Volle Rückendeckung für unsere Polizei

„Mit dem Besuch der Wetzlarer Polizeistation wollen wir aus gegebenem Anlass der Polizei vor Ort Unterstützung angedeihen lassen sowie Respekt und Anerkennung für die geleistete Arbeit zollen“, so der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer,  die stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Nicole Petersen und Michael Hundertmark sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Matthias Bender, Ronald Döpp und Eberhard Horne. Holger Geller, der Leiter der Polizeistation Wetzlar, sowie der Leiter der Polizeidirektion Lahn-Dill, Siggi Schulz, Einsatzleiter Oliver Zimmermann sowie Manuel Warter, der Dienstgruppenleiter, berichteten den CDU-Vertretern über die aktuelle Lage.

Geller machte deutlich, dass durch die Berichterstattungen in den letzten Monaten häufig sehr undifferenziert der Ton rauer geworden sei, das Verhalten mancher Mitbürger aggressiver, so dass die Arbeit deutlich schwerer geworden sei. Pauschale und völlig unsachliche Vorwürfe, wie latenter Rassismus oder angebliche rechte Netzwerke, beschädigten – bewusst? – das Ansehen der Polizei. Deshalb sei man der Union für ihre klare Rückendeckung sehr dankbar. Beide Seiten waren sich einig, dass es keinerlei Anlass für einen Generalverdacht welcher Art auch immer gebe. Individuelles Fehlverhalten eines Polizeibeamten, das immer wieder einmal vorkommen könne, dies gelte im Übrigen für alle Berufssparten, werde jeweils sachangemessen geprüft und notwendige Konsequenzen gezogen, was auch im Eigeninteresse aller Polizeiverantwortlichen liege.

Wünschenswert wäre es, wenn die Justiz insgesamt gesehen den ihr zur Verfügung stehenden Strafrahmen stärker und verfahrensmäßig schneller ausüben würde, wobei dies ausdrücklich nicht für das Amtsgericht Wetzlar, das Landgericht Limburg oder die Staatsanwaltschaft gelte. Hier habe man vor Ort eine sehr gute, bewährte Zusammenarbeit. Regional gebe es aber große Unterschiede.

Mit der Personalausstattung insgesamt zeigten sich die Polizeivertreter zufrieden. Mehr gehe natürlich immer. Wünschenswert wäre es, wenn man einen Stellenpool hätte, aus dem kurzfristig erkennbare Vakanzen in Form von Schwangerschaften oder auch längeren Krankheiten aufgefüllt werden könnten. 

Der Fuhrpark sei sehr gut ausgestattet, die Gesamtausstattung, auch im EDV-Bereich, hervorragend. Sehr bewährt hätten sich die Body-Cams, wobei es mittlerweile eine neue, perfekte Generation gebe. Hier wünsche man sich zwei oder drei Body-Cams der neueren Generation mehr. Das Gleiche gelte für den sogenannten Taser, eine Distanzwaffe, mit der auf fünf Meter Entfernung mittels elektrischen Impulses der Aggressor kampfunfähig gemacht werden könne. Ein gutes, niederschwelliges Mittel auch zum Selbstschutz im Vergleich zum Einsatz der Waffe.

Mit großer Zuversicht, so Schulz, blicke man auf den geplanten Neubau der Polizeistation Wetzlar. Hier sei die Ausschreibung erfolgt. Es gebe einige hochinteressante Angebote. Man gehe davon aus, dass die finale Entscheidung Ende dieses Jahres erfolge, so dass spätestens in der zweiten Jahreshälfte 2021 ein erster Spatenstich erfolgen könne. In dem Kontext dankte Schulz Irmer für dessen jahrelangen, nimmermüden Einsatz für die Verbesserung der Raumverhältnisse in der Polizeistation Wetzlar und für seinen Einsatz für einen Neubau.

Mit Sorge, so Schulz, blicke man auf die zu erwartenden Auseinandersetzungen im Bereich der A 49. Dies werde die Polizei vor personelle Herausforderungen stellen, denn verschiedene Bündnisse hätten schon Widerstand angekündigt, wobei er hoffe, dass Proteste, die per se völlig in Ordnung seien, friedlich verlaufen. Er hoffe nicht, dass es zu einem zweiten Hambacher Forst komme.

