CDU-Kreistagsfraktion besuchte Friedrich-Fröbel-Schule

Steigende Schülerzahlen, hohe fachliche ReputationCDU für Neubau aus einem Guss

Die räumliche Situation an der Friedrich-Fröbel-Schule, einer Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und einer Abteilung für körperliche und motorische Entwicklung, ist seit Jahren bekannt. Anlass für die Kreistagsfraktion der CDU, sich vor Ort umzuschauen. Ina Leitner (Schulleiterin i.K.) und Ansgar Trost (stellvertretender Schulleiter) erläuterten den Christdemokraten, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, der schulpolitische Sprecher Michael Hundertmark sowie die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Nicole Petersen, Lisa Schäfer, Sabine Sommer und Ronald Döpp, die aktuelle Situation.

Die Schule habe seit Jahren, so Leitner, wachsende Schülerzahlen, die derzeit bei 172 liegen würden, Tendenz dezent weiter kontinuierlich steigend, so dass die Raumprobleme zugenommen hätten. So habe man die Lehrküche in einen Klassenraum umfunktionieren müssen, den Hauswirtschaftsraum, den Ergo-Therapieraum, um nur einige Beispiele zu nennen. Dies sei für eine begrenzte Zeit machbar, aber, so die Schulleitung i.K., natürlich keine Dauerlösung, zumal der Anteil der Kinder mit durchaus hohem pflegerischem Bedarf ebenso gewachsen sei. Man sei daher froh, zwei Gesundheitspflegerinnen zum Kernbestand zählen zu können sowie acht FSJler. Die Versorgung der Schule mit Fachlehrern sei gut. Ein Neubau am gleichen Standort wird daher derzeit geplant. Alle Klassen sollen bis zur Fertigstellung des Gebäudes in die ehemalige Kestnerschule ausgelagert werden. Dort sollen nach Beendigung des Neubaus die ältesten Schülerinnen und Schüler verbleiben.

Der Ruf der Schule sei exzellent, so Irmer und Hundertmark, weil dort in Kleingruppen von acht Schülern nicht nur fachlich speziell ausgebildete Förderschullehrkräfte ihren Dienst versehen würden, sondern auch entsprechende Assistenzkräfte vorhanden seien so dass es gelinge, die Schüler gezielt individuell zu fördern. Es seien Schüler, die ein besonderes Maß an Förderung benötigten und deshalb das Anrecht hätten, genau wie die Schüler der Allgemeinbildenden Schulen oder auch der Gewerblichen Schulen, optimal gefördert zu werden. Daher müssten die Rahmenbedingungen optimal sein.

Jede Schule gehöre an einen Schulstandort, so die Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion, und nicht verteilt auf zwei oder gar drei. Dies sei für das pädagogische Zusammenleben, das Zusammenwachsen der Schülerschaft wenig zuträglich, außerdem würden durch zwei Standorte zusätzliche Koordinierungsnotwendigkeiten entstehen. Der Aufwand, auch logistischer Art, werde für das Kollegium größer. Deshalb gehöre jede Schule auf einen Campus.

Im Kreis werde darüber diskutiert, wie die Schule perspektivisch aufgestellt werden solle. Für die Union eine klare Sache. Wenn man zu Recht rund 100 Millionen Euro für das Schulzentrum und damit Allgemeinbildende und Berufliche Schulen ausgebe, dann dürfe man bei Förderschulen nicht sparen. Deshalb plädiere die Union für einen kompletten Neubau für alle Schülerinnen und Schüler, ob an dieser Stelle oder an anderer müsse geprüft werden. Bei der Planung müsste unbedingt genügend Platz für alle eingeplant werden. Dazu gehöre auch eine ansprechende Aula, eine entsprechend große Turnhalle und genügend Pflegeräume, um allen Schülern gerecht werden zu können.

Die Parkplatzsituation für Lehrer und Assistenzkräfte sei völlig unbefriedigend. Auch der Andienungsverkehr sei nicht optimal. In diesem Zusammenhang danke man der Anwohnerschaft, so die Schulleiterin i.K., die große Geduld mit der unbefriedigenden Parkplatz- und Verkehrssituation habe. Die CDU erklärte sich bereit, die anderen Fraktionen der Koalition anzusprechen, um den Versuch zu unternehmen, für die Schule zu einer optimalen Lösung zu kommen.

Hans-Jürgen Irmer, Fraktionsvorsitzender