden. Außerdem wurde die Kommunikation der Schulleitung mit den Eltern bemängelt.

Nach wie vor ungeklärt und unbefriedigend sei die Situation, dass der Kreiselternbeirat kein eigenes Konto eröffnen dürfe. Hier gebe es seit langer Zeit streitige Auffassungen zwischen dem staatlichen Schulamt und dem Schulträger Lahn-Dill-Kreis. Außerdem wünsche man sich in den Räumen der Kreisverwaltung einen Raum als Geschäftsstelle für den KEB, der nicht nur nun 18 Mitglieder habe, sondern die Eltern von über 32.000 Schülern im Lahn-Dill-Kreis vertrete. Hier falle doch Arbeit an. Die CDU sagt zu, hier eine Initiative beim Kreis starten zu wollen. Auch das Problem des Kontos für den Kreiselternbeirat sei aus Sicht der CDU nicht nachzuvollziehen. Der Kreis könne ein Sonderkonto einrichten, auf dem das ohnehin überschaubare Budget von 2.000 Euro für die 18 Mitglieder im Kreiselternbeirat vom Kreis eingezahlt werden könne. Das anschließend ein entsprechender Verwendungsnachweis erfolgen müsse sei selbstverständlich.

Einen breiten Rahmen nahmen naturgemäß die Themen Masken und Luftfilter in Anspruch. Hier war der Kreiselternbeirat insofern zufrieden, als das Problem mit zumindest drei kostenlosen Masken pro Woche einigermaßen gelöst sei. Im Bereich der Luftfilteranlagen wünsche man sich jedoch etwas mehr Flexibilität. Es sei begrüßenswert, wenn raumlufttechnische Anlagen in den nächsten Jahren eingebaut werden sollen. Unabhängig davon könne man sich auch vorstellen, so Pagels, dass zusätzlich in den Klassenräumen, wo es sinnvoll und notwendig ist auch mobile Luftfilterreinigungsanlagen aufgestellt werden, wie dies in anderen Landkreisen auch der Fall sei.

Sorge bereitet dem KEB die Tatsache, dass seit einiger Zeit zu beobachten sei, Kinder und Jugendliche sich verstärkt dem Medienkonsum hingeben, gerade zu einem höheren Prozentsatz die männlichen Jugendlichen. Deshalb müsse die Medienkompetenz der Jugendlichen gestärkt werden, aber auch der die Aufmerksamkeit auf die Eltern gelenkt werden, denen nach Artikel 6 des Grundgesetzes nicht nur das Recht zustehe, sondern auch die Pflicht Kinder zu erziehen. Man nehme notgedrungen war, dass die Erziehungskompetenz partiell seit Jahren abgenommen habe. Die Zahl der Kinder mit Auffälligkeiten unterschiedlichster Art würden zunehmen. Dies wiederum habe

Auswirkungen auf die Leistungen von Schülern. Ein anderes Problem sei aus Sicht des Kreiselternbeirates auch zum einen die Bildungsferne von so manchen Migranten und deren Verhältnis zur Institution Schule und die daraus resultierende mangelnde Bereitschaft schulisch aktiv zu werden.

Hier sei es wünschenswert, wenn mehr Eltern mit Migrationshintergrund sich an der Gestaltung von Schule aktiv beteiligen würden. Pagels dankt abschließend der CDU für Ihren Einsatz für Schüler und Eltern, sowie der Schulgemeinden durch die regelmäßigen Schulbesuche. Die CDU ihrerseits sagte Pagels und Eckert stellvertretend für die 18 Mitglieder des Kreiselternbeirats Dank und Anerkennung für ein großartiges ehrenamtliches Engagement, dass ausschließlich von sachlichen Erwägungen geleitet sei.