CDU-Kreistagsfraktion besuchte Malteser Hilfsdienst

Breites Dienstleistungsangebot in hoher Qualität

Gut, dass es die sogenannten weißen Hilfsorganisationen gibt, wie Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz oder den Arbeiter-Samariter-Bund. Sie alle sind ein wesentlicher Bestandteil der Sicherheitsarchitektur in der Versorgung der Bevölkerung. Um sich einen aktuellen Überblick zu verschaffen, waren jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion vor Ort, wo sie von Boris Falkenberg, dem Kreis- und Stadtbeauftragten, Rüdiger Schaal, Thomas Debus, Dr. Stefan Tomaselli, Helen Schneider, Anna Beil und Mohamad Osman empfangen wurden.

Zum Spektrum der Malteser gehören u.a. 21 Integrationslotsen, die sich um 200 geflüchtete Menschen kümmern, denn, so Osman und Falkenberg, für die Integration sei die Sprache der entscheidende Schlüssel. In diesem Kontext äußerte der MHD den Wunsch nach stärkerer Unterstützung zur Finanzierung der Integrationsstelle, die derzeit von den Maltesern gestemmt werde. Aus Sicht der CDU, so Irmer und Hundertmark, mache es Sinn, wenn sich Stadt und Kreis gemeinsam mit einem namhaften Zuschuss an diesen Kosten beteiligen, denn erfolgreiche Integration sei immer preiswerter und vor allem für das Zusammenleben förderlicher als die Abwendung von unserer Gesellschaft.

Eine erfreuliche Bilanz konnte die Jugendgruppe präsentieren, die Freizeiten und Fahrten ebenso anbietet wie eine Gruppenstunde unter dem Aspekt „glauben lachen, helfen, lernen“ und sich auch im Bereich der Schulsanitätsdienstunterstützung an den Schulen einbringt.

Eine zunehmende Bedeutung hat das soziale Ehrenamt mit Besuchs- und Begleitdienst bei Senioren, teilweise auch gezielt mit ausgebildeten Tieren. Für diesen Dienst, der anspruchsvoll sei, habe man eine Warteliste von Bewerbern. Man müsse 43 Einheiten á 45 Minuten absolvieren. Eine solche Ausbildung koste den Malteser Hilfsdienst rund 1000 Euro pro Person. Die Dankbarkeit von in der Regel einsamen älteren Menschen, für die Zeit, die man sich für sie nehme, wiege das Ganze aber auf.

Darüber hinaus gehöre zum Portfolio der Hausnotruf, der sich wachsender Beliebtheit erfreue, weil er dazu beitrage, dass Menschen länger in angestammter Umgebung verbleiben können, der Menüservice mit rund 150.000 ausgelieferten Essen im letzten Jahr und der Schulbegleitdienst für Kinder mit unterschiedlichen Hilfsnotwendigkeiten, ob im Bereich seelische Auffälligkeit, Körperbehinderung oder Verhaltensauffälligkeit. Aktuell habe man rund 100 Schulbegleiter im Einsatz. Im neuen Schuljahr kämen vermutlich etwa zehn hinzu.

Zu den Klassikern im Angebot gehöre der Rettungsdienst. Hier habe man in Naunheim drei Fahrzeuge im Einsatz und ein NEF im Falkeneck in Braunfels. 46 Hauptamtliche sorgten dafür, dass hochqualitativ und schnell gerettet werde. Etwa 7200 Einsätze habe man im Jahr.

Wichtig sei den Maltesern gerade auch im Katastrophenschutz die Vernetzung von Ehrenamt und Hauptamt. So habe man bei den Rettungseinsätzen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geholfen und werde in Koblenz einen zentralen Stützpunkt zur langfristigen Hilfe einrichten. Das Ganze könne allein mit dem Hauptamt nicht bewerkstelligt werden. Deshalb sei das Ehrenamt so wichtig. Hinzu kämen entsprechende Unterstützungsmaßnahmen bei großen Veranstaltungen, Stadtfesten, Kirmes oder auch die Mitwirkung im Corona-Testzentrum, um nur einige zu nennen.

Insgesamt, so Falkenberg abschließend, sei man mit der Entwicklung sehr zufrieden. Sein Dank ging ausdrücklich an die Union für die immerwährende Unterstützung. „Uns ist es ein Anliegen“, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreistagsvorsitzender Johannes Volkmann, die beiden stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Nicole Petersen und Michael Hundertmark sowie Lisa Schäfer, „alle Hilfsorganisationen, welcher Art auch immer, aus tiefer Überzeugung zu unterstützen. Deshalb wollen wir bewusst die Gelegenheit nutzen, allen Ehrenamtlichen an dieser Stelle Dank, Anerkennung und Respekt zum Ausdruck zu bringen.“

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender