CDU-Kreistagsfraktion zu Besuch in der Fröbel-Schule

27. November 2019

Neubau oder Totalsanierung?

CDU für Erhalt aller Förderschulen

Zu einem Informationsbesuch waren jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion in der Friedrich-Fröbel-Schule im Blankenfeld in Wetzlar, einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung sowie einer Abteilung körperliche und motorische Entwicklung. Schulleiterin Ingrid Lang und ihr Stellvertreter Ansgar Trost empfingen die Abordnung und informierten sie über die aktuelle Entwicklung der Schule.

Im Gegensatz zu früher prognostizierten Zahlen seien die Schülerzahlen in den letzten Jahren deutlich nach oben gegangen – seit dem Schuljahr 2012/13 mit 130 Schülern über 144 im Schuljahr 2017 auf voraussichtlich 166 im kommenden Schuljahr 2020/21. Diese Schülerzahl könne man allerdings nicht mit normalen Schülerzahlen vergleichen, denn die Klassengröße betrage acht Schüler. Man habe derzeit 19 Klassenräume, aber bereits 21 Klassen. Im nächsten Schuljahr kämen noch einmal zwei Klassen hinzu, so dass die räumliche Situation sehr beengt sei.

Die Schule, so die CDU-Vertreter, habe sich  in den letzten Jahren einen ausgezeichneten Ruf als Förder- und damit Fachschule erworben, die versuche, den Schülern, die geistige Beeinträchtigungen hätten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten so viel mitzugeben wie irgend möglich. Bei ausgewiesenen Förderschulpädagogen in kleinen Klassen und mit zusätzlichem Personal könne man im bestimmten Rahmen eine Menge erreichen.

Die Schule selbst gebe es an diesem Standort seit 1984. Damals habe man knapp 100 Schüler gehabt, dann sei die Zahl zurückgegangen mit dem derzeitigen Höchststand von perspektivisch 166. Vor zwei Jahren sei die Schule bereits gebeten worden, sich Gedanken über ein zukünftiges Raumkonzept zu machen. Im Rahmen der Gespräche und der Untersuchungen über den Zustand des Gebäudes habe man dann kreisseitig festgestellt, dass es einen sehr hohen Sanierungsbedarf gebe. Das Dach müsse dringend saniert werden, der Brandschutz sei ein Thema, die Heizung, energetische Überlegungen, Legionellen und manches andere mehr, so dass es Kostenschätzungen bezüglich einer Komplettsanierung gebe sowie Überlegungen eines Architekten in Richtung eines Neubaus.                                                            

Parallel zur Entwicklung der Schülerzahl sei natürlich auch die Zahl der Kolleginnen und Kollegen insgesamt gestiegen, so Lang. Man habe jetzt 60 Kolleginnen und Kollegen und 37 Schulbegleiter, so dass es im Bereich des Blankenfeldes erhebliche Parkplatzprobleme gebe, für die eine Lösung gefunden werden müsse. Das Parken sei, vor allen Dingen im inneren Ring des Blankenfeldes, wo es sehr eng sei, ohnehin problematisch. Hier sei Handlungsbedarf.

Lob gab es von der Schulleiterin für die Reinigungskräfte und den Förderverein, der viel Gutes für die Schule und damit die Kinder in den letzten Jahren bewirkt habe. Das Schulbudget, Kostenbudget und Investitionsbudget, sei gerade so auskömmlich. Das Problem sei, dass das Budget nicht gegenseitig deckungsfähig sei, was in der heutigen Zeit ein Anachronismus sei.

Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreisbeigeordnete Ulla Landau sowie die Kreistagsabgeordneten Nicole Petersen, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck und die Sabine Sommer, Vorsitzende des Fördervereins, erklärten, dass man auf Kreisebene in Form eines Antrages die Gesamtproblematik Neubau oder Sanierung ebenso ansprechen werde wie die Parkplatzproblematik. Gleichzeitig fordere die Union die Kreisregierung auf, ihre Vorstellungen im Schulausschuss den Kreistagsabgeordneten vorzulegen mit dem Ziel, eine für die Schule optimale Lösung zeitnah zu finden.

Hans-Jürgen Irmer, MdB
Fraktionsvorsitzender

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