CDU-Abgeordneter beim VfL Aßlar

8. Mai 2019

Eine an das Fluggelände des VfL Aßlar reichende Wohnbebauung wäre der Tod des VfL

Mit einer gewissen Sorge schaue der VfL Aßlar in die Zukunft, da es Pläne seitens der Stadt Aßlar gebe, im unmittelbaren Umfeld des Vereinsgeländes eine Wohnbebauung vorzusehen. Dies würde dazu führen, dass der VfL seinen Flugbetrieb im Prinzip einstellen müsste. Dies teilte Vorsitzender Heinz Rücker einer Abordnung der CDU-Kreistagsfraktion bei einem Besuch mit. Der Verein für Luftfahrt, so Rücker, gegründet 1932, habe gemeinsam mit den Aßlarer Gleitschirmfliegern rund 300 Mitglieder, pflege eine enge Zusammenarbeit und habe gemeinsame Interessen. Man verfüge auf der Höhe über zwei Hallen, in denen Flugzeuge stünden. Eine eigene Werkstatt sei eingerichtet, das seit 1964 stehende Clubheim sei erweitert und saniert worden. Eine Jugendabteilung für Modellflugbau sei in Vorbereitung.

Der Verein habe bezogen auf Start- und Landebahn entsprechende Genehmigungen vom RP Kassel, Dezernat Luftverkehr. Man benötige dazu sechs unterschiedliche Einzugsschneisen, die je nach Witterung entsprechend genutzt werden müssten. Eine Genehmigung für den Segelflug- und Motorflugbetrieb sowie alle Arten von Leichtflugzeugen liege vor.

Jetzt gebe es zwei Architektenentwürfe bezüglich einer Wohnbebauung, bei denen man merke, dass sie völlig losgelöst von Ortskenntnis entworfen worden seien. Im Entwurf 1 werde das Vereinsgelände südlich und östlich umzingelt. Im Entwurf 2 sei der südliche Teil etwas entschärft worden. Aber auch diese Variante lehne der Verein kategorisch ab. Gegenüber einem deutlich östlicher gelegenen Bereich habe man keine Einwände. Im Übrigen hätte man sich gefreut, wenn sowohl Investor als auch Architekt im Vorfeld einmal auf den Verein zugekommen wären, um sich über dessen Arbeit, Belange und Notwendigkeiten zu informieren.

Ein zweites Problem, so Rücker, könnte unter Umständen dann entstehen, wenn, wie eventuell angedacht, im Bereich der A 45 ein LKW-Stellplatz eingerichtet und entsprechend hohe Lichtpeitschenmasten aufgestellt würden. Der Parkplatz als solcher wäre denkbar. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, erklärte dazu, dass er in seiner Eigenschaft als Mitglied des Deutschen Bundestages bereits den hessischen Verkehrsminister angeschrieben und um Aufklärung diesbezüglich gebeten habe. Die anwesenden Christdemokraten, darunter MdL Frank Steinraths, Dieter Steinruck und Matthias Bender für die Kreistagsfraktion sowie Heiko Budde, Hans-Hermann Scheld, Willi Heidrich, Janis Knetsch, Gerhard Klier  und Rosa Califano waren sich einig, das Ansinnen des VfL Aßlar unterstützen zu wollen.

Es gebe, so die Aßlarer Kommunalpolitiker, noch genügend verfügbare Baugrundstücke. So solle in Berghausen eines aufgelegt werden, so dass die Notwendigkeit, an dieser Stelle in dieser Größenordnung eine Wohnbebauung vorzusehen, nicht gegeben sei.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Vorsitzender

 

 

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