Zu einem Informationsgespräch konnte die Lahn-Dill-Akademie in Dillenburg jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion in ihrem Haus begrüßen. Die siebenköpfige Delegation um den Bundestagsabgeordneten und Kreistagsfraktionsvorsitzenden Hans-Jürgen Irmer ließ sich von Frank Dworaczek, Betriebsleiter der Lahn-Dill-Akademie, über die Arbeit der kreiseigenen Weiterbildungseinrichtung informieren.
Dworaczek sprach von einem Generationswechsel an der Volkshochschule und stellte den CDU-Abgeordneten die neue pädagogische Leiterin Nadine Maihack-Stanzel vor, die seit Oktober vergangenen Jahres das junge VHS-Team anführt. Maihack-Stanzel konnte über gute Teilnehmerzahlen berichten, die aufgrund sinkender Flüchtlingszahlen (Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache) nur geringfügig zurückgegangen seien. Aktuell zählt die VHS rund 3000 Kursteilnehmer, insgesamt werden jedes Semester über 400 Kurse angeboten.
Die VHS-Leitung erklärte, dass die Kreisvolkshochschule künftig in der Fläche präsenter sein möchte und dazu das Gespräch mit den Kommunen sucht. „Unser Ziel ist es, bis 2020 in jeder Kommune (außer Wetzlar) Kurse anzubieten“, so Maihack-Stanzel. In diesem Zusammenhang berichtete Dworaczek über Nutzungsvereinbarungen mit den Schulen, die sicherstellen sollen, dass der VHS ausreichend Räume zur Verfügung stehen. Dies sei insbesondere von Bedeutung, wenn anstehende Sanierungsmaßnahmen im VHS-Gebäude ausgeführt werden.
Eine Neuausrichtung plant die Lahn-Dill-Akademie im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Noch konsequenter als bislang sollen die digitalen Medien genutzt werden, um Kursteilnehmer zu gewinnen und neue Angebote vorzustellen. Neben einem stetigen Ausbau der Internetseite www.lahn-dill-akademie.de, über die bereits jetzt der Großteil der Anmeldungen erfolgt, soll eine VHS-App den geänderten Nutzergewohnheiten Rechnung tragen. Weiterhin ist die Kreisvolkshochschule sehr aktiv in den sozialen Medien Facebook und Instagram.
Weitere Themen des Treffens waren die Entwicklung der Musikschule und ihre Kooperationen mit der Wilhelm-von-Oranien-Schule und der Musikschule Wetzlar sowie die Rolle der Akademie in der Bildungslandschaft Lahn-Dill. Zum Abschluss ihres Besuches sprachen die Unionspolitiker mit Teilnehmern eines Alphabetisierungskurses und besichtigten die VHS-Küche. Eine Einladung zur „Langen Nacht der Volkshochschulen“, die am 20. September anlässlich des 100. Jubiläums der Volkshochschulen in Deutschland veranstaltet wird, nahm die CDU-Fraktion gerne entgegen.

Foto: Die CDU-Kreistagsfraktion zu Gast in der Lahn-Dill-Akademie mit Betriebsleiter Frank Dworaczek (2.v.l) und der Pädagogischen Leiterin Nadine Maihack-Stanzel (2.v.r.).

58.000 Kundenkontakte – Digitales Beratungscenter hat sich bewährt

Zufriedenstellende Bilanz

Eine große Delegation der CDU-Kreistagsfraktion besuchte jetzt die Sparkasse Dillenburg, um sich über die aktuelle Lage zu informieren. Empfangen wurden sie von Michael Lehr vom Sparkassenvorstand. Die Sparkasse Dillenburg habe, so Lehr, insgesamt rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einige davon in Teilzeit, 20 Auszubildende – im Schnitt sechs bis sieben pro Jahr. Dies wolle man auch in Zukunft fortführen, denn Ziel müsse es letzten Endes sein, damit auch den Bankenschulstandort Dillenburg zu erhalten. Neben der Hauptstelle gebe es im alten Dillkreis 17 Filialen sowie einen mobilen Sparkassenbus. Dieser sei ebenso wie die Filialen mit Geldautomat, Selbstbedienungsterminal und Beratungszimmer ausgestattet.

Sehr bewährt habe sich das vor zwei Jahren eingerichtete digitale Beratungscenter. Es bestehe aus vier Personen, mit denen man per Telefon, Chat oder auch Videochat konferieren könne. Angeboten würden u.a. Kredit-, Wertpapier- oder auch Altersvorsorgeberatung. Das Konzept habe dazu geführt, dass die Zahl der Kundenkontakte von 51.000 im Jahr 2016 auf 58.000 im letzten Jahr angestiegen sei. Ohnehin sei letztes Jahr das beste Zusagejahr bezüglich Krediten für private und gewerbliche Kunden gewesen. Man habe eine Milliarde Kundeneinlagen und eine Bilanzsumme von rund 1,3 Milliarden Euro. Für ein regionales Geldinstitut eine sehr erfreuliche Entwicklung.

Einig war man sich darüber, dass im Zuge der Digitalisierung das bargeldlose Bezahlen zunehmen werde. Allerdings, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, die Kreisbeigeordneten Hans Jackel und Karl-Heinz Schüler, die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Rabea Krämer-Bender, Klaus Bastian und Eberhard Horne sowie Dillenburgs Fraktionsvorsitzender Wolfgang Nickel, werde sich die Union übergeordneten Bestrebungen widersetzen, die partiell zumindest darauf hinauszielten, Bargeld komplett abzuschaffen. „Dies ist gleichbedeutend für den Verlust jeder Individualität und führt in letzter Konsequenz zu einer Totalkontrolle des Menschen, denn jeder Schritt, ob private Einkäufe, Hotelbuchungen, Gaststättenbesuche, Tankstellenbesuche und anderes mehr ist dann zurückzuverfolgen“, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer. Wer das wolle, könne das gerne in Anspruch nehmen. Alle anderen müssten aber auch in Zukunft die Chance haben, auf das bewährte Bargeld zurückzugreifen. Eine Einschätzung, die er, so Lehr, teile.

Man freue sich, auf eine fast 100-jährige Geschichte als regionales Institut zurückblicken zu können. Die Sparkasse sei kerngesund, habe motivierte Mitarbeiter, engagierte Auszubildende und verfüge über eine hohe Beratungskompetenz. Das einzige, was das Gesamtbild trübe, sei die überbordende Regulatorik, die u.a. zu einer extremen Dokumentationspflicht führe, die im Grunde genommen in vielen Fällen in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen stehe.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Ohne das Ehrenamt kann die Gesellschaft nicht funktionieren

(wf). Drei Preise sowie zusätzlich ein Jugendpreis übergaben Hans-Jürgen Irmer, Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Lahn-Dill, und Laudator Hans-Peter Stock, Vorsitzender des Solmser Sängerbundes und Mitglied in der achtköpfigen Jury, an die Gewinner des Ehrenamtspreises 2018. Bereits zum 18. Mal zeichnet der CDU-Kreisverband Lahn-Dill das ehrenamtliche Engagement von Vereinen, Organisationen oder auch Einzelpersonen aus, die sich durch besonderen Einsatz und große Nachhaltigkeit und immer über das „gewohnte Maß hinaus“ für ihre ehrenamtlich übernommene gemeinnützige Aufgabe einsetzen. Und die auf diese Weise zu „Leuchttürmen und Vorbildern“ werden – meist sogar, ohne sich dessen bewusst zu sein.

Als Preisträger wurden im Haus der hessischen Sportjugend“ in Wetzlar ausgezeichnet: Horst Marr, „Macher“ der DSKG Majorettengruppe (500 Euro Anerkennungsprämie) Stockhausen, Jutta Franz, Renate Staudt, Marlene Thielmann und Else Steindorf für ihre ehrenamtliche Seniorenarbeit im „Haus des Lebens“ in Herborn (250 Euro), Karsten Dähnrich vom RSV Büblingshausen in seiner Eigenschaft als Mannschaftsverantwortlicher für Fußball ID und Inklusions-Fußball (150 Euro) sowie die Jugendgruppe des Vogelschutzvereins Fellerdilln (250 Euro).

Die CDU Lahn-Dill, so Vorsitzender Hans-Jürgen Irmer, vergebe ihren Ehrenamtspreis „aus voller Überzeugung“. Es gehe dabei nicht um die kleine finanzielle Gabe, wohl aber um die öffentliche Würdigung und Anerkennung dessen, was die Preisträger, aber auch alle anderen ehrenamtlich aktiven Mitmenschen für die Mitmenschen und damit für Gesellschaft und Staat leisteten. „Ich werbe bewusst für das Ehrenamt und schließe dabei ausdrücklich alle Politiker ein, die sich unentgeltlich in den Gremien von Gemeinden, Städten und Landkreisen für ihre Heimat einsetzten“, so Irmer.

