Die nordgriechische Halbinsel Chalkidiki, südöstlich von Thessaloniki mit ihren namhaften archäologischen Stätten, mediterranen Wäldern und fruchtbaren Ebenen, war Ziel einer Reisegruppe der CDU Lahn-Dill mit Begleitung von Kreisgeschäftsführerin Ulla Landau.

Kassandra, Sithonia und Athos heißen die „drei Finger“ der Halbinsel, die die Reiseteilnehmer bei ihren Tagesausflügen unter fachkundiger Führung einer griechischen Reiseleiterin kennenlernten.

Außer in die Stadt Thessaloniki mit dem archäologischen Museum, führte eine weitere  Tagesreise zu den – auf atemberaubender Höhe gelegenen – Meteora Klöstern, die zum Weltkulturerbe gehören. Von der einzigartigen Lage, aber auch von der prachtvollen Innenausstattung der Klöster war die Reisegruppe überaus beeindruckt. Den Zutritt zu den Klöstern wurde den weiblichen Teilnehmerinnen allerdings nur gewährt, nachdem sie – wie auf dem Foto ersichtlich – mit einem langen Überrock über ihren langen Hosen entsprechend gekleidet waren.

Zu den Exkursionen der Reisegruppe zählten die Königsgräber von Vergina mit ihren prachtvollen Gold-, Bronze-,Elfenbeinfunden und einzigartigen Wandmalereien ebenso, wie auch eine Wanderung zur Enipea-Schlucht am Fuße des Olymps, dem größten Gebirge Griechenlands. Der Olymp, der Sitz der olympischen Götter in der griechischen Mythologie, zeigte sich den Teilnehmern mit seinen nahezu 3.000 Meter hohen Gipfeln auch im Mai noch schneebedeckt.

Dem Heiligen Berg Athos konnte man sich bei einer Schiffsreise nur bis auf 500 m von der Küste entfernt nähern, denn die orthodoxe Mönchsrepublik mit autonomem Status unter griechischer Souveränität erlaubt nur den Mönchen selber, und Pilgern zeitlich begrenzt mit einem besonderen Visum, den Zutritt. Für Frauen ist seit über 1.000 Jahren der Zutritt zum Berg Athos gänzlich verboten.

Das Istion Club Hotel & Spa bot mit seiner direkten Strandlage außerhalb des umfangreichen Besuchsprogramms den perfekten Rahmen für luxuriöse, erholsame und unterhaltsame Stunden.

Ulla Landau

Deutschlands berufliche Bildung ist weltweit einzigartig

Breite Diskussion über Parkhaus und Planungsstand

Bei einem ersten gemeinsamen Gespräch mit den Schulleitungen der Theodor-Heuss-Schule, vertreten durch Schulleiterin Evelin Benner, sowie der Käthe-Kollwitz-Schule, ver-treten durch Schulleiterin Monika Lehr, dem Stellvertreter Frank Ernemann und Abteilungs-leiterin Gabi Schäfer, informierte sich eine große Abordnung der CDU-Kreistagsfraktion über den aktuellen Stand der Planungen im Bereich des Schulzentrums.

Zunächst gelte der Dank der Schulen, so Evelyn Benner, dem Einsatz der CDU-Kreistagsfraktion für die jetzige Lösung. Man wisse sehr wohl, dass es ohne die Beharrlich-keit der CDU und auch ihre Kompromissbereitschaft nicht zu diesem Ergebnis gekommen wäre, wie es jetzt einstimmig im Kreistag beschlossen worden sei. Die Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro und der Bauabteilung Schulen im Bereich der Theodor-Heuss-Schule sei, so Benner, ausgesprochen gut. Die vorgelegte Konzeption finde die Zustimmung der schulischen Gremien am neuen Standort in der Spilburg.

Die geplanten Kosten beliefen sich auf rund 35 Millionen Euro für die Goetheschule, 30 Mil-lionen für die Theodor-Heuss-Schule und 24 Millionen für die Käthe-Kollwitz-Schule. Diese Zahlen, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdB, seine Stellvertreter Nicole Petersen und Frank Steinraths, MdL, Kreisbeigeordnete Ulla Landau sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Matthias Bender, Heiko Budde, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck, wür-den allerdings kaum zu halten sein, denn allein der Abriss der Goetheschule sei schon um rund 1,5 Millionen Euro teurer geworden. Der Zeitverzug koste ebenfalls Geld, und prinzi-piell müsste man die Kosten für eine Turnhalle und ein Parkhaus hinzurechnen.

Die Parkplatzproblematik wolle der Kreis offensichtlich durch ein Parkhaus, von dritter Sei-te finanziert, lösen. Abgesehen davon, dass die Zahl der Stellplätze nach jetzigen Erkennt-nissen deutlich zu niedrig sei (für die Theodor-Heuss-Schule benötige man für Lehrer und Schüler insgesamt rund 400 Stellplätze), sei für die CDU nicht akzeptabel, dass die Schüler künftig an den Parkgebühren beteiligt werden sollen, damit der Investor seine Investitio-nen refinanzieren könne, was aus dessen Sicht ein normaler Vorgang sei.

Das Ergebnis werde sein, dass sich die Schüler entsprechenden Parkplätze im Umfeld su-chen und nicht das Parkhaus nutzen. Deshalb benötige man hier eine dauerhafte und ver-nünftige Lösung. Genauso problematisch sei der fremdfinanzierte Bau einer Turnhalle, die sich ebenfalls aus Sicht des Investors amortisieren müsse. Dies bedeute, dass der Kreis die-se anmieten müsse und die große Sorge bestehe, dass Vereine für die Nutzung entspre-chende Gebühren zahlen müssten. Dies sei kein Beitrag zur Vereinsförderung. Man hoffe, so die Union, dass der vom Kreis jetzt avisierte Baubeginn im Herbst 2019 mit der Fertig-stellung 2021 tatsächlich erfolge.

Das Gesamtprojekt Schulzentrum werde von allen Seiten ausdrücklich begrüßt. Es sei ein wichtiger Faktor für die Infrastruktur des Schulstandortes Wetzlar, der auch in Kombination mit der dort ansässigen Technischen Hochschule Mittelhessen ein wichtiger Bildungsfaktor sei. Am Ende der Baukette stehe die Käthe-Kollwitz-Schule, die dann ebenfalls umfang-reich saniert und teilmodernisiert werden müsse. Die Union werde darauf achten, dass die Käthe-Kollwitz-Schule genauso behandelt werde wie die beiden anderen Schulen im Vor-feld. Wichtig sei eine optimale Ausstattung in allen Berufsfeldern inklusive des Küchenbe-reiches für Bäcker, Konditoren, Metzger sowie Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk, denn die duale Ausbildung in Deutschland sei weltweit einzigartig. Darüber hinaus solle die Käthe-Kollwitz-Schule als berufliches Kompetenz- und Oberzentrum für Ernährung, Ge-sundheit, Körperpflege und Sozialwesen weiterhin bestehen bleiben. Deshalb müsse man der beruflichen Bildung auch den entsprechenden Stellenwert beimessen.

Wenn man bedenke, dass man praktisch keine Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland habe, in den Nachbarstaaten Europas, wo es diese duale Ausbildung nicht gebe, eine Jugendar-beitslosigkeitsquoten von 25 bis 35 Prozent vorherrsche, dann werde deutlich, wie wichtig eine qualifizierte berufliche Ausbildung sei. Diese werde an der Käthe-Kollwitz-Schule ex-zellent geleistet. Die Attraktivität eines Schulstandortes falle zusammen mit der Attraktivi-tät und Funktionalität der Räume und dem entsprechend qualifizierten Lehrpersonal. All dies müsse gegeben sein, und gerade im Sinne einer qualifizierten Ausbildung sei es unend-lich wichtig, auch im eher ländlich strukturierten Lahn-Dill-Kreis über ein breit sortiertes Berufsschulangebot zu verfügen. Die Union werde sich aus tiefer Überzeugung für die be-rufliche Bildung stark machen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Eine an das Fluggelände des VfL Aßlar reichende Wohnbebauung wäre der Tod des VfL

Mit einer gewissen Sorge schaue der VfL Aßlar in die Zukunft, da es Pläne seitens der Stadt Aßlar gebe, im unmittelbaren Umfeld des Vereinsgeländes eine Wohnbebauung vorzusehen. Dies würde dazu führen, dass der VfL seinen Flugbetrieb im Prinzip einstellen müsste. Dies teilte Vorsitzender Heinz Rücker einer Abordnung der CDU-Kreistagsfraktion bei einem Besuch mit. Der Verein für Luftfahrt, so Rücker, gegründet 1932, habe gemeinsam mit den Aßlarer Gleitschirmfliegern rund 300 Mitglieder, pflege eine enge Zusammenarbeit und habe gemeinsame Interessen. Man verfüge auf der Höhe über zwei Hallen, in denen Flugzeuge stünden. Eine eigene Werkstatt sei eingerichtet, das seit 1964 stehende Clubheim sei erweitert und saniert worden. Eine Jugendabteilung für Modellflugbau sei in Vorbereitung.

Der Verein habe bezogen auf Start- und Landebahn entsprechende Genehmigungen vom RP Kassel, Dezernat Luftverkehr. Man benötige dazu sechs unterschiedliche Einzugsschneisen, die je nach Witterung entsprechend genutzt werden müssten. Eine Genehmigung für den Segelflug- und Motorflugbetrieb sowie alle Arten von Leichtflugzeugen liege vor.

Jetzt gebe es zwei Architektenentwürfe bezüglich einer Wohnbebauung, bei denen man merke, dass sie völlig losgelöst von Ortskenntnis entworfen worden seien. Im Entwurf 1 werde das Vereinsgelände südlich und östlich umzingelt. Im Entwurf 2 sei der südliche Teil etwas entschärft worden. Aber auch diese Variante lehne der Verein kategorisch ab. Gegenüber einem deutlich östlicher gelegenen Bereich habe man keine Einwände. Im Übrigen hätte man sich gefreut, wenn sowohl Investor als auch Architekt im Vorfeld einmal auf den Verein zugekommen wären, um sich über dessen Arbeit, Belange und Notwendigkeiten zu informieren.

Ein zweites Problem, so Rücker, könnte unter Umständen dann entstehen, wenn, wie eventuell angedacht, im Bereich der A 45 ein LKW-Stellplatz eingerichtet und entsprechend hohe Lichtpeitschenmasten aufgestellt würden. Der Parkplatz als solcher wäre denkbar. Der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Hans-Jürgen Irmer, erklärte dazu, dass er in seiner Eigenschaft als Mitglied des Deutschen Bundestages bereits den hessischen Verkehrsminister angeschrieben und um Aufklärung diesbezüglich gebeten habe. Die anwesenden Christdemokraten, darunter MdL Frank Steinraths, Dieter Steinruck und Matthias Bender für die Kreistagsfraktion sowie Heiko Budde, Hans-Hermann Scheld, Willi Heidrich, Janis Knetsch, Gerhard Klier  und Rosa Califano waren sich einig, das Ansinnen des VfL Aßlar unterstützen zu wollen.

Es gebe, so die Aßlarer Kommunalpolitiker, noch genügend verfügbare Baugrundstücke. So solle in Berghausen eines aufgelegt werden, so dass die Notwendigkeit, an dieser Stelle in dieser Größenordnung eine Wohnbebauung vorzusehen, nicht gegeben sei.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Vorsitzender

 

 

Exzellenter Ruf

Gebäuderenovierung erforderlich

Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion waren jetzt zu Gast in der Wetzlarer Musikschule, um sich vom Vorsitzenden des Vorstandes, Dieter Grebe, und Schulleiter Thomas Sander über die aktuelle Entwicklung informieren zu lassen. Die Wetzlarer Musikschule, so die beiden Vertreter, sei vor über 60 Jahren vom Ehrenbürger der Stadt Wetzlar, Edgar Hobinka, dem Begründer der Patenschaft für das Ostdeutsche Lied, gegründet worden. Sie habe eine stete Aufwärtsentwicklung genommen. Heute habe sie rund 1400 Schüler, 200 mehr als noch vor zwei Jahren. Nach Umstellung von G8 auf G9 seien die Schülerzahlen wieder gestiegen.

