Das traditionelle Familienfest der CDU Lahn-Dill fand am Pfingstmontag im Outdoor Zentrum Lahntal, herrlich in der Natur in Greifenstein-Allendorf gelegen, statt. Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Irmer konnte rund 150 Gäste und Mitglieder begrüßen. Sein besonderer Gruß ging an die beiden Landtagsabgeordneten Clemens Reif und Frank Steinraths sowie Landtagskandidat Jörg Michael Müller, Greifensteins Bürgermeister-Kandidat Marc Schmittdiel sowie Leuns Bürgermeister Björn Hartmann. In einer kurzen Ansprache ging Irmer auf die Bedeutung der Landtagswahl am 28. Oktober in Hessen ein. Er sicherte den beiden Kandidaten vollste Unterstützung der Union und aller Gremien zu und wies darauf hin, dass Hessen objektiv eine exzellente Gesamtbilanz vorzuweisen habe. Dies deutlich herauszuarbeiten, werde Aufgabe der Kandidaten im kommenden Wahlkampf sein. Er sei optimistisch, dass Hessen auch weiter von der Union und Volker Bouffier als Ministerpräsident regiert und die beiden Wahlkreