600 Kunden in der Region Wetzlar, die hauswirtschaftliche Unterstützung und Versorgung erhalten

Vor 30 Jahren, im Jahr 1989 gegründet als Hausfrauenbund, heute seit zehn Jahren firmierend als Sozialwerk Haushalt und Familie Hessen e.V. mit Sitz in der Kalsmuntstraße in Wetzlar.

Eva Hack, die Vorsitzende, Stephanie Müller, die Assistentin der Geschäftsleitung, und Petra Schmidt, die für die Einsatzplanung verantwortlich ist, gaben den Christdemokraten einen interessanten Ein- und Überblick über die Arbeit des Verbandes, der Mitglied im Deutschen Hauswirtschaftsrat ist. Insgesamt gebe es rund 200 Mitarbeiterinnen, darunter ca. 60 in Wetzlar. Als Hauswirtschaftsmeisterin, Hauswirtschafterin, Familienpfleger, Kranken- und Altenpfleger oder auch Frauen mit Familienerfahrung, die sich um Menschen kümmern, die im Alltag Hilfe benötigen. Das kann eine Familienentlastungsmaßnahme, beispielsweise nach der Geburt, ebenso sein, wie die Arbeit mit dementen Menschen, mit Senioren, die unterschiedliche Pflegegrade haben, aber auch Familien, die mit der Situation überfordert sind. Das Leistungsspektrum geht von der Nahrungszubereitung, über die Wohnpflege, Wäschepflege, Einkauf, Hilfe beim An- und Auskleiden, Unterstützung bei Krankheit der haushaltsführenden Person, Kinderbetreuung, Hausaufgabenunterstützung, aber auch Unterstützung bei Schriftverkehr, Begleitung bei Behördengängen und vieles Andere mehr. Eine interessante Tätigkeit, die einerseits anstrengend ist, weil sie physisch und psychisch belastend sein kann, andererseits aber auch sinngebend, weil man sieht, dass man mit Empathie und mit dem Gespräch sinnstiftend arbeiten kann.

Abgerechnet werden die Leistungen in aller Regel nach Paragraf 45 SGB 11 und der Pflegekasse. Das größte Problem, so Eva Hack, sei es, Mitarbeiterinnen zu finden, obwohl man sehr bemüht sei, attraktive Rahmenbedingungen und flexible Arbeitszeiten anzubieten. Der Bedarf, so die Vertreterinnen des Sozialwerkes abschließend, sei ohne jeden Zweifel da, und er werde in den nächsten Jahren noch steigen. Deshalb sei es so wichtig, gerade den Menschen zu helfen, die häufig alleine lebten und nicht mehr in der Lage seien, alle Arbeiten selbständig auszuführen.                                                                          

Der Dank der CDU, so Irmer, und die Teilnehmer der CDU-Kreistagsfraktion, Nicole Petersen, Heike Ahrens-Dietz, Kerstin Hardt und Franz-Ludwig Löw, gehe an alle Mitarbeiterinnen und natürlich die Geschäftsführung, die sich seit 30 Jahren, auch unter der Vorgängerin Adelheid Hampel, mit viel Engagement schon zu früher Zeit Menschen gewidmet hätten, als das noch nicht so auf der Tagesordnung gewesen sei wie heute. Die Union werde diese Arbeit gerne und aus Überzeugung unterstützen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB
Fraktionsvorsitzender

Erstmalig besuchte eine Delegation der CDU-Kreistagsfraktion Lahn-Dill Johannes Graf von Oppersdorff, um sich über die vielfältigen Nutzungen von Schloss Braunfels informieren zu lassen. Graf Oppersdorff wies darauf hin, dass man sich hinsichtlich der Besucherzahlen natürlich nicht mit Neuschwanstein messen könne, denn die Besucherzahl dort liege bei über einer Million. Andererseits müsse Schloss Braunfels, das immer noch von der Familie bewohnt werde, den Vergleich auch nicht scheuen: Braunfels biete auch im Inneren viele Attraktionen, die während der 50-minütigen Führung hier in der Regel deutlich entspannter besichtigt werden können. Außerdem sei es ungefähr 600 Jahre älter als das von König Ludwig erbaute Neuschwanstein.

Zurzeit würden rund 40.000 Besucher pro Jahr das Schloss besuchen, wobei die Besucher hauptsächlich samstags und vor allen Dingen sonntags kämen. Von November bis Ostern habe man, außer am Wochenende, geschlossen; Gruppenanmeldungen seien allerdings auch im Winter jederzeit möglich. Die Touristen kämen aus ganz Deutschland, aus Europa und den USA, wobei die Unterhaltung des Museums und die Gebäudeunterhaltung eine Herausforderung sei, so Graf Oppersdorff. Rund 20 Schlossführer, davon drei festangestellte, würden die unterschiedlichsten Nutzungsformen gestalten. So gebe es die klassische Schlossführung, die pädagogische sowie die kunsthistorische Führung, die Waffensammlung, das Familienmuseum oder museumspädagogische Führungen für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Erfreulicherweise habe man etwa 10.000 Kinder und Jugendliche pro Jahr. Generell müsse die Werbung verstärkt werden. Auch die Anbindung an das Radwegenetz sei optimierbar. Hier arbeite man aktuell mit dem neuen Braunfelser Bürgermeister Breithecker an Lösungen. Das Verhältnis zur Unteren wie zur Oberen Denkmalschutzbehörde sei insgesamt sehr kooperativ und erfreulich. Kaum zu bewältigende Herausforderungen stellten für den Eigentümer des Gebäudes allerdings die Anforderungen des Brandschutzes dar. Hier wäre es sinnvoll und dringend geboten, dass in bestimmten Fällen Abweichungen, wie sie etwa bis vor kurzem in der Hessischen Bauordnung (HBO) noch vorgesehen waren, wieder möglich würden. Wenn alle heutigen Vorschriften 1:1 umgesetzt werden müssten, müsse man im Grunde sämtliche denkmalgeschützte Burgen, Schlösser und Bauten für den Besucherverkehr schließen. Hier wäre eine Differenzierung sinnvoll und dringend geboten, die die Besonderheiten dieser Kulturdenkmäler berücksichtigt.

Auch die Abschreibungsmöglichkeiten könnten verbessert werden. In früheren Jahren habe es einmal 10 Prozent p.a. gegeben. Dann sei der Abschreibungssatz leider auf 9 Prozent in zehn Jahren gesenkt worden. Jeder, der ein geschütztes Gebäude unterhalte, wisse um den hohen finanziellen Aufwand. Wenn die Unterhaltung dem Staat zufalle, weil es der Private nicht mehr leisten könne, werde es jedenfalls deutlich teurer.

Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreisbeigeordneter Hans Jackel sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Anna-Lena Bender, Kerstin Hardt, Heiko Budde und Tim Schönwetter sagten zu, sich diesbezüglich beim Hessischen Wissenschaftsministerium für entsprechende Lösungen einzusetzen und auch die Abschreibungsanregung an den Finanzminister weiterzugeben.

Ein Besuch, so die CDU-Abgeordneten nach einem Rundgang, lohne sich allemal. Es sei ein Ausflug in die Historie, in die Waffengeschichte, in die Kunstgeschichte, in die geologischen Formationen, in die Heimatgeschichte. Für jeden gebe es etwas zu sehen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Mehr Azubis nötig – Mitarbeiter stärker in Planungen einbinden

Nach längerer Pause trafen sich wieder einmal Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion und des Personalrats des Lahn-Dill-Kreises. Auf Personalratsseite waren dabei Vorsitzender Olaf Schmidt, Andrea Volk, Manuela Schupp, Matthias Orth und Detlef Thor. Aus Sicht der Personalvertretung, so Olaf Schmidt, gebe es eine Reihe von Punkten, bei denen Verbesserungsmöglichkeiten gegeben seien. Zentraler Punkt sei die Sicherstellung eines kontinuierlichen Verwaltungshandelns. Dazu benötige man das entsprechende Personal. Man sehe deshalb mit Sorge, dass die Zahl der Auszubildenden mit rund zehn jungen Leuten pro Ausbildungsjahr deutlich zu niedrig sei. Der Landkreis Gießen bilde dreimal so viele aus. Daher sei zumindest eine Verdoppelung fachlich geboten, und zwar im Bereich Verwaltungsfachangestellte und der IT-Ausbildung. Darüber hinaus würde es auch Sinn machen, bei den Kaufleuten für Bürokommunikation beispielsweise einen Ausbildungsabschnitt in den Sekretariaten der Schulen vorzusehen.

Zu bedenken sei, dass laut Personalbericht des Kreises in den nächsten vier bis fünf Jahren rund 150 Mitarbeiter die Altersgrenze erreicht haben werden und es ohnehin eine darüber hinaus gehende Fluktuation gebe. Daher seien die Überlegungen des Personalrates nur zu unterstützen.

Breiteren Raum nahm das Thema der Arbeitsplatzausstattung ein. Hier wäre es aus Gesundheitsgründen heraus sinnvoll, wenn man sukzessive automatisch ergonomisch anzupassende Büromöbel kauft, was durchaus in Form eines Stufenplans umgesetzt werden könnte. Umso wichtiger sei die rechtzeitige Einbindung des Personalrats in weitergehende Planungsüberlegungen, wie beispielsweise aktuell beim Rundbau am Standort Wetzlar. Gerade unter Sicherheitsaspekten würden überschaubare Aufenthaltsbereiche, helle, freundliche, leicht erreichbare Zuwege, Sprechzimmer mit entsprechender Größe und mit Zwischentüren sowie je nach Art der Nutzung auch Notrufsysteme, um im Zweifelsfall Kollegen um Hilfe bitten zu können, benötigt.

Bedauerlicherweise müsse man feststellen, dass verbale Beschimpfungen, Bedrohungen und aggressives Verhalten gegenüber Bediensteten deutlich zugenommen hätten. Eine Auffassung, die die Union, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer (MdB), Kreisbeigeordnete Ulla Landau, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nicole Petersen sowie der Abgeordnete Franz-Ludwig Löw, umfänglich teile.

Was das Thema Reinigungskräfte angehe, begrüße der Personalrat, dass zumindest in einigen Bereichen die Reinigung mit eigenen Kräften erhalten bleibe. Dies müsse selbstverständlich nicht überall geschehen, aber gerade in sensiblen Bereichen sei das sinnvoll. Ausbaufähig seien nach Auffassung der Personalratsvertreter die Möglichkeiten der Telearbeit, also Homeoffice im besten Sinne des Wortes. Diese bestehe zwar theoretisch, werde aber de facto relativ restriktiv gehandhabt. Hier gebe es noch Luft nach oben. Zufrieden sei man mit den Regelungen bezüglich der Gleitzeit von 6.30 bis 20.00 Uhr, im Sommer sogar ab 6.00 Uhr.

Über 50 Skatfreunde waren der Einladung der CDU Lahn-Dill gefolgt, die ihren 20. Preisskat im Gasthaus Hedderich durchführte. Die Turnierleitung lag in den bewährten Händen von Kreisvorstandsmitglied Kurt Wengenroth, unterstützt von Sascha Panten, Michael Sellerberg und Max Keller. Ihnen galt der Dank vom Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Irmer, der ebenfalls am Turnier teilnahm.

In zwei Runden zu je 48 Spielen wurden die Sieger ermittelt. Mit sehr guten 3131 Punkten gewann Axel Schäfer den 1. Preis in Höhe von 250 Euro sowie einen kleinen Siegerpokal. Außerdem erhielt er den Wanderpokal. Den 2. Platz errang Peter Gude mit 3027 Punkten, gefolgt von Rolf Naumann auf Platz 3 mit 2806 Punkten. Da die Teilnehmer in aller Regel Mitglieder verschiedener Skatclubs oder Hobby-Skatspieler waren, die die Regeln perfekt beherrschen, hatte Oberschiedsrichter Rainer Speier wenig zu tun.

Alles in allem ein schöner Skatnachmittag, bei dem sich MdB Hans-Jürgen Irmer nicht nur über schwarze, sondern auch gelegentlich über rote Bauern als Trümpfe freute. Das Skatturnier im nächsten Jahr findet am 15.08., wie immer am letzten Samstag in den großen Ferien, statt.

Bildunterschrift

Siegerehrung

Unser Foto zeigt die drei Gewinner: v.r. Peter Gude (2. Preis), Cheforganisator Kurt Wengenroth, Axel Schäfer (1. Preis), Rolf Naumann (3. Preis) und CDU-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB.

