Schülerzahl im Gegensatz zum Schulentwicklungsplan deutlich gestiegen

Nach 2014, 2015 und 2017 war jetzt erneut eine Delegation der Kreistagsfraktion in der Aßlarer kooperativen Gesamtschule zu Besuch, um sich von der Schulleitung über die aktuelle Entwicklung informieren zu lassen. Schulleiter Peter Schmidt mit dem Schulleitungsteam, bestehend aus Rüdiger Kölbach, Brigitte Boeder, Matthias Hund und Martina Mulch-Waha, informierten die Christdemokraten über die aus ihrer Sicht erfreuliche Entwicklung, denn im Gegensatz zum Schulentwicklungsplan 2017, der für die Schule 633 Schüler prognostiziert habe, habe man aktuell 770 Schüler. Ein Beleg für die hohe und deutlich gestiegene Akzeptanz der Schule und ihr pädagogisches Konzept, das auf der einen Seite eine starke Berufsorientierung für Haupt- und Realschüler umfasse, auf der anderen Seite aber auch für die Begabtenförderung und MINT-Orientierung Gütesiegel erhalten habe, obwohl an der Schule seit über zwei Jahren gebaut werde.

Jede Baumaßnahme sei eine Belastung, aber dies schade der Schülerzahlentwicklung nicht. Man müsse auch feststellen, dass erfreulicherweise Naturwissenschaften, Mathematik- und Recherche-Infozentrum sowie das Bistro fertiggestellt worden seien. Bis zum Sommer nächsten Jahres sollen die letzten Klassenräume optimiert und technisch gut ausgestattet fertiggestellt sein. Danach hoffe man, dass wie angedacht der Bereich Verwaltung und Lehrerzimmer in Angriff genommen werde.

Bistro und Bibliothek würden gut angenommen. Erfreulich auch das rege Interesse von Schülern an Austauschmaßnahmen mit dem europäischen Ausland. So habe man seit fünf Jahren eine neue Partnerschule in Spanien, und gerade sei eine Partnerschaft in Frankreich hinzugekommen. Die Schüler würden gerne an überregionalen Wettbewerben, Workshops und anderem mehr teilnehmen. Dies präge Schüler, aber auch die Schulgemeinde. Natürlich gebe es an jeder Schule auch Probleme. So habe man während der Bauphasen Sachbeschädigungen und Vandalismus erleben müssen. Hier plädiert die CDU einmal mehr dafür, Schulgebäude in der unterrichtsfreien Zeit durch Videoanlagen absichern zu lassen. Dies diene der Prävention auf der einen Seite und biete andererseits eine erhöhte Chance, Vandalen leichter zu identifizieren, sie zu fassen und sie einer Strafe zukommen lassen zu können.

Insgesamt gesehen sei man personell, was die Unterrichtsabdeckung angehe, sehr gut aufgestellt. Sorge bereite jedoch die fehlenden Lehrerstunden für die inklusive Beschulung. Rund zehn Prozent der Schüler hätten unterschiedlichen Förderbedarf. Man habe dafür aber nur einen Förderschullehrer mit 26 Stunden sowie drei FSJler zur Verfügung. Das sei deutlich zu wenig.

Die CDU wies darauf hin, dass es bundesweit zu wenig Förderschullehrer gebe. Deshalb mache es aus ihrer Sicht mehr Sinn, Förderschulen nicht nur zu erhalten, sondern auszubauen. Diese sollten optimal ausgestattet sein, um Kinder, die eine besondere Förderung benötigten, dort in kleinen Gruppen optimal unterrichten zu können. Dies wäre im Interesse der Kinder, aber auch im Interesse des alltäglichen Unterrichts.

Breiteren Raum nahmen auch Fragen der schulischen Entwicklung insgesamt ein. Pädagogen müssten bedauerlicherweise immer mehr Erziehungsaufgaben übernehmen. Der Erziehungsauftrag werde immer mehr an die Schulen delegiert, die dafür nicht ausgestattet seien. Es sei auch nicht deren prioritäre Aufgabe. Daher müsse man an manche Eltern appellieren, ihren Kindern gegenüber den Erziehungsauftrag deutlicher wahrzunehmen, als es manches Mal geschehe.

