CDU-Kreistagsfraktion im Gespräch mit dem Personalrat der Kreisverwaltung

19. August 2019

Mehr Azubis nötig – Mitarbeiter stärker in Planungen einbinden

Nach längerer Pause trafen sich wieder einmal Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion und des Personalrats des Lahn-Dill-Kreises. Auf Personalratsseite waren dabei Vorsitzender Olaf Schmidt, Andrea Volk, Manuela Schupp, Matthias Orth und Detlef Thor. Aus Sicht der Personalvertretung, so Olaf Schmidt, gebe es eine Reihe von Punkten, bei denen Verbesserungsmöglichkeiten gegeben seien. Zentraler Punkt sei die Sicherstellung eines kontinuierlichen Verwaltungshandelns. Dazu benötige man das entsprechende Personal. Man sehe deshalb mit Sorge, dass die Zahl der Auszubildenden mit rund zehn jungen Leuten pro Ausbildungsjahr deutlich zu niedrig sei. Der Landkreis Gießen bilde dreimal so viele aus. Daher sei zumindest eine Verdoppelung fachlich geboten, und zwar im Bereich Verwaltungsfachangestellte und der IT-Ausbildung. Darüber hinaus würde es auch Sinn machen, bei den Kaufleuten für Bürokommunikation beispielsweise einen Ausbildungsabschnitt in den Sekretariaten der Schulen vorzusehen.

Zu bedenken sei, dass laut Personalbericht des Kreises in den nächsten vier bis fünf Jahren rund 150 Mitarbeiter die Altersgrenze erreicht haben werden und es ohnehin eine darüber hinaus gehende Fluktuation gebe. Daher seien die Überlegungen des Personalrates nur zu unterstützen.

Breiteren Raum nahm das Thema der Arbeitsplatzausstattung ein. Hier wäre es aus Gesundheitsgründen heraus sinnvoll, wenn man sukzessive automatisch ergonomisch anzupassende Büromöbel kauft, was durchaus in Form eines Stufenplans umgesetzt werden könnte. Umso wichtiger sei die rechtzeitige Einbindung des Personalrats in weitergehende Planungsüberlegungen, wie beispielsweise aktuell beim Rundbau am Standort Wetzlar. Gerade unter Sicherheitsaspekten würden überschaubare Aufenthaltsbereiche, helle, freundliche, leicht erreichbare Zuwege, Sprechzimmer mit entsprechender Größe und mit Zwischentüren sowie je nach Art der Nutzung auch Notrufsysteme, um im Zweifelsfall Kollegen um Hilfe bitten zu können, benötigt.

Bedauerlicherweise müsse man feststellen, dass verbale Beschimpfungen, Bedrohungen und aggressives Verhalten gegenüber Bediensteten deutlich zugenommen hätten. Eine Auffassung, die die Union, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer (MdB), Kreisbeigeordnete Ulla Landau, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nicole Petersen sowie der Abgeordnete Franz-Ludwig Löw, umfänglich teile.

Was das Thema Reinigungskräfte angehe, begrüße der Personalrat, dass zumindest in einigen Bereichen die Reinigung mit eigenen Kräften erhalten bleibe. Dies müsse selbstverständlich nicht überall geschehen, aber gerade in sensiblen Bereichen sei das sinnvoll. Ausbaufähig seien nach Auffassung der Personalratsvertreter die Möglichkeiten der Telearbeit, also Homeoffice im besten Sinne des Wortes. Diese bestehe zwar theoretisch, werde aber de facto relativ restriktiv gehandhabt. Hier gebe es noch Luft nach oben. Zufrieden sei man mit den Regelungen bezüglich der Gleitzeit von 6.30 bis 20.00 Uhr, im Sommer sogar ab 6.00 Uhr.

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