In Hessen seien mehr als 2,1 Millionen Menschen Mitglied in einem Verein, davon über 200.000 aktiv. Nehme man nur fünf Stunden ehrenamtliche Arbeit pro Woche und rechne dies mit dem Mindestlohn hoch, so summiere sich dies alleine in Hessen auf 500 Millionen Euro, bundesweit auf acht Milliarden. „Vater Staat kann dies unmöglich leisten.“ In seinem Grußwort bezeichnete der neue Vorsitzende des Sportkreises Lahn-Dill, Ralf Koch, die Vereine – gleich welcher Art – als „Kitt der Gesellschaft“. Er verwies darauf, das das „Ehrenamt“ per Volksabstimmung sogar in die Hessische Verfassung „gerutscht“ sei. Und er rechnete es der Lahn-Dill-CDU hoch an, dass sie seit nun 18 Jahren ihren Ehrenamtspreis vergibt.

Laut Laudator Hans-Peter Stock dokumentierten 32 eingereichte Bewerbungen um den Preis – im Jahr zuvor waren es 23 – die Breite, in der das Ehrenamt im Lahn-Dill-Kreis aufgestellt sei. Aus den Bewerbungen gehe „das gute Gefühl, sich für andere einzusetzen und zu engagieren“, deutlich hervor. Wie in jedem Jahr fiel der Jury die Auswahl zwischen vielen lobens- und bemerkenswerten Einreichungen nicht leicht. Entscheiden mussten dennoch Erich Schmidt (Bezirksjugendring Wetzlar-Land), Rolf Zobus (Dill-Sängerbund), Michael Stroh (Vorsitzender Feuerwehrverband Wetzlar), Christian Claudi (Malteser Hilfsdienst), Rolf Koch (Sportkreis Lahn-Dill), Hans-Peter Stock (Solmser Sängerbund) sowie Steffen Droß und Edgar Luh (CDU Lahn-Dill).

 

Die Preisträger

Der 1. Preisträger Horst Marr war mehr als 25 Jahre Vorsitzender der Dorf-, Kultur- und Sportgemeinschaft (DKSG) Stockhausen und hat 1993 mit einer kleinen Gruppe Twirling-Begeisterter ein bemerkenswertes Projekt auf die Beine gestellt und die Majoretten wieder in den Turniersport zurückgeführt. So erfolgreich, dass der Verein im kleinen Leuner Stadtteil Stockhausen mit mehr als 80 aktiven Jugendlichen und Kindern nicht nur deutschlandweit der größte in Sachen Twirling geworden, sondern zwischen 2008 und 2017 mittlerweile sechs Mal international für Deutschland an den Start gegangen ist.

Die vier Damen, denen der zweite Preis zuerkannt wurde, investieren pro Jahr etwa 1600 Stunden in die ehrenamtliche Seniorenarbeit rund ums Seniorenzentrum „Haus des Lebens“ in Herborn mit seinen aktuell 89 dort lebenden Senioren. Sie besuchen, betreuen und unterstützen diese auf vielfältige Weise, wollen Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenken, wobei sich Renate Staudt schon seit fast 30 Jahren engagiert und Marlene Thielmann ebenfalls schon vor 25 Jahren dabei war. Vor sieben Jahren kam Jutta Franz, inzwischen auch Vorsitzende des Einrichtungsbeirates, hinzu, vor zwei Jahren dann Else Steindorf.

Karsten Dähnrich, der dritte Preisträger, Abteilungs- und Übungsleiter beim RSV Büblingshausen, betreut und verantwortet seit fünf Jahren innerhalb des Vereins ein ganz besonderes Projekt – als einziges im Lahn-Dill-Kreis -: Fußball ID (Fußball für Menschen mit intellektuelle Beeinträchtigung). Die Trainingsgruppe umfasst fast 30 Teilnehmer, aus der für den jeweiligen Spieltag der Hessenliga Fußball-ID der 15-köpfige Kader zusammengestellt wird. Seit 2017 nimmt der RSV zusätzlich an der 1. Inklusive Fußball-Liga teil, in der auch zwei Spieler ohne Handicap eingesetzt werden dürfen. Die Fußball-ID-Spieler erfahren eine besondere Betreuung durch das RSV-Team und sind gleichberechtigt in alle Vereinsaktivitäten eingebunden.

Die 35 Mitglieder starke Jugendgruppe innerhalb des 1972 gegründeten Vogelschutzvereins Fellerdilln widmet sich in Sachen Natur- und Vogelschutz zahlreichen nachhaltigen Aufgaben und Betätigungsfeldern, deren Inhalte auf die unterschiedlichen Altersgruppen zugeschnitten sind. Ziel aller Arbeit von Ernst Wilhelm Neef und seinem Team ist es dabei, Kinder und Jugendliche für die Natur zu begeistern und bleibendes Interesse zu wecken.

Gruppenbild mit Preisträgern, Jury und Vertreter der CDU Lahn-Dill zum Abschluss der 18. Vergabe des Ehrenamtspreises der CDU Lahn-Dill.

Mitglieder der Stockhausener Majoretten gestalteten die Preisverleihung durch sportliche Darbietungen mit.

 

2000 Stunden ehrenamtliche Arbeit, um alles zukunftsfest zu machen

Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion waren jetzt zu Besuch bei den Segelfliegern von Eschenburg-Hirzenhain, um sich über den aktuellen Stand der Brandschutzmaßnahmen zu informieren. Der Verein bietet Segelflug und Modellflug an und verfügt über eine exzellente Jugendabteilung. Um den Brandschutzauflagen nachzukommen, habe der Verein, so Sissi Schneider, fast 6 Tonnen Holz verbaut in einer Halle, die es seit über 80 Jahren gibt und die von massiven Eisenträgern gehalten wurde. Man habe an Eigenarbeit rund 2000 Stunden investiert und 90.000 Euro ausgeben müssen. Davon habe das Land 15.000 Euro übernommen, der Kreis 4500. Der Rest musste vor Ort durch den Verein erwirtschaftet werden, so der 1. Vorsitzende Achim Schneider. Man habe jetzt eine vorläufige Betriebsgenehmigung erhalten. Die Bauabnahme sei erfolgt. Jetzt gehe es noch um einige Dokumente, die nachgereicht werden müssen.

In dem Kontext appellierten die Vertreter der CDU, darunter Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdB, Eschenburgs CDU-Kreistagsabgeordnete Rabea Krämer-Bender, Kreisbeigeordnete Ulla Landau und Kreistagsabgeordnete Heike Ahrens-Dietz sowie der Vorsitzende der Eschenburger CDU, Hans-Jürgen Reeh, an den Kreis, die endgültige Genehmigung zeitnah zu erteilen, denn was der Verein hier ehrenamtlich geleistet habe, sei  großartig. Das sei Ehrenamt im besten Sinne des Wortes.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

 

 

 

   

 

Ein gesundes klassisches Mittelstandsunternehmen und eine weltweit agierende Firma besuchten jetzt Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion mit der Firma Helmut Kreutz Mahlwerke GmbH in Haiger-Langenaubach. Geschäftsführerin Ulrike Kreutz und Betriebsleiter Dr. Georg Fehringer und sein Team führten die CDU-Abgeordneten durch das Unternehmen, das mineralische Rohstoffe für die keramische, chemische und Feuerfestindustrie aufbereitet, das Ganze seit nunmehr 65 Jahren. Für die Vorzerkleinerung und die Herstellung von Körnungen stehen moderne Brecheranlagen mit integrierten Magnetabscheidern zur Verfügung. Damit können auch sehr harte Stoffe zerkleinert und enteisent werden. Für die eisenfreie Trocken- und Nassmahlung von Rohstoffen stehen zahlreiche Mühlen unterschiedlicher Größe zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die Firma Kreutz auch eine sogenannte Lohnvermahlung an, das heißt, im Auftrag von Kunden werden für diese spezifische Mahlungen durchgeführt.Eine eigene Oxidkeramik-Herstellung rundet das Produktportfolio ab.

Die Firma, so Ulrike Kreutz, sei hervorragend aufgestellt. Man arbeite mit 90 Mitarbeitern im Dreischichtbetrieb. Die Rohstoffe erhalte man weltweit. Der Export liege bei rund 70 Prozent. Man sehe der Zukunft auch deshalb besonders positiv entgegen, weil man mineralische Rohstoffe für die unterschiedlichsten Industriebereiche von Geschirrkeramik bis zu Schaltelementen für Smartphones aufbereitet und somit breit aufgestellt ist. Deutschlandweit sei man ohnehin einzigartig. Deshalb könne das Unternehmen krisenfeste Jobs in der heimischen Region anbieten. Unter anderem bilde man in der eigenen Schlosserei Schlosser aus, wobei es grundsätzlich nicht einfach sei, qualifizierte Arbeitskräfte zu bekommen.

Zur Unternehmensphilosophie gehöre, dass man versuche, verlässliche Mitarbeiter langfristig in die Firmenfamilie aufzunehmen, die mitdenken, sich mit dem Unternehmen identifizieren und im Gegenzug wissen, dass sie einen wohnortnahen und sicheren Arbeitsplatz haben. Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Kreisbeigeordneten Ulla Landau, Hans Jackel, Karl-Heinz Schüler sowie Heike Ahrens-Dietz zeigten sich von den Ausführungen sehr beeindruckt.

Hans-Jürgen Irmer, MdB
Fraktionsvorsitzender

CDU-Kreistagsfraktion im Gespräch mit dem Bauernverband Gießen/Wetzlar/Dill e.V.

Ressourcen schonen – nachhaltig wirtschaften

Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion trafen sich kürzlich zu einem Fachgespräch mit Vertretern des Kreisbauernverbandes. Sie wurden vom Vorsitzenden des Verbandes, Manfred Paul, seinen Stellvertretern Hartmut Lang, Mathias Fritz, Markus Diebel, Geschäftsführer Hans-Martin Sames, Wolfgang Busch, Jürgen Scheld und Daniel Seipp als Jugendlandwirte-Sprecher über aktuelle Probleme informiert, wobei die Landwirte unterschiedliche Betriebe repräsentieren – vom Biobauer bis zum konventionellen, von der Legehenne bis zur klassischen Viehhaltung. Allgemeiner Tenor war, dass die Bürokratie und die Auflagen eindeutig zu hoch und in den letzten Jahren dramatisch gewachsen seien, ohne dass bei jeder Anordnung ein entsprechender Sinn erkennbar sei. Die Aufstellung von Nährstoff-, Dünge- und Fütterungsbilanzen, Kontrolle, ob Notstromaggregate einmal im Jahr gelaufen sind und vieles andere mehr koste nicht nur viel Zeit, sondern auch Geld und Arbeitskraft, die man anderweitig sinnvollerweise investieren könnte. Man spreche sich nicht generell gegen Kontrolle und Auflagen aus, aber es müsse in einem ordentlichen Verhältnis stehen.

Das Problem sei häufig, dass es auf der Bundesebene Verordnungen zum Beispiel für Großtierhaltung gebe, die in Hessen überhaupt nicht vorhanden sei. Trotzdem müsse man die entsprechende Dünge-, Pflanzenschutzverordnung usw. verfolgen, obwohl man im Prinzip nicht betroffen sei. Die Fülle der Auflagen führe im Übrigen dazu, dass im Gegensatz zu Beteuerungen der Politik, man wolle auch den kleinen Landwirt fördern, genau das Gegenteil erreicht werde. Dieser sei unter Zeit- und finanziellen Aspekten gar nicht mehr in der Lage, alle Auflagen, auch die technischer Art, zu erfüllen, so dass es einen klaren Trend zu immer größeren Betrieben gebe. Sorge bereite der Landwirtschaft auch zunehmender Flächenverbrauch, der (teilweise) auch vor guten landwirtschaftlichen Böden nicht Halt mache. Leider sei die Markmacht des LEH so groß, dass kleinere Unternehmen durch den Preisdruck nicht mehr konkurrenzfähig seien.

Wer wirklich Qualität wolle, der sei gut beraten, im Zweifelsfall auf den klassischen Landwirt oder Metzger zu setzen. Dort koste die Milch oder das Kilo Fleisch vielleicht ein klein wenig mehr, aber der Verbraucher wisse, wo es herkomme. Prinzipiell gebe es aber bei den Erzeugnissen keine Qualitätsunterschiede bei biologischem oder konventionellem Anbau. Die Auflagen seien für alle mehr oder weniger gleich.

Im Übrigen gebe es ein sinnvolles, fruchtbares Miteinander und kein wie auch immer geartetes konstruiertes Gegeneinander innerhalb des Berufsstandes.