Pflegefamilien dringend gesucht

Die Aufgabenstellungen des Jugendamtes seien komplex. Die Hemmschwelle, sich an das Jugendamt bzw. die Kinder- und Jugendhilfe zu wenden, sei vergleichsweise groß, obwohl man gezielt versuche, Beratungsangebote unterschiedlichster Art zu machen und Vertraulichkeit zusichere. Man gehe mit viel fachlicher Kompetenz an schwierige Fälle heran, um Bedarfe mit den Hilfe- und Ratsuchenden herauszuarbeiten und Unterstützungsangebote aufzuzeigen. In der Bearbeitung von Kindeswohlgefährdung kann in letzter Konsequenz die Inobhutnahme folgen, wenn alle Hilfs- und Unterstützungsangebote nicht ausreichend erscheinen, die bestehende Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden. Hierbei handelt es sich um eine zeitlich befristete Unterbringung in einer Pflegefamilie oder in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung unterschiedlicher Träger wie das Haus Waldeck, Albert-Schweitzer-Kinderdorf, Kinderheim Haus Zoar in Hüttenberg, der St. Elisabeth-Verein sowie Deutsches Rotes Kreuz in Dillenburg oder Arbeiterwohlfahrt, um nur einige zu nennen.

Die inhaltlichen Anforderungen der Fallarbeit seien komplexer geworden, die Lebenssituationen und Bedarfslagen von Familien veränderten sich und dies könne zunehmend zu Überforderungssituationen führen. Deshalb versuche man mit der notwendigen Empathie familienerhaltende Unterstützungsmöglichkeiten zu erarbeiten, denn eine Unterbringung weg von der Familie sei immer nur Ultima Ratio, in letzter Konsequenz aber manchmal nicht zu verhindern. So seien derzeit im Aufgabenbereich des Adoptions- und Pflegekinderdienstes 220 Pflegekinder in rund 165 Pflegefamilien untergebracht. Wünschenswert wäre es, wenn sich mehr Familien bereit erklären würden, eine solch herausfordernde Tätigkeit zu übernehmen. Jeder könne sich grundsätzlich als Pflegeeltern bewerben. Man lege aber größten Wert auf eine Überprüfung unterschiedlichster Parameter wie Gesundheit, Wohnungsgröße, Einkommen, Empathie und anderes mehr. Für die Unterbringung zahle man den Pflegefamilien als Unterstützung gemäß Pflegegelderlass des Landes Hessen monatlich zwischen 700 und 1000 Euro. Eine Heimunterbringung koste ca. 5000 bis 6000 Euro im Monat. Bevor es soweit komme, versuche man natürlich im Vorfeld alles daranzusetzen, Kinder im familiären Umfeld wie bei Onkel und Tanten, gegebenenfalls Geschwistern oder Großeltern zu behalten, denn die wenn auch zeitlich befristete Wegnahme aus der Familie sei für alle Beteiligten eine Zäsur.                                                                              

Eltern müssten sich im Übrigen, so Katja Ansion-Kollig, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten an den Kosten beteiligen. Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass dies auch völlig richtig sei. Die Zusammenarbeit mit den Behörden insgesamt, ob Justiz, Staatsanwaltschaft, Polizei oder AGGAS, sei gut, so Montag und Ansion-Kollig. Dankbar sei man auch der Polizei für so manche Information, die man im Sinne des Kindes rechtlich einwandfrei erhalten dürfe. Umgekehrt werde es etwas schwieriger, da immer die datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu beachten sind. Hier wäre es aus Sicht der CDU wünschenswert, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Anna-Lena Bender sowie Kerstin Hardt und Michael Hundertmark, wenn auch der Informationsfluss von Jugendamt Richtung Polizei in begründeten Fällen leichter möglich wäre.

Auf die Frage der Unions-Abgeordneten, welche Wünsche man prioritär habe, erklärten beide, dass man die Kinderrechte stärken müsse, zweitens eine „große inklusive SGB VIII-Reform“ befürworte – derzeit sei die Jugendhilfe nicht für alle Kinder und Jugendlichen zuständig – und dass es drittens sinnvoll wäre, die Nebenkostenrichtlinien unbürokratischer und flexibler zu handhaben, um die Arbeit der Pflegefamilien zu erleichtern. Denkbar wäre beispielsweise die Anlage eines finanziell überschaubaren Fonds, aus dem in schwierigen Zeiten nach Prüfung durch das Amt der eine oder andere einmalige Zuschuss für Pflegefamilien geleistet werden könne. Die Union versprach, sich gerade im letztgenannten Bereich aus Zuständigkeitsgründen gerne verwenden zu wollen.