Der Erfolg der Bildung, so die CDU-Vertreter, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Nicole Petersen, Heiko Budde und Franz-Ludwig Löw, hänge mit entscheidend vom Elternhaus ab. Es mache einen Unterschied, ob es ein bildungsaffines Elternhaus gebe oder eben nicht. Zwar leisteten Kindergärten und Grundschulen eine sehr gute Basisarbeit, aber diese seien nun einmal kein Ersatz für das Elternhaus.  

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

DLRG auf Expansionskurs

Zu einem neuerlichen Besuch waren Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion jetzt zu Gast in der DLRG-Geschäftsstelle in der Spinnereistraße, um sich vom Kreisvorsitzenden Peter Lippel, seinen Stellvertretern Laura Schneider und Steffen Kunz sowie von Thorsten Lebeau über den aktuellen Stand informieren zu lassen. Losgelöst von der Gebäude-Problematik sei man in der DLRG sehr gut aufgestellt. Der Kreisverband, bezogen auf den ehemaligen Kreis Wetzlar, habe steigende Mitgliederzahlen, die derzeit bei 3300 liegen. Die größte Ortsgruppe sei Wetzlar mit 1400 Mitgliedern, die im abgelaufenen sowie im Jahr davor erhebliche Zeit investiert hätten, um Badeseebesuchern ein unfallfreies Freizeitvergnügen zu gewährleisten. So habe man am Dutenhofener See und an der Ulmbachtalsperre in den letzten beiden Jahren rund 3500 Wachstunden geleistet. Hinzu seien ungefähr 850 Stunden des mobilen Wasserrettungsdienstes gekommen. Das alles, so Lippel, erfolge ehrenamtlich. Dies nötige Respekt ab, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Landtagsabgeordneter Frank Steinraths, die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Matthias Bender und Michael Hundertmark.

Positiv auch die regelmäßig angebotenen Schwimmkurse für die Jüngsten, die allesamt sehr gut belegt seien. Das Gleiche gelte auch für den ein oder anderen Erwachsenenschwimmkurs. Für die Arbeit der DLRG sei eine vorhandene Bade-Infrastruktur unerlässlich. Deshalb sei man froh, dass im Lahn-Dill-Kreis in den Kommunen keine Bäder geschlossen würden, denn es wäre einhergehend mit dem Wegfall von Übungsstunden und damit ein Ende der Schwimmkurse. Letztere seien nötig, da bundesweit bedauerlicherweise festzustellen sei, dass die Zahl der Nichtschwimmer steige und dadurch bedingt auch die Zahl der Badeunfälle bis hin zu tödlichen Badeunfällen.

Es sei begrüßenswert, dass das Land Hessen und die Sparkasse Hessen-Thüringen ein Förderprogramm in Absprache mit der DLRG aufgelegt hätten, um die Zahl der Schwimmkursteilnehmer zu erhöhen. Dies habe auch positive Auswirkungen finanzieller Art auf die Arbeit vor Ort. Gleichwohl stoße man hier an zwei Kapazitätsgrenzen. Das eine seien die begrenzten zur Verfügung stehenden Badezeiten für Übungszwecke und das andere sei die Zahl der Übungsleiter. Hier suche man gezielt weiter, um der wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können.

Größtes Problem sei allerdings die nach wie vor unbefriedigende räumliche Situation. Aus Sicht der DLRG sollte geprüft werden, ob nicht bei dem geplanten Feuerwehrneubau im Bereich der Stadt Wetzlar für rund 28 Millionen Euro die DLRG mit untergebracht werden könnte. Man benötige lediglich eine Gesamtfläche von ca.450 Quadratmeter, darunter eine Fahrzeughalle von 200 Quadratmeter, um die Fahrzeuge unterzubringen. Es könnten sich darüber hinaus Synergieeffekte, was die Nutzung von Unterrichtsräumen angehe, ergeben, auch verstärkte gelegentliche gemeinsame Übungen und Absprachen, so dass jede Seite, bei aller bewussten Eigenständigkeit, von dem anderen Partner profitiere.