Weitere Themen des intensiven Gespräches waren die Fragen des Selbstversorgungsgrades im ländlichen Raum, Veredlungsoffensive für den Stallbau, die Probleme der Scheunenmodernisierung im Verhältnis zum überbordenden Denkmalschutz, der Unfug der sogenannten Ausgleichsflächenregelung oder auch das Bergbauernprogramm, aus dem der Lahn-Dill-Kreis fliege, das eigentlich für klimatisch und strukturell benachteiligte Gebiete aufgelegt war. Hier hoffe man von der Landesregierung auf eine entsprechende Intervention in Brüssel.

Insgesamt gesehen, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreisbeigeordnete Ulla Landau, die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Nicole Petersen sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Heiko Budde, unterstütze man die Landwirtschaft gezielt und vor allen Dingen ihr selbst ausgerufenes Ziel einer ressourcenschonenden und nachhaltigen Landwirtschaft.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

„Hessisches Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen“ (HLPUG) in Dillenburg:

Ein fast verborgene, aber hoch effiziente und wichtige Behörde zum Gesundheitsschutz

Eine Landesbehörde besuchte dieser Tage eine Abordnung der CDU-Kreistagsfraktion und der Dillenburger Union mit Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer an der Spitze. Ziel war das HLPUG, wo Amtsleiter Christof Diefenbach, Dr. Alfons Hack als Abteilungsleiter, Frau Bettge-Weller, Fachbereichsleitung Hygiene in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen, Infektiologische Diagnostik, Dr. Anja Hauri, Fachbereichsleitung Meldewesen, Infektionsepidemiologie, Gesundheitsberichtserstattung, und Dr. Jan Henrik Schlattjan, Fachbereichsleiter Umwelttoxikologie und –hygiene, die Christdemokraten informierte.

Das HLPUG hat in insgesamt vier Abteilungen und rund 100 Mitarbeiter. Sitz der Abteilung I „Gesundheitsschutz“ mit knapp 50 Beschäftigten ist Dillenburg. Die anderen drei Abteilungen sind in Frankfurt untergebracht. Die Abteilung 2 befasst sich mit dem Zugang zu akademischen Gesundsheitsberufen mit Anerkennungsverfahren und Berufserlaubnissen und Approbationen. Die Aufgabe der Abteilung 3 ist die Überwachung der Sozialversicherung. Sie prüft Betriebskrankenkassen, AOK, Kassenärztliche Vereinigung und andere Institutionen, während die Abteilung 4 sich mit dem Krebsregister des Landes Hessen befasst.

Die Abteilung 1 mit Sitz in der Wolframstraße in Dillenburg umfasst mehrere Fachbereiche wie zum Beispiel Hygiene in Gesundheits- und Gemeinschaftseinrichtungen sowie infektiologische Diagnostik. Es geht hier beispielsweise darum, infektionsserologische Untersuchungen auf Hepatitiserreger, HIV und Tuberkulose durchzuführen, den Nachweis von Drogen bzw. Medikamenten in Körperflüssigkeiten vorzunehmen, den Nachweis auf molekularbiologische Hepatitis- oder Magendarmerreger zu führen oder auch die kulturelle Untersuchung von menschlichen Proben und Umweltmaterialien auf Erreger wie Bakterien, Viren und Pilze.

Ein weiterer Bereich umfasst die Wasserhygiene. Hier werden mikrobiologische, chemische und physikalische Untersuchungen von Trinkwasser, Badebeckenwasser und Badeseen durchgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt besteht in der Umwelttoxikologie und Umwelthygiene. Hier wird das hessische Sozialministerium als fachvorgesetzte Behörde ebenso wie die 24 Gesundheitsämter in Hessen in Fragen der Umweltmedizin und Umwelttoxikologie beraten. Der Betrieb der Hessischen Trinkwasserdatenbank sowie die Überwachung der hessischen Laboratorien finden hier ebenso statt.

Für den vorbeugenden Gesundheitsschutz ebenso wichtig das Meldewesen, die Infektionsepidemiologie und die Gesundheitsberichterstattung. Hier werden Routineauswertungen, Berichterstattungen für meldepflichtige Infektionskrankheiten vorgenommen, Daten zu meldepflichtigen Erkrankungen verarbeitet und Schuleingangsuntersuchungen ausgewertet.

Personell sei man im Prinzip gut aufgestellt, so die Vertreter der Behörde, wobei es aktuell Schwierigkeiten bereite, zwei Fachärzte für Hygiene zu gewinnen. Wünschenswert wäre, wenn man zeitnah das leergewordene Hausmeisteranwesen für die Verbesserung der Raumsituation nutzen könnte. Irmer sagte in seiner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter zu, sich beim hessischen Sozialministerium dafür verwenden zu wollen.

Die Vertreter der Union zeigten sich mehr als beeindruckt von der hohen fachlichen Kompetenz, Effizienz und Bedeutung der Behörde für das hessische Gesundheitswesen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

 

 

 

CDU-Bundestagsabgeordneter Irmer besuchte Holz- und Technik-Museum in Wettenberg

 Ein lebendiges Mitmachmuseum für Klein und Groß

 Gemeinsam mit Christoph Maitzen vom Vorstand der Wettenberger CDU besuchte der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer dieser Tage das Holz- und Technikmuseum, um sich über die dort ehrenamtlich geleistete Arbeit des „Freundeskreises Holz- und Technikmuseum Wettenberg e.V.“ zu informieren, das vor rund 20 Jahren von einer Bürgerinitiative initiiert wurde. Vorsitzender Dieter Mülich, Museumsleiter und Fördervereinsvorsitzender, sowie Professor Eberhard Seidel, der 2. Vorsitzende, gaben den Unions-Politikern einen Überblick über die Entwicklung.

Ihr Dank gelte den Mitbegründern und fleißigen Mithelfern, aber auch dem Land Hessen, denn Hessen Forst unterstütze mit Personal und einem Kooperationsvertrag dieses für Hessen vermutlich einzige Museum dieser Art. Ihr Dank gehe aber auch an die Gemeinde, die einen jährlichen Zuschuss in Höhe von 20.000 Euro gebe, das großräumige Gelände zur Verfügung stelle und sich zum Erhalt der Gebäude verpflichtet habe. Betriebskosten, Schönheitsreparaturen und anderes mehr würden vom Verein getragen. Pro Jahr würden rund 4000 Stunden in Eigenleistung erbracht. „Ehrenamt“, so Hans-Jürgen Irmer, „im besten Sinne des Wortes“. Er freue sich über den Zuspruch der Besucher, der bei mittlerweile rund 10.000 Personen pro Jahr liege.

Als Renner hätten sich in diesem Kontext Kindergeburtstage erwiesen. So habe man im letzten Jahr über 60 Geburtstage, pädagogisch und organisatorisch begleitet, durchführen können. Ziel sei es, jungen Menschen, aber auch Erwachsenen, die Geschichte des Hauses, die Bedeutung des Waldes, pädagogisch und wissenschaftlich aufbereitet, nahezubringen, das Ganze in Form eines Mitmachmuseums, das auch sehr bewusst Energiefragen nicht ausklammere. Man freue sich sehr, so Mühlig und Seidel, dass zunehmend Klassen von Grund- und weiterführenden Schulen dieses einzigartige Museum besuchten. Man sei als außerschulischer Lernort durch das Kultusministerium zertifiziert, sei ein regionales Umweltbildungszentrum, biete Lehrerfortbildung an und arbeite eng mit dem Naturschutzzentrum Hessen in Wetzlar zusammen.

„Mitmachmuseum“ bedeute, dass Kinder im wahrsten Sinne des Wortes Materialien nicht nur begreifen, sondern auch in der Tischlerei und Drechslerei, zum Beispiel durch Aufbau eines Holzfachwerkhauses, arbeiten können. Kernstück der Ausstellung sei eine Dampfmaschine aus dem Jahr 1937, die in früheren Jahren die Energie in Form von elektrischem Strom für die Sägewerke lieferte.

Herzstück der Ausstellung im Bereich Sägewerk und Zimmerei sei das Sägegatter von 1949, das eindrucksvoll darstelle, wie die gewünschte Schnittbreite für Bretter, Balken und Bohlen eingestellt wird. Abgerundet werde das Gesamtangebot durch einen Seminarraum für 70 Personen für unterschiedlichste Zwecke.

Irmer und Maitzen zeigten sich von der Konzeption des Holz- und Technik-Museums unter dem Aspekt „Erleben, Begreifen, Verstehen“ sehr beeindruckt. „Was hier ehrenamtlich geleistet worden ist, heute personell teilweise unterstützt durch das Land, ist außergewöhnlich. Ein Kleinod in der breitgefächerten Museumslandschaft in Mittelhessen“, so die Unionspolitiker abschließend.

Hans-Jürgen Irmer, MdB