Newsletter MdL Frank Steinraths November 2020

Der neu gewählte Vorstand (v.l.n.r.): Frauke Flender-Schneider, Ramona Höge, Carmen Lenzer, Sabine Sommer, Kerstin Hardt, Raya Schmidt. Es fehlt: Judith Jackel

Aufgrund der aktuellen Lage fand die Mitgliederversammlung der Frauen Union Lahn-Dill am 23.10.2020 unter hohen Hygiene-Standards in der Stadthalle Aßlar statt. In ihrem Bericht ließ die bisherige Vorsitzende Anna-Lena Bender die letzten Jahre Revue passieren und übergab dann den Staffelstab an die einstimmig gewählte neue Vorsitzende Frauke Flender-Schneider. Sie führt bereits seit mehreren Jahren erfolgreich die Frauen Union in Dillenburg und möchte die Arbeit zukünftig enger verzahnen, bewährte Konzepte auch in weitere Teile des Lahn-Dill-Kreises ausweiten und neue Formate einführen. Als Stellvertreterin wurde die Dillenburgerin Ramona Höge gewählt. Dem neuen Vorstand gehören zudem Sabine Sommer als Schriftführerin sowie die Beisitzerinnen Kerstin Hardt, Judith Jackel, Raya Schmidt und Carmen Lenzer an.  

Sensationelle Firmenentwicklung

Auf dem Foto v.l.: Manuel Rupp, Heike Ahrens-Dietz, Hans-Jürgen Irmer, Nicole Petersen, Dennis Panz, Mitglied der Geschäftsleitung im Unternehmen, und Kerstin Hardt

Eine geradezu sensationelle Entwicklung hat die Wetzlarer Firma weLOG unter Verantwortung des Geschäftsführers Manuel Rupp genommen. Davon konnten sich Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion bei einem Besuch überzeugen. Wenn man überlege, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, dass der Firmenstart am 01.09.2019 erfolgt sei und praktisch aus dem Stand heraus heute 65 Mitarbeiter beschäftigt seien, dann sage dies im Grunde genommen alles über die Entwicklung der Firma aus, die sich in kürzester Zeit aus dem klassischen Logistiker weiterentwickelt habe und gezielt zusätzlich unterschiedlichste Lösungen anbiete.

Manuel Rupp erklärte dazu, dass man mit den Kernkompetenzen im Bereich eCommerce-Lösungen, Kontraktlogistik, Fracht- und Zollservice sowie Werbemittellogistik maßgeschneiderte und innovative Full-Service-Lösungen für regionale, überregionale und internationale Unternehmen anbiete. Mittlerweile habe man fünf Standorte in Deutschland, neben Wetzlar in Berlin, Hamburg, Frankfurt und München sowie einen internationalen in Hongkong. Der Vorteil des Unternehmens sei, dass man mit jedem der Kunden individuelle Strategien und Lösungen entwickele, so dass dieser sich auf sein eigentliches Produkt konzentrieren könne.  Den Rest mache weLOG. Dazu zählten neben Lager- und Logistikmöglichkeiten auch das Designen, Erstellen und Betreiben von Web-Shops, der Kundenservice für den Endkunden sowie verkaufsfördernde Maßnahmen wie Influencer-Marketing- oder Online-Marketing-Aktivitäten.

Das Alleinstellungsmerkmal sei das innovative und branchenunübliche Geschäftsmodell im e-Commerce-Bereich. Statische Kosten wie zum Beispiel Lagerkosten gebe es bei diesem Modell nicht. Man möchte gemeinsam mit den Kunden wachsen und erfolgreich sein. Daher sei die Win-Win-Situation des Abrechnungsmodelles das eigentlich Besondere, denn weLOG erhalte für alles, was über den Onlineshop verkauft werde, einen prozentualen Anteil. Somit sei das Modell für die Kunden berechenbar und risikoarm.

Erfreulich aus Sicht der Union, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, seine Stellvertreterin Nicole Petersen sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Kerstin Hardt, dass so viele Arbeitsplätze, auch höchst qualifizierter Art geschaffen worden seien und dass mittlerweile zehn Auszubildende in unterschiedlichen Berufen einen Arbeits- bzw. Ausbildungsplatz bekommen hätten. Der Vorteil für die Firma liege auf der Hand. Man wisse, wen man ausbilde, und wenn die Betreffenden mit der Ausbildung fertig seien, würden sie die Firma und das gesamte Modell kennen und wären dann auch entsprechend vollzeitmäßig einsetzbar.