Prinzipiell erfreut sei man, dass es immer genügend Bewerber für den Polizeidienst gebe. Allerdings mache ihm Sorge, dass die Durchfallquote in den letzten Jahren von ca. 6 Prozent auf ca. 16 Prozent gestiegen sei. Man müsse auch auf Dauer höchsten Wert auf eine entsprechende qualifizierte Ausbildung legen. Sie sei Grundvoraussetzung dafür, dass die Polizei erfolgreich arbeiten könne und in der Bevölkerung entsprechende Akzeptanz finde. Es sei erfreulich, dass die Aufklärungsquote im Lahn-Dill-Kreis wie im gesamten PP-Mittelhessen-Bereich bei deutlich über 60 Prozent liege. Zahlen, von denen man vor 20 Jahren nur träumen konnte. Damals lag die Aufklärungsquote bei ca. 45 Prozent. Deshalb sei er, so Schulz, und dem schloss sich die CDU an, allen Bediensteten außerordentlich dankbar für deren engagierte Arbeit, denn neben Einsatztechnik, neben Ausstattung sei der entscheidende Faktor immer noch der Mensch, und das werde auch so bleiben.

Dank Bürgerengagement wurde das Schwimmbad erhalten

Das wunderschön gelegene Waldschwimmbad in Sinn, mit einem herrlichen Blick ins Dilltal, drohte 2005 von Seiten der Gemeinde geschlossen zu werden. Es war ein Zuschussbetrieb mit hohem Sanierungsbedarf. Was also tun?

Auf einer Bürgerversammlung fanden sich 40 Aktive aus Sinn, so der heutige Vorsitzende des Fördervereins, Uwe Sauer. Gemeinsam mit der Gemeinde wurde überlegt, was man tun könne. Fest stand, dieses Kleinod durfte nicht geschlossen werden, denn es stellt ein Stück Lebensqualität für Sinn dar.

Aber, so CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer MdB, sein Stellvertreter Jörg Michael Müller, MdL, Kreisbeigeordneter Steffen Droß und die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Nicole Petersen, sowie Karl-Heinz Schmidt von der Sinner CDU, es ist auch ein wichtiger Beitrag, dass gerade Kinder und Jugendliche Schwimmen lernen können. Unendlich wichtig in einer Zeit, in der leider, so die Erkenntnis der DLRG, die Zahl der Menschen, die nicht mehr Schwimmen können, zunimmt. Daher wäre es kontraproduktiv Schwimmbäder zu schließen.

Mittlerweile habe der Förderverein 900 Mitglieder, die aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis, schwerpunktmäßig natürlich aus der Region Sinn kommen. Der Förderverein habe mit grandioser Unterstützung der Sinner Wirtschaft ein kleines Wunder vollbracht, denn das Schwimmbad wurde Stück für Stück so saniert, dass es heute fast perfekt ist. Natürlich gibt es noch einige notwendige Maßnahmen, aber die Technik ist auf dem neusten Stand; die Leitungen wurden komplett erneuert, der alte Eingang abgerissen, ein aus Sicherheitsgründen notwendiges Bademeisterhaus installiert und die Wasserqualität ist optimal und wird ständig geprüft.

Man habe aus rechtlichen Gründen eine gGmbH gegründet und sei in der Lage gewesen, die anfangs aufgenommenen 860.000 Euro Schulden auf rund 260.000 Euro zu reduzieren, obwohl man zwischenzeitlich durch Vandalismus zurückgeworfen wurde. So gibt es heute 5 Videokameras und Bewegungsmelder, die dazu beitragen, dass bis zur Stunde keine weiteren nennenswerten Schäden entstanden sind.

Das Ganze wurde von einem Bautrupp von 15-18 Kernaktiven geleistet, die dieses Freibad im besten Sinne des Wortes „leben“. Auch die Einnahmen des Bistros, welches sehr gut angenommen werde, trage zur Finanzierung bei, auch wenn Corona-bedingt Abstriche gemacht würden. Was sich sehr positiv entwickelt hatte, waren verschieden Sonderveranstaltungen auf dem 20.000 m² großen Gelände des Freibads, die aktuell leider nicht durchgeführt werden können. Jedoch habe man beispielsweise in kleinerer Form einen wöchentlichen Schnitzelabend eingeführt, der jetzt schon bis Anfang September ausgebucht sei.

