CDU-Kreistagsfraktion besuchte Tierpark Herborn

6. August 2019

Gute Besucherzahlen/Erweiterung Richtung Parkplatz geplant

Den Tierpark Herborn gibt es in Form seines Vorgängers, dem Vogelpark Uckersdorf, seit 1966. Der Park, der Anfang der 70er Jahre erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich war, wurde bis 2003 von einem Verein betrieben und hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. 2003 schloss der bis dahin betreibende Verein eine Vereinbarung mit der Stadt, wonach die GmbH zu 75 Prozent in der Trägerschaft der Stadt Herborn ist und zu 25 Prozent in der Hand des Fördervereins. Seit 2017 firmiert man unter dem Begriff Tierpark Herborn, weil das Angebot erweitert wurde bzw. noch weiter ausgebaut werden soll. Dies berichtete Parkleiterin Britta Löbig.

Neben den Vögeln wie Störche, Enten, Papageien, Kakadus, Flamingos, Kraniche gibt es mittlerweile eine kleine Welt der Reptilien mit Eidechsen, Schlangen und Sumpfschildkröten. Zu besichtigen gibt es z.B. eine Afrika-Voliere und Lisztaffen, die ansonsten im tropischen Regenwald vorkommen, der, darüber waren sich beide Seiten einig, dringend geschützt werden muss. Der Tierpark bemühe sich, bei Schulklassenführungen und kommentierten Fütterungen die Zerstörung der Regenwälder bei den Besuchern ins Bewusstsein zu rufen und für den Schutz zu werben. Die Erdmännchen, vor allen Dingen deren Fütterung, sind eine Attraktion. Es gibt u.a. ein Streichelgehege, Kängurus, Sittiche und Eulen. Der Tierpark hält auch viele vom Aussterben bedrohte Arten und beteiligt sich an Wiederansiedlungsprojekten und international geführten Erhaltungszuchtprogrammen. Es findet europaweit ein reger Austausch mit anderen Zoos statt.

In den letzten Jahren habe der Tierpark einen relativ festen Bestand von rund 40.000 Besuchern pro Jahr. Zwei Drittel der Betriebskosten könne man mittlerweile selbst erwirtschaften, ein Drittel zahle die Stadt, die dankenswerterweise in der Größenordnung von 170.000 bis 190.000 Euro pro Jahr dabei sei. Die Eintrittspreise seien bewusst moderat gehalten, um gerade Familien zu animieren, sich den wunderschön in die Landschaft eingepassten kleinen Zoo anzuschauen. Sie liegen bei 6 Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder. Man habe aktuell sieben Festangestellte (1 Leitung, 1 Zoopädagoge, 3 Tierpfleger, 1 Handwerker, 1 Verwaltungskraft) plus drei Tierpflege-Azubis, drei Bundesfreiwilligendienstleistende und zehn Minijobber, die alle viel Idealismus mitbringen würden, wobei die Stellensituation ungewöhnlich sei, denn auf eine Tierpflegerstelle erhalte man in der Regel rund 100 Bewerber. Ein Zeichen für die Attraktivität dieses Berufes.                  

Perspektivisch plane man am Standort Richtung Parkplatz eine Erweiterung um rund 1,4 Hektar, um die vorhandenen Tiere besser unterbringen zu können, um Auflagen zu erfüllen, aber auch um zukünftig das Angebot noch erweitern zu können. Hier hoffe man auf Fördergelder der öffentlichen Hand, aus der Leader-Region, vom Land, der Stadt, gegebenenfalls auch dem Kreis, denn der Tierpark Herborn sei einer von vielen interessanten Ausflugspunkten, die die Region insgesamt attraktiver machen.                                 

Mit der Erweiterungsmaßnahme solle dann der Haupteingang verlagert werden. Damit sei auch eine Entlastung der unmittelbaren Anwohner verbunden. Im Zeichen einer guten Nachbarschaft lege man darauf Wert.                                                                                      

Insgesamt, so Löbig abschließend, blicke man mit viel Optimismus und großem Einsatzwillen in die Zukunft. Der Dank gehe an alle für die in der Vergangenheit erwiesene und aktuelle Unterstützung des Tierparks.

Dies gelte auch der CDU-Kreistagsfraktion, die sich mit Hans-Jürgen Irmer, MdB, Fraktionsvorsitzender, Kreisbeigeordneter Ulla Landau, den Fraktionsmitgliedern Anna-Lena Bender, Kerstin Hardt, Nicole Petersen, Klaus Bastian und Heiko Budde, wieder über die aktuelle Situation des Tierparks informierten.

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