Die CDU sagte zu, sich für diese Idee im Rahmen eines Prüfantrages, so Michael Hundertmark, zugleich Vorsitzender der CDU-Fraktion Wetzlar, verwenden zu wollen. Die Kreistagsfraktion werde diesbezüglich den Oberbürgermeister anschreiben. Landtagsabgeordneter Frank Steinraths ergänzte, dass er beim Land vorstellig werden wolle mit dem Ziel, zu prüfen, inwieweit ein prinzipieller Zuschuss möglich ist.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Umfangreiches Aufgabengebiet interner und externer Art

Zu einem ersten Gedankenaustausch hat sich jetzt die CDU-Kreistagsfraktion mit den Frauenbeauftragten der Kreisverwaltung des Lahn-Dill-Kreises, Sabine Pfeiffer und Petra Schneider, getroffen, um sich über deren Arbeit zu informieren. Die Aufgabe bezieht sich insgesamt auf die Umsetzung des Grundgesetzes, Artikel 3,2, Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Hierzu besteht beim Lahn-Dill-Kreis eine Fachstelle, das Frauenbüro, in dem beide tätig sind. Dabei gliedert sich die Arbeit in einen externen Bereich, der sich an die Bürgerinnen und Bürger des Kreises richtet, und einen internen Bereich, bei dem die Mitarbeitenden der Kreisverwaltung im Fokus sind.

Frau Pfeiffer, Frauenbeauftragte für den internen Bereich, berichtete, ihre Aufgabe sei die Umsetzung des Hessischen Gleichberechtigungsgesetzes in der Kreisverwaltung zu überwachen und die Dienststelle bei dessen Umsetzung zu unterstützen. Ziele des Gesetzes seien u.a. die Verwirklichung der Chancengleichheit von Frauen und Männern, die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Frauen und Männer sowie die Beseitigung der Unterrepräsentanz von Frauen in den Entgeltgruppen, in denen sie im Verhältnis zu männlichen Beschäftigten weniger vertreten sind. Dies betrifft im Wesentlichen die oberen Entgeltgruppen.

Zu ihren Aufgaben gehört die Unterstützung und Beratung der Dienststelle bei der Erarbeitung des Frauenförderplanes sowie die Mitwirkung bei Stellenbesetzungsverfahren, die Mitarbeit in verschiedenen Arbeitsgruppen, die Mitwirkung bei organisatorischen Fragen und  Dienstvereinbarungen sowie die Beratung von Mitarbeitenden. Dabei hat sie ihren gesetzlichen Auftrag immer im Blick. Ihr Fortbildungsangebot ist ein konkreter Beitrag zur Frauenförderung in der Kreisverwaltung, wobei sich die Veranstaltungen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruft ausdrücklich auch an die männlichen Beschäftigten richten. Ein derzeit aktuelles Thema in der Kreisverwaltung ist der geplante Rundbau. Gemeinsam wird die Auffassung vertreten, dass gerade bei Neu- oder auch Umbauplanungen der Arbeitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten eine große Rolle spielen müssen. Es wird erwartet, dass bei der Frage des geplanten Rundbaues die Überlegungen von Personalrat wie Frauenbeauftragten im Sinne der Beschäftigten rechtzeitig abgefragt und berücksichtigt werden.

Ihr Aufgabenfeld, so erläuterte Frau Schneider, Frauenbeauftragte für den externen Bereich, sei weit gefasst. Grundlage der Arbeit ist die Hessische Landkreisordnung, in der ausdrücklich die Verwirklichung des Verfassungsauftrages der Gleichberechtigung von Frau und Mann als eine Aufgabe der Landkreise festgelegt ist.                                              

Das Frauenbüro des Lahn-Dill-Kreises ist Anlaufstelle bei allen Fragen zur Gleichberechtigung. Konkret bedeutet dies, dass in ihrer Arbeit sehr viele Themen und Probleme des täglichen Lebens behandelt werden, die u.a. in Beratungsgesprächen zutage treten – ob fehlende Kinderbetreuung, Teilhabe am Arbeitsmarkt, Schwangerschaft, Rente oder auch Probleme wie häusliche Gewalt, Entgeltungleichheit, Trennungen und vieles mehr.

Neben der Klärung von Fragen oder ggf. Kontaktvermittlung zu spezialisierten Stellen – das Büro hat hier eine Art Lotsenfunktion – werden Probleme lokalisiert, um daraus eine entsprechende Handlung ableiten zu können und Lösungen zu entwickeln. Unter anderem werden in der Frauen- und Gleichstellungskommission des Kreises, für die die Geschäftsführung beim Frauenbüro liegt, Empfehlungen erarbeitet. Zudem arbeitet Frau Schneider in verschiedenen Gremien des Kreises mit wie z.B. dem Jugendhilfeausschuss, der Steuerungsgruppe Sozialplanung, dem Fahrgastbeirat oder dem WIR-Beirat. Sie organisiert darüber hinaus beispielsweise auch eine Arbeitsgruppe von Beratungsstellen im Lahn-Dill-Kreis und ist eine der Koordinatorinnen des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt. Ziel dabei sei immer, bei Problemen die Bedingungen vor Ort zu verbessern, damit es zu mehr Gleichberechtigung, zu mehr Gerechtigkeit komme.