Die Besucherfrequenz in den letzten beiden Jahren war ebenfalls sehr gut, so Uwe Sauer. In diesem Jahr werde es etwas weniger werden. Gleichwohl habe man die moderaten Eintrittspreise von 3,00 Euro pro Erwachsenen und 2,00 Euro pro Jugendlichen, Kinder unter 7 Jahren sind frei, beibehalten. Wünschenswert wäre es, wenn man, gerade bei den Aktiven und im Bautrupp, noch einige Helfer finden würde.

CDU-Fraktionschef Irmer, MdB dankte abschließend dem Vorsitzenden, seinem Vorstand und allen Aktiven für eine ungewöhnlich engagierte Arbeit und sprach seine Anerkennung für eine Arbeit im Dienste der Gesellschaft und der Gemeinde Sinn aus, die man gar nicht hoch genug bewerten könne.

Dies zeige andererseits aber auch die Stärke des ländlichen Raumes mit überschaubaren Strukturen, denn in Ballungsgebieten und großstädtischen Strukturen sei dieses individuelle Engagement im Sinne eines Vereins oder Fördervereins kaum vorstellbar. Im Rahmen ihrer Möglichkeiten wolle die CDU die Fördervereine, auch im Bereich der Schwimmbäder, gezielt unterstützen.

7000 Quadratmeter Liegefläche sorgen für optimalen Abstand

Im Rahmen ihrer Sommertour waren die Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion zu Besuch im Naturerlebnisbad Siegbach, um sich mit dem Mitglied des Präsidiums, Peter Kliegl, und dem Beigeordneten Norbert Sommer über die Entwicklung des Bades informieren zu lassen. Auf Union-Seite dabei CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreisbeigeordneter Hans Jackel sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Klaus Bastian, Heiko Budde, Kevin Deusing, Ronald Döpp und Nicole Petersen.

Kliegl erläuterte die Geschichte des Bades, das 2004 eröffnet wurde. Vorangegangen war die Diskussion darüber, was mit dem alten Bad, welches marode war, geschehen solle. Es gründete sich dann ein entsprechender Förderverein, der mit unglaublich viel Fleiß, finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde, was Materialkosten angeht, und der Unterstützung vieler Unternehmen und der Bürger es schaffte, dieses Naturerlebnisbad als Kleinod zu erschaffen. Eine kleine Gruppe von Aktiven, im besten Sinne des Wortes, und ein nicht weg zu denkender Minijobber sorgen dafür, dass alles reibungslos läuft. Das fängt an mit dem hohen Reinigungsaufwand des durch Quellwasser gespeisten Naturerlebnisbades (kein Chlor oder andere chemische Zusätze), geht über fortwährende Wasseruntersuchungen, Instandhaltungsmaßnahmen und vieles andere mehr. Eine Attraktion, vom Wasser abgesehen, der Sprungfelsen, die Ergänzung um eine Wasserrutsche und um ein Soccer- und Volleyballfeld. Der Kleinkindbereich ist derzeit Corona-bedingt nicht in Betrieb.

Der Verein, so Kliegl, habe damals rund 100.000 Euro Kredit aufgenommen, die mittlerweile weitestgehend getilgt seien, so dass man, auch was die Verpachtung der Gaststätte angehe, im Normalfall optimistisch in die Zukunft schauen könne. Die Corona-Pandemie habe natürlich Spuren hinterlassen. Man werde am Jahresende wissen, wo man stehe.

Erfolgreich sei das letzte Jahr mit über 10.000 Besuchern gewesen, während der Rekordsommer 2018 rund 24.000 Menschen aus Nah und Fern angelockt habe. Sehr viele Besucher würden auch von weit außerhalb, teilweise aus dem Rhein-Main-Gebiet, nach Siegbach kommen, um hier die Ruhe, Idylle und das klare Quellwasser zu genießen.

Die Eintrittspreise mit 3 Euro für Erwachsene, 1,50 Euro für Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre seien sehr moderat. Kinder bis zum vollendeten 5. Lebensjahr müssten keinen Eintritt zahlen. Corona-bedingt habe man in diesem Jahr die Öffnungszeiten kürzen müssen, und zwar von 9.00 bis 12.00 Uhr und von 14.00 bis 18.00 Uhr. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde, so Kliegl, sei sehr gut, woraufhin Sommer darauf verwies, dass man wisse, welche Bedeutung das Siegbacher Naturerlebnisbad für die Gemeinde habe. Man sei den Aktiven und den Mitgliedern des Fördervereins sehr dankbar für ihr außergewöhnliches Engagement. Von der kleinsten Gemeinde des Kreises, so Kliegl, erhalte man pro Jahr einen Betriebskostenzuschuss von rund 15.000 Euro, gegebenenfalls zusätzlich 3000 Euro Investitionskostenzuschuss. Für die CDU-Kreistagsfraktion lobte Vorsitzender Hans-Jürgen Irmer dieses außergewöhnliche Engagement eines kleinen Trägervereins. „Man kann nur hoffen, dass sich auch zukünftig genügend Aktive finden, um diese großartige Arbeit im Sinne der Allgemeinheit fortzuführen“, so Irmer abschließend.

80.000 Stunden Arbeit in 15 Jahren

Beeindruckende Zahlen konnte der Vorsitzende des Fördervereins des Oberschelder Schwimmbades, Franz Kern, gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen bei einem Besuch der Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion präsentieren. Als besonderen Gast konnte Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion von Hessen, Ines Claus, MdL, begrüßen, die es sich nicht hatte nehmen lassen, auf Einladung von MdL Jörg Michael Müller an diesem Termin teilzunehmen.

Claus wies darauf hin, dass das Land Hessen im Jahr 2009 das Hallenbad-Förderprogramm HAI in Höhe von 50 Millionen Euro ebenso aufgelegt habe wie 2018 das Programm SWIM mit ebenfalls 50 Millionen, das sich ideal typischerweise eignet, Freibäder zu sanieren. Damit wolle Hessen deutlich machen, welche Bedeutung die Schwimmförderung habe. Diese sei nur möglich, wenn auch entsprechende Bäder zur Verfügung stehen würden. Es bereite, so Claus, Irmer und Müller, große Sorge, dass die Zahl derjenigen, die schwimmen könnten, zurückgehe. Nicht umsonst beklage gerade die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft diesen Umstand. Umso wichtiger sei es, dass genügend Schwimmbäder vorhanden seien, die dankenswerterweise häufig von Ehrenamtlichen mittlerweile betrieben und aufrechterhalten würden.

Dazu gehöre auch das Oberschelder Freibad. Es wurde 1965 gebaut. 2005 war es in seiner Existenz bedroht. Aufgrund dessen habe sich ein Förderverein gegründet, der mittlerweile rund 200 Mitglieder umfasse. Mit den Arbeitsgruppen Bauteam, Bistro und Kassendienst, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit wird die Stadt als Besitzer des Bades unterstützt.  Insgesamt, so Kern, habe man in den 15 Jahren des Bestehens rund 80.000 Stunden ehrenamtlich investiert. Eine überaus beeindruckende Zahl.

Die Zusammenarbeit mit der Stadt Dillenburg sei sehr gut. Corona-bedingt sind die ehrenamtlichen Arbeiten derzeit stark reduziert. Wegen der Zugehörigkeit zur Risikogruppe bei vielen Ehrenamtlichen übernehmen derzeit die Servicebetriebe Kasse und Bistro. Badeaufsicht und Desinfektionsarbeiten verantwortet dauerhaft die Stadt.

Aktiv sind derzeit der Vorstand, das Bauteam und die Öffentlichkeitsarbeit. Aktuelles Projekt des Bauteams war das Gießen einer Betonplatte und das Aufstellen einer Garage für Material und Gerätschaften. Hierzu hat man sich an diversen Samstag-Vormittagen zum Arbeiten getroffen.  

Man danke, so der Vorstand des Fördervereins, den Oberscheldern für große Unterstützung. Seinerzeit habe man für die Zaunsanierung im Dorf und bei Wirtschaftsunternehmen eine Sammelaktion durchgeführt und dadurch 10.000 Euro an Spenden erhalten. Weitere Zaunabschnitte wurden vom Förderverein mit rund 10.000 € gesponsert. Für eine Erweiterung der Spielanlage wurden Zuschüsse von der Region Lahn-Dill-Bergland im Rahmen der LEADER-Förderung geleistet. Der Restbetrag finanzierte der Förderverein aus den Erlösen des Kaffee- und Kuchenverkaufs des Bistros. Das Bistro wurde in Corona-freien Zeiten in Eigenregie betrieben und sehr gut angenommen.