Die Schule habe 35 Lehrkräfte, davon ein Drittel als Vollzeitkräfte, ein Drittel Teilzeitmitarbeiter und etwa ein Drittel in Form von Minijobs oder freier Mitarbeiter. Perspektivisch, so Sander, werde es nicht einfacher, qualifizierte Musikpädagogen zu gewinnen, denn die Gehälter, die gezahlt würden, seien gemessen daran, dass die Absolventen erfolgreich ein Hochschulstudium absolviert hätten, überschaubar. Hier wäre es wünschenswert, wenn sich die Landeszuschüsse an die Musikschulen deutlich nach oben bewegen würden. Der Landeszuschuss von 47.000 Euro bei einem Gesamtetat von rund 1,2 Millionen sei überschaubar. Den Löwenanteil machten die Gebühren in Höhe von 733.000 Euro aus. Hinzu kämen Zuschüsse der Stadt von 242.000, des Lahn-Dill-Kreises von 98.000 und Spenden von rund 64.000 Euro. Alles zusammengenommen sei es immer ein Kraftakt, so Grebe, den Etat einigermaßen hinzubekommen. Aus Sicht der CDU, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreisbeigeordnete Ulla Landau, die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Heiko Budde, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck, wäre es wünschenswert, wenn Land und Kreis die Mittel spürbar erhöhen würden, denn die Arbeit in der Musikschule sei weit über die Grenzen der Stadt hinaus anerkannt.

Die Förderung der Musikschule sei für die Union gleichbedeutend mit einer Förderung von Kultur. Kultur sei nicht nur ein weicher, sondern, wenn es richtig gemacht sei, auch ein harter Standortfaktor im besten Sinne des Wortes. Es gebe großartige Initiativen im Lahn-Dill-Kreis, die es noch stärker zu vernetzen und zu vermarkten und in letzter Konsequenz finanziell zu unterstützen gelte. Hierfür werde sich die Union einsetzen, denn Kulturförderung sei auch Standortförderung.

Völlig unbefriedigend sei allerdings der bauliche Zustand des Gebäudes. Der Eingangsbereich wirke ungepflegt und renovierungsbedürftig, die Teppiche an den Treppen seien verschlissen. Das passe nicht zusammen mit der inhaltlich hervorragenden Arbeit, die von den Musikpädagogen und der Schulleitung geleistet werde. Ebenso unbefriedigend sei seit Jahren die Situation des Parkplatzes, der nach wie vor nicht befestigt sei, so dass bei feuchtem Wetter oder stärkerem Regen der entsprechende Schmutz in die Musikschule und auch in die Pkw getragen werde. Und schließlich müsse man auch an die Situation der Behinderten denken. Hier wäre im Parkplatzbereich ein von außen angedockter Aufzug sicherlich denkbar. Diesbezüglich sei allerdings die Stadt in der Verantwortung. Hier hoffe man auf entsprechende Unterstützung.

Im Konzert der 66 Musikschulen innerhalb Hessens, die im Verband deutscher Musikschulen organisiert seien, habe die Wetzlarer Musikschule eine herausragende Funktion, die aber beispielsweise im Bereich der Harfe-Ausbildung ein Alleinstellungsmerkmal für Mittelhessen habe. Zu erinnern seien an die seit fünf Jahren stattfindenden Improvisationstage oder auch die über viele Jahre angebotenen Internationalen Gitarrentage, die allesamt auf eine gute Resonanz gestoßen seien.

Die Musikschule biete ein vielfältiges Angebot. So habe man eine Piepmatz-Gruppe (Eltern-Kind-Gruppe) ab 20 Monaten, die „Rasselbande“, eine musikalische Früherziehung ab drei Jahren, die klassische musikalische Früherziehung ab vier Jahren sowie die musikalische Grundausbildung ab sechs Jahren. Es gebe Angebote für Senioren, die zuvor noch nie ein Instrument gespielt haben, sowie geführte Opern- und Konzertreisen, Einzel- und Gruppenunterricht, diverse Schnupperangebote und rund 30 Angebote im Instrumentalunterricht sowie rund 20 Ensemble- und Ergänzungsfächer, so dass für jeden etwas dabei sei. Deshalb blicke man perspektivisch mit Optimismus in die Zukunft.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender