CDU-Kreistagsfraktion mit der Vorsitzenden der CDU-Landtagsfraktion von Hessen, Ines Claus, MdL zu Besuch beim Förderverein Schwimmbad Oberscheld

18. August 2020

80.000 Stunden Arbeit in 15 Jahren

Beeindruckende Zahlen konnte der Vorsitzende des Fördervereins des Oberschelder Schwimmbades, Franz Kern, gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen bei einem Besuch der Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion präsentieren. Als besonderen Gast konnte Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion von Hessen, Ines Claus, MdL, begrüßen, die es sich nicht hatte nehmen lassen, auf Einladung von MdL Jörg Michael Müller an diesem Termin teilzunehmen.

Claus wies darauf hin, dass das Land Hessen im Jahr 2009 das Hallenbad-Förderprogramm HAI in Höhe von 50 Millionen Euro ebenso aufgelegt habe wie 2018 das Programm SWIM mit ebenfalls 50 Millionen, das sich ideal typischerweise eignet, Freibäder zu sanieren. Damit wolle Hessen deutlich machen, welche Bedeutung die Schwimmförderung habe. Diese sei nur möglich, wenn auch entsprechende Bäder zur Verfügung stehen würden. Es bereite, so Claus, Irmer und Müller, große Sorge, dass die Zahl derjenigen, die schwimmen könnten, zurückgehe. Nicht umsonst beklage gerade die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft diesen Umstand. Umso wichtiger sei es, dass genügend Schwimmbäder vorhanden seien, die dankenswerterweise häufig von Ehrenamtlichen mittlerweile betrieben und aufrechterhalten würden.

Dazu gehöre auch das Oberschelder Freibad. Es wurde 1965 gebaut. 2005 war es in seiner Existenz bedroht. Aufgrund dessen habe sich ein Förderverein gegründet, der mittlerweile rund 200 Mitglieder umfasse. Mit den Arbeitsgruppen Bauteam, Bistro und Kassendienst, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit wird die Stadt als Besitzer des Bades unterstützt.  Insgesamt, so Kern, habe man in den 15 Jahren des Bestehens rund 80.000 Stunden ehrenamtlich investiert. Eine überaus beeindruckende Zahl.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dillenburg sei sehr gut. Corona-bedingt sind die ehrenamtlichen Arbeiten derzeit stark reduziert. Wegen der Zugehörigkeit zur Risikogruppe bei vielen Ehrenamtlichen übernehmen derzeit die Servicebetriebe Kasse und Bistro. Badeaufsicht und Desinfektionsarbeiten verantwortet dauerhaft die Stadt.

Aktiv sind derzeit der Vorstand, das Bauteam und die Öffentlichkeitsarbeit. Aktuelles Projekt des Bauteams war das Gießen einer Betonplatte und das Aufstellen einer Garage für Material und Gerätschaften. Hierzu hat man sich an diversen Samstag-Vormittagen zum Arbeiten getroffen.  

Man danke, so der Vorstand des Fördervereins, den Oberscheldern für große Unterstützung. Seinerzeit habe man für die Zaunsanierung im Dorf und bei Wirtschaftsunternehmen eine Sammelaktion durchgeführt und dadurch 10.000 Euro an Spenden erhalten. Weitere Zaunabschnitte wurden vom Förderverein mit rund 10.000 € gesponsert. Für eine Erweiterung der Spielanlage wurden Zuschüsse von der Region Lahn-Dill-Bergland im Rahmen der LEADER-Förderung geleistet. Der Restbetrag finanzierte der Förderverein aus den Erlösen des Kaffee- und Kuchenverkaufs des Bistros. Das Bistro wurde in Corona-freien Zeiten in Eigenregie betrieben und sehr gut angenommen.

Aktuell gelten Besucherbeschränkungen im Bad. Corona-bedingt gebe es zwei Schichten pro Tag. Beide sind auf jeweils 250 Teilnehmer beschränkt, wobei rund 80 Personen gleichzeitig ins Wasser gehen dürften. Man hoffe sehr, dass sich die Verhältnisse wieder normalisieren. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, seine Stellvertreter Jörg Michael Müller, MdL, Nicole Petersen sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Klaus Bastian und Ronald Döpp, dankten den Ehrenamtlichen für ihr außergewöhnliches Engagement. Diese hätten entscheidend dazu beigetragen, dass in Oberscheld in herrlicher Landschaft ein Schwimmbad-Kleinod erhalten werden konnte und so ausgebaut wurde, dass es gerade auch für Familien und Ausflügler ideal geeignet sei

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