CDU-Kreistagsfraktion besuchte Seniorenzentrum „Alte Lahnbrücke“

9. Mai 2018

Selbstständiges Wohnen mit individuell zubuchbarem Service

Im Rahmen ihrer Besuche von unterschiedlichen Senioreneinrichtungen waren Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion jetzt zu Gast im Seniorenzentrum „Alte Lahnbrücke“, wo sie von der Geschäftsführerin Sabine Ammon, Jan Zimmerschied, Simone Benner und Elisabeth Szenjan begrüßt wurden. „In unserem Hause“, so Ammon, „kann man ein Apartment, in der Regel ca. 30 Quadratmeter groß, Frühstück inklusive, mieten, wobei im Bedarfsfall zusätzliche Dienste wie der Ambulante Dienst oder die Tagespflege genutzt werden können.“ Die Reinigung des Apartments könne man selbst erledigen oder in Auftrag geben. Das Gleiche gelte für die Wäsche oder beispielsweise für zubuchbare Therapien, so dass ganz individuell ein Angebot maßgeschneidert werden könne.

In den sehr geschmackvoll eingerichteten Apartments, die man aber auch unmöbliert mieten kann, um die eigenen Möbel mitzubringen, gibt es ein geräumiges Bad und eine kleine Kochküche mit Kühlschrank. Das öffentlich zugängliche Restaurant kann mittags und abends genutzt werden. Darüber hinaus verfügt das Seniorenzentrum über vier größere Wohnungen für Ehepaare. Der Bedarf könne derzeit nicht gedeckt werden, so Ammon. Zehn Ehepaare stünden auf der Warteliste.

Insgesamt gibt es 82 Wohnungen, davon sind knapp 50 Prozent in kurzer Zeit belegt gewesen. Die Bewohner kommen zu einem hohen Prozentsatz aus Wetzlar und der engeren Umgebung. Volkswirtschaftlich gesehen, so Zimmerschied, sei das Modell teurer, aber für den Bewohner deshalb preiswerter, weil es Zuschüsse zu den Ambulanten Diensten, zur Tagespflege und anderem mehr gebe. Auf der anderen Seite sei die Abrechnung für die Verwaltung wesentlich aufwändiger, da die einzelnen zubuchbaren Module individuell genau abgerechnet werden müssten. Das Alter der Bewohner liege zwischen 60 und 98 Jahren. Viele seien sehr fit und würden auch die Therapie- und Freizeitangebote gerne nutzen. Auf allen Wohnetagen stünden Gemeinschaftsräume für gesellige Stunden mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn bzw. Mitmietern zur Verfügung. Die Gemeinschaftsräume seien unterschiedlich gestaltet, um allen Interessen gerecht zu werden: Von einer Bibliothek bis zum Fernsehzimmer stünden Räumlichkeiten für jedes Hobby zur Verfügung.

Bei einem Rundgang konnten sich Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreistagskollege Frank Steinraths, MdL, Kreisbeigeordnete Ulla Landau und Kreistagsabgeordnete Anna-Lena Bender von der Qualität des Seniorenzentrums „Alte Lahnbrücke“ überzeugen.

Im Sommer werde man, so die Verantwortlichen, über zwei Auszubildende verfügen, wobei perspektivisch fünf bis sechs Auszubildende im Bereich Küche, Pflege und Hauswirtschaft sowie Kaufmann das Ziel seien. Intern lege man Wert auf Fortbildung und Weiterbildung, wobei sich alle Beteiligten einig darüber waren, dass Pflegekräfte entsprechende gesellschaftliche Anerkennung benötigen, denn es sei ein psychisch und physisch anstrengender Beruf. Von den Pflegenden werde erwartet, dass sie zuhören können, verstehen und Empathie mitbringen. Dies bedeute zwingend einen hohen Prozentsatz von deutschen Pflegekräften, die mit unserer Kultur vertraut seien. Darüber hinaus biete man auch Seiteneinsteigern die Chance, im Seniorenzentrum eine Stelle zu finden. Umschulungsmöglichkeiten gebe es durch die Agentur für Arbeit, die diese auch finanzierten. Man sei zuversichtlich, dass das Konzept greife und in den nächsten Monaten eine Vollbelegung erreicht werde.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

 

 

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