Aktuell gelten Besucherbeschränkungen im Bad. Corona-bedingt gebe es zwei Schichten pro Tag. Beide sind auf jeweils 250 Teilnehmer beschränkt, wobei rund 80 Personen gleichzeitig ins Wasser gehen dürften. Man hoffe sehr, dass sich die Verhältnisse wieder normalisieren. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, seine Stellvertreter Jörg Michael Müller, MdL, Nicole Petersen sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Klaus Bastian und Ronald Döpp, dankten den Ehrenamtlichen für ihr außergewöhnliches Engagement. Diese hätten entscheidend dazu beigetragen, dass in Oberscheld in herrlicher Landschaft ein Schwimmbad-Kleinod erhalten werden konnte und so ausgebaut wurde, dass es gerade auch für Familien und Ausflügler ideal geeignet sei

Seit über 60 Jahren gibt es die Firma Korimat mit den beiden Geschäftsführern Günter Specht und Daniela Kronenburg an der Spitze. Korimat-Autoklaven sind, vereinfacht ausgedrückt, Schnellkochtöpfe in Großformat, die der Lebensmittelkonservierung dienen. Die Behälter umfassen 120, 240, oder auch 380 Liter Fassungsvermögen. Abnehmer sind u. a. Tiernahrungsmittelhersteller, kleine und große Metzgereien, wie auch gastronomische Betriebe. Hergestellt werden die Geräte aus hochwertigem Edelstahl und in Handarbeit. Deshalb habe man Spezialisten in der Produktion, wie Schweißer, Elektriker und Mechatroniker. Erfreulich sei es, dass man keine Probleme habe Fachkräfte zu finden. Dazu beigetragen habe sicherlich auch der Umzug aus einer veralteten Halle in einen Neubau am Standort im Mittenaarer Ortsteil Ballersbach im Sommer 2018. Gefördert wurde dies, so Daniela Kronenburg, unter anderem vom europäischen Fonds für regionale Entwicklung. Ziel der Verlagerung des Firmensitzes sei die Erhöhung der Effizienz im Erstellen der Geräte, aber auch eine Kapazitätserweiterung sowie die damit verbundene Steigerung der Produktivität und kürzere Lieferzeiten für die Kunden.

Für die Geräte besteht eine sehr gute Nachfrage. Gerade in Corona-Zeiten würden zunehmend Metzgereien und Verbraucher beispielsweise wieder auf selbstgemachte Produkte setzen. Durch die Erweiterung, so Specht, habe man jetzt auch einen Seminar- und Vorführraum, der für Seminare und Kochvorführungen genutzt werden kann.

Da man über hochqualifizierte Mitarbeiter verfüge, sei man auch in der Lage ältere Korimat-Geräte grundlegend zu überarbeiten und mit neuer Technik zu versehen.

Bei einem Rundgang durch das beeindruckende Unternehmen konnten sich die CDU-Kreistagsabgeordneten, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Kreisbeigeordneten Hans Jackel und Karl-Heinz Schüler, sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Ronald Döpp, Kerstin Hardt und Nicole Petersen, ein eigenes Bild machen.

Veranstaltungsbranche Corona-bedingt schwer gebeutelt

Um sich einen aktuellen Überblick über die Veranstaltungsbranche zu machen, waren Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, seine Stellvertreterin Nicole Petersen und die Abgeordneten Heiko Budde und Ronald Döpp bei der Firma CB Akustik e.K. in Wetzlar.

Geschäftsführer Benjamin Dehmer informierte die Abgeordneten über die Firma, die vier Festangestellte und im Normalfall 10-20 Aushilfen beschäftigt, sowie über einen Auszubildenden verfügt. Corona-bedingt hat in diesem Jahr die Firma einen 6-stelligen Umsatzrückgang zu verzeichnen. Deshalb habe man Kurzarbeit anmelden müssen sowie staatliche Hilfen in Anspruch genommen, doch dies reiche natürlich nicht aus, so positiv diese Möglichkeiten auch seien. Gleichwohl versuche man mit anderen Formaten entstandene Defizite auszugleichen.

Die Firma, so Dehmer, gäbe es seit 1998 im Bereich der Veranstaltungstechnik mit den klassischen Aufgabenfeldern Beschallung, Beleuchtung und Bühnenbau, aber auch zunehmend mit Videostreaming und anderen Übertragungstechniken, um damit perspektivisch breiter aufgestellt zu sein. Man habe einen breiten Kundenstamm. So sei man im Sportbereich bei der HSG Wetzlar ebenso Dienstleister, wie bei unterschiedlichen Kulturveranstaltungen, bei der Wetzlarer Karnevalsgesellschaft und auch bei Firmen und Privatkunden, wenn größere Veranstaltungen anstehen. Die Anforderung an den Beruf seien in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Deshalb gäbe es seit 1998 den Ausbildungsberuf der Fachkraft für Veranstaltungstechnik. Er selbst, so Dehmer, habe hier seinen Meister gemacht.

Man müsse in der heutigen Zeit in allen Sicherheitsaspekten absolut fit sein, das gelte für die Elektrotechnik genauso, wie für Statik, technisches Know-how und vieles andere mehr.

Angesichts der zurückgegangenen Infektionszahlen hoffe man sehr, dass das Tagungsgeschäft wieder anlaufe, wie beispielsweise Firmenveranstaltungen, Kulturabende und mehr. Man könne auch in der heutigen Zeit – unter Berücksichtigung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen – wieder schöne Veranstaltungen anbieten. Daher der Appell an private wie öffentliche Veranstalter zu überlegen, welche alternativen Formen man nutzen kann, um einerseits der Veranstaltungswirtschaft und den damit eng verbundenen Künstlern und Alleinunterhaltern eine Perspektive zu geben, andererseits aber auch wieder ein Stück in Richtung Normalität zurückzukehren.

Ein kleines Unternehmen mit großen Kunden

Die CDU-Kreistagsfraktion besuchte die Firma Haarmann in Ballersbach, die aufgrund des Neubaus ihren Firmensitz im Jahre 2017 von Bischoffen-Wilsbach nach Mittenaar verlegte und informierte sich über deren Unternehmensphilosophie. Die Firma Haarmann stellt ein kleines, hoch effizientes und modernes Unternehmen dar, welches von Kai-Uwe Walter im Jahre 2009 übernommen wurde.

Von Seiten der Union mit dabei, CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jörg Michael Müller, MdL, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nicole Petersen, die Kreisbeigeordneten Hans Jackel und Karl-Heinz Schüler sowie die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Klaus Bastian, Ronald Döpp und Kerstin Hardt.

Herr Walther wies darauf hin, dass die Firma Haarmann sich seit 1994 bereits mit dem Vertrieb von Produkten aus dem Bereich der Schlauch- und Abdichtungstechnik befasst. Unglaublich viele Produkte benötigen Dichtungen und Schläuche, worüber man sich normalerweise gar keine Gedanken mache. In Form einer Nischenpolitik spezialisiert darauf Lösungen für Kunden zu entwickeln, sei die Stärke des Unternehmens.

Die technische Kompetenz der Mitarbeiter, Flexibilität, Qualität, Produktion durch deutsche Unternehmen und eigene Designentwicklung seien die Markenzeichen der Firma Haarmann. Für ihn, so Kai-Uwe Walther, sei die Kundenzufriedenheit der Maßstab allen Handelns. Dies sei zeitlos richtig.

Die Kunden, für die die Schlauchtechnik und Abdichtungstechnik entwickelt werden, kommen aus unterschiedlichen Bereichen der Industrie. Ob es die Heizkesselindustrie ist, die Brennwerttechnik, die Medizintechnik, die Lebensmittelindustrie, Anlagenbauer, Luft- und Raumfahrttechnik, Schiffsbau oder auch die Hausgeräteindustrie sei, um nur einige zu nennen.

Zu den bekannten Namen zählen AEG, Electrolux, Bosch, Viessmann, Thyssen Krupp, Buderus Edelstahl, Weber Maschinenbau, Safran, Diehl Aircabin oder auch Airbus.

Der Exportanteil liege bei 20%. Da man gleichzeitig eine Breite von unterschiedlichsten Industriesegmenten abdecke, sei man glücklicherweise auch nicht abhängig von einer oder zwei Branchen. Das mache die Stabilität des Unternehmens aus, gepaart mit der Tatsache, dass 80% der Aufträge in Form von kundenspezifischen Lösungen erfolgen und lediglich 20% über Standardlösungen. Deshalb, so Walther abschließend, sehe man der Zukunft trotz Corona-Krise positiv entgegen.