Von daher, so Rupp abschließend, sei man mit der Entwicklung außerordentlich zufrieden, auch wenn die Corona-Zeiten herausfordernd seien.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Vertreter der CDU an der Behelfsausfahrt BAB 45 Aßlar: v.l. Heiko Budde, Gerhard Schlier, Ronald Döpp, Frank Steinraths, Nicklas Kniese, Jörg Michael Müller, Matthias Bender, Hans-Jürgen Irmer und Marc-Sven Werkmeister.

Vertreter der CDU Aßlar, der CDU Ehringshausen und der CDU-Kreistagsfraktion waren jetzt gemeinsam mit dem CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Irmer, seinen beiden Landtagskollegen Jörg Michael Müller und Frank Steinraths an der Behelfsausfahrt der A 45, um damit nach außen deutlich zu signalisieren, dass die CDU sämtliche Anstrengungen parteiübergreifend unterstützt, dass die Behelfsausfahrt auch in Zukunft Bestand hat, zumindest solange die kreiseigene Abfallentsorgungsanlage genutzt wird.

Die Sondergenehmigung zum Betrieb ist bis 2024 erteilt. Danach erlischt diese nach jetzigem Stand. Eine Schließung hätte aus Sicht der Unionspolitiker allerdings große Auswirkungen auf unsere Region. Die Aßlarer Abfallentsorgungsanlage sei nicht nur eine Verladestation für Hausmüll, sondern auch eine wichtige Deponie mit der Klasse 2 für die mittelhessische Region. Eine Deponie, in der rund 190.000 Tonnen Abfall verarbeitet werden. Das bedeutet rund 130 bis 200 LKW pro Tag. Diese Fahrzeuge kann man nicht auf „normalem“ Wege durch die Ortschaften fahren lassen. Die Belastung der Bevölkerung wäre eindeutig zu hoch. Im Übrigen würde es auch bedeuten, dass die Fahrzeuge erhebliche Mehrkilometer leisten müssen, was aus ökonomischer und ökologischer Sicht alles andere als sinnvoll ist.

Hinzu komme, so die CDU-Vertreter, dass diese Behelfsausfahrt in Notfällen auch von Rettungskräften wie Feuerwehr oder Malteser bzw. DRK genutzt werden kann. Diese Möglichkeit würde bei einer Schließung ebenfalls entfallen. Deshalb sei man sich einig, dass ein Erhalt der Behelfsausfahrt zwingend notwendig sei. Erfreulich sei aus Sicht der CDU, dass auch andere Parteien sich dieser Auffassung anschließen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Wer ist verantwortlich für die erhöhte Aufschüttung?

V.l.: Udo Schäfer, Jörg Michael Müller, Nicole Petersen, Georg Michel, Manfred Weber, Christian Michel, Daniel Steinraths mit Sohn und Michael Hundertmark.

Im Rahmen eines Ortstermins waren Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion und der Mittenaarer Union sowie der stellvertretende Forstamtsleiter Manfred Weber und Georg und Christian Michel von der ausführenden Firma, die den Pachtvertrag mit dem Kreis abgeschlossen hat, in Bellersdorf, um sich einen Überblick zu verschaffen. In der Vergangenheit gab es berechtigte Kritik daran, dass zu viele LKW durch die Ortsdurchfahrt fahren und dass die Aufschüttung dort höher als ursprünglich geplant sei. Ursprünglich war einmal vorgesehen, dort ein Gewerbegebiet zu errichten. Dies ist politisch allerdings vor Ort nicht gewünscht worden, so dass das zwischenzeitlich an den Kreis verpachtete Gelände von diesem rekultiviert und „weitgehend eingeebnet“ werden soll.

Der seinerzeitige Landrat, Dr. Karl Ihmels, erklärte im September 1994 in der heimischen Presse, dass die hier geplante Erdkippe für Großbaustellen mit recycelbarem Material zusammen mit gutem Boden verfüllt und modelliert werden solle. Diese Deponie werde schätzungsweise fünf bis zehn Jahre genutzt werden können, so der damalige SPD-Landrat. Es gab dann einen Gestattungsvertrag mit dem Landkreis Lahn-Dill mit einer Laufzeit von zwölf Jahren bis Ende 2007, wonach unbelasteter Erdaushub und unbelasteter Bauschutt dort verfüllt werden sollen mit dem Ziel der anschließenden Aufforstung. Insgesamt handelt es sich um ein Gelände von rund 8,5 Hektar. Zur Rekultivierung wurde eine Geländeprofilierung mit einer Endhöhe von 420 Meter über NN festgelegt, obwohl die ursprüngliche Höhe des abgetragenen Hügels nach dem Kartenmaterial nur 399 Meter betragen hat. Genau dies ist Kritikpunkt Mittenaarer Gemeindepolitiker, die fragen, wie diese gut 20 Meter Erhöhung möglich waren und wer dafür die Verantwortung trägt.

Eine berechtigte Frage, die man dem Kreis stellen muss. Der ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Schreiber erklärte in einem Schreiben vom 21.07.2020, dass in den Antragsunterlagen zum Antrag auf Erteilung der landschaftsschutzrechtlichen Genehmigung seitens des Antragstellers festgelegt worden war, dass das geräumte und gesäuberte Gelände ausgekuppt und die vorhandenen Bunker ca. 15 Meter hoch mit Erde überkippt werden dürfen. Mit anderen Worten, der Kreis selbst hat hier die Hände im Spiel.

Wie das Umweltministerium Hessen mitteilte, sei dem Bauschein der Kreisregierung vom Januar 1995 zu entnehmen, dass ein Verfüllungsvolumen von rund 664.000 Kubikmeter bis zu einer Höhe von 420 Metern möglich ist, wobei die Kreisregierung nach Aussage des Landesministeriums seinerzeit die Rekultivierung während der Vertragslaufzeit nicht vollständig umgesetzt habe, so dass das Land, nachdem der Vertrag mit dem Kreis 2007 ausgelaufen sei, eine Ausschreibung getätigt habe, um Bauunternehmen zu finden, die bereit sind, die Verfüllung fortzusetzen. Ein Unternehmen habe sich seinerzeit gefunden. Mittlerweile seien rund 473.000 Kubikmeter umgesetzt, so dass noch rund 191.000 übrigbleiben.

Die aktuelle Höhe der Auffüllmenge liege derzeit bei 410 Metern. Wenn denn heute von der SPD in Mittenaar kritisiert werde, dass die Auffüllhöhe auf 420 Meter angewachsen und dies damit praktisch illegal sei, dann müsse die SPD diese Frage an den SPD-geführten Kreisausschuss, also die Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises, richten. Umweltministerin Hinz (Grüne) hatte in dem Schreiben an die Gemeinde darüber hinaus eingeräumt, dass es in der Tat zeitweise über eine längere Dauer zu erheblichen Belastungen der Ortsteile Bicken und Bellersdorf gekommen sei. Da die Restverfüllmenge überschaubar sei und die Verfüllung sich voraussichtlich noch einige Jahre hinziehen werde, sei die künftige Belastung deutlich niedriger als das bisher der Fall gewesen sei. Das Unternehmen räumte ein, dass es zeitweise Probleme für die Anwohner gegeben habe. Man versuche, durch entsprechend unterschiedliche An- und Abfahrten und eine Prolongation die Probleme zu reduzieren. Aber man müsse nun einmal notgedrungen den Restaushub dort hinbringen, so wie es vertraglich festgelegt sei.

Licht ins Dunkel werden wohl nur die hoffentlich vollständigen Akten des Lahn-Dill-Kreises bringen. Die Gemeindevertretung sollte den Kreis bitten, die entsprechenden Unterlagen dem Gemeindevorstand zur Auswertung zu überlassen. Dies wäre auch ein Akt der Transparenz und würde das Ping-Pong-Spiel nach der Schuldfrage vermeiden.

Hans-Jürgen Irmer, MdB, Fraktionsvorsitzender

mussten wegen der aktuellen Corono-Verordnungen leider abgesagt werden.
Wir bitten alle Interessierten, ihre Ideen und Vorschläge dennoch an die CDU Kreisgeschäftsstelle zu senden. Wir freuen uns über alle Anregungen.

Ihre CDU Lahn-Dill