 

Gute Besucherzahlen/Erweiterung Richtung Parkplatz geplant

Den Tierpark Herborn gibt es in Form seines Vorgängers, dem Vogelpark Uckersdorf, seit 1966. Der Park, der Anfang der 70er Jahre erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich war, wurde bis 2003 von einem Verein betrieben und hat sich kontinuierlich weiterentwickelt. 2003 schloss der bis dahin betreibende Verein eine Vereinbarung mit der Stadt, wonach die GmbH zu 75 Prozent in der Trägerschaft der Stadt Herborn ist und zu 25 Prozent in der Hand des Fördervereins. Seit 2017 firmiert man unter dem Begriff Tierpark Herborn, weil das Angebot erweitert wurde bzw. noch weiter ausgebaut werden soll. Dies berichtete Parkleiterin Britta Löbig.

Neben den Vögeln wie Störche, Enten, Papageien, Kakadus, Flamingos, Kraniche gibt es mittlerweile eine kleine Welt der Reptilien mit Eidechsen, Schlangen und Sumpfschildkröten. Zu besichtigen gibt es z.B. eine Afrika-Voliere und Lisztaffen, die ansonsten im tropischen Regenwald vorkommen, der, darüber waren sich beide Seiten einig, dringend geschützt werden muss. Der Tierpark bemühe sich, bei Schulklassenführungen und kommentierten Fütterungen die Zerstörung der Regenwälder bei den Besuchern ins Bewusstsein zu rufen und für den Schutz zu werben. Die Erdmännchen, vor allen Dingen deren Fütterung, sind eine Attraktion. Es gibt u.a. ein Streichelgehege, Kängurus, Sittiche und Eulen. Der Tierpark hält auch viele vom Aussterben bedrohte Arten und beteiligt sich an Wiederansiedlungsprojekten und international geführten Erhaltungszuchtprogrammen. Es findet europaweit ein reger Austausch mit anderen Zoos statt.

In den letzten Jahren habe der Tierpark einen relativ festen Bestand von rund 40.000 Besuchern pro Jahr. Zwei Drittel der Betriebskosten könne man mittlerweile selbst erwirtschaften, ein Drittel zahle die Stadt, die dankenswerterweise in der Größenordnung von 170.000 bis 190.000 Euro pro Jahr dabei sei. Die Eintrittspreise seien bewusst moderat gehalten, um gerade Familien zu animieren, sich den wunderschön in die Landschaft eingepassten kleinen Zoo anzuschauen. Sie liegen bei 6 Euro für Erwachsene und drei Euro für Kinder. Man habe aktuell sieben Festangestellte (1 Leitung, 1 Zoopädagoge, 3 Tierpfleger, 1 Handwerker, 1 Verwaltungskraft) plus drei Tierpflege-Azubis, drei Bundesfreiwilligendienstleistende und zehn Minijobber, die alle viel Idealismus mitbringen würden, wobei die Stellensituation ungewöhnlich sei, denn auf eine Tierpflegerstelle erhalte man in der Regel rund 100 Bewerber. Ein Zeichen für die Attraktivität dieses Berufes.                  

Perspektivisch plane man am Standort Richtung Parkplatz eine Erweiterung um rund 1,4 Hektar, um die vorhandenen Tiere besser unterbringen zu können, um Auflagen zu erfüllen, aber auch um zukünftig das Angebot noch erweitern zu können. Hier hoffe man auf Fördergelder der öffentlichen Hand, aus der Leader-Region, vom Land, der Stadt, gegebenenfalls auch dem Kreis, denn der Tierpark Herborn sei einer von vielen interessanten Ausflugspunkten, die die Region insgesamt attraktiver machen.                                 

Mit der Erweiterungsmaßnahme solle dann der Haupteingang verlagert werden. Damit sei auch eine Entlastung der unmittelbaren Anwohner verbunden. Im Zeichen einer guten Nachbarschaft lege man darauf Wert.                                                                                      

Insgesamt, so Löbig abschließend, blicke man mit viel Optimismus und großem Einsatzwillen in die Zukunft. Der Dank gehe an alle für die in der Vergangenheit erwiesene und aktuelle Unterstützung des Tierparks.

Dies gelte auch der CDU-Kreistagsfraktion, die sich mit Hans-Jürgen Irmer, MdB, Fraktionsvorsitzender, Kreisbeigeordneter Ulla Landau, den Fraktionsmitgliedern Anna-Lena Bender, Kerstin Hardt, Nicole Petersen, Klaus Bastian und Heiko Budde, wieder über die aktuelle Situation des Tierparks informierten.