Beispielsweise werde jetzt aktuell in einer Arbeitsgruppe des Runden Tisches an der Verbesserung eines Verfahrensablaufs zwischen Behörden insbesondere in Fällen, in denen Kinder von häuslicher Gewalt betroffen sind, gearbeitet, um schneller und wirkungsvoller tätig werden zu können.

Neben der Arbeit in Gremien und Arbeitsgruppen oder der Beratung werden im Frauenbüro zudem einzelne Projekte umgesetzt, wie zuletzt eine Veranstaltungsreihe zu „100 Jahre Frauenwahlrecht“ oder Seminare für Frauen im Umfeld von Erwerbstätigkeit. Auch werden einzelne Informationen und Broschüren herausgegeben, derzeit steht etwa eine Neuauflage des Leitfadens „Schwanger?!“ an.

Festzustellen sei, dass man ein sehr weites Arbeitsfeld habe, das auch unter neuen Herausforderungen nicht kleiner, sondern tendenziell eher größer werde. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer MdB, Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nicole Petersen sowie die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Kerstin Hardt sagten zu, im Rahmen der Möglichkeiten der CDU-Kreistagsfraktion diese Arbeit auch in Zukunft unterstützen zu wollen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

      Zum zehnten Mal Volksliedersingen in Münchholzhausen – und von Sangesmüdigkeit keine Spur. Mit 250 Sängerinnen und Sängern, davon die meisten zugegebenermaßen im Jungsenioren- und Seniorenalter, war der große Saal des Bürgerhauses so proppenvoll noch nie. Singen, zumal wenn es um den reichhaltigen Schatz deutscher Volkslieder aus vergangenen Jahrhunderten geht, steht bei den lebensälteren Mitbürgern noch immer hoch im Kurs.

       Aus dem gesamten Lahn-Dill-Kreis und dem benachbarten Kreis Gießen waren das Publikum, das zugleich als großer Chor agierte, in den Wetzlarer Stadtteil gekommen. Dazu eingeladen hatte wie stets der CDU-Kreisverband Lahn-Dill, die Vorbereitung lag, ebenfalls wie immer, in den Händen des CDU-Ortsverbandes Münchholzhausen mit seinem in Sachen Saalausgestaltung, Technik und vor allem der kostenlosen Versorgung mit Kaffee und Kuchen bewährten und mittlerweile eingeübten Team aus Helferinnen und Helfern.

       CDU-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Irmer wies in seiner kurzen Begrüßung auf die wohltuende therapeutische Wirkung des Singens, gerade in der Gruppe, hin. Singen beruhige, Singen mache ausgeglichen, Singen helfe sogar heilen. „Singen ist ein Glücks-Cocktail“, so Irmer. Dann stellte er das Team, der den großen Chor mit Instrumenten begleitenden Musikanten vor:  Armin Müller am Klavier, Dieter Steinruck, Egbert Scharpff und Werner Scherer mit Gitarren sowie Rudolf Lüdemann mit der Steirischen Harmonika. Heike Ahrens-Dietz koordinierte die aus dem Publikum heraus vorgebrachten Liedwünsche. Am Ende waren es 28, von A wie „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ und „Auf der Lüneburger Heide“ quer fast durchs Alphabet bis W wie „Wenn wir erklimmen“ und „Wem Gott will rechte Gunst erweisen“. Und mittendrin ein Lied, das seinen Bekanntheitsgrad nicht zuletzt den „Mainzer Hofsängern“ verdankt und durchaus auch als Motto des 10. Volksliedersingens in Münchholzhausen hätte dienen können: „So ein Tag, so wunderschön wie heute“.

Die Musikanten und die Gastgeber des 10. Volksliedersingens: von links Heike Ahrens-Dietz, Armin Müller, Dieter Steinruck, Michel Steinruck (Technik), Werner Scherer,  Jörg Michael Müller, Egbert Scharpff, Rudolf Lüdemann, Frank Steinraths und Hans-Jürgen Irmer.
Das „Versorgungsteam“ um Friedel Steinruck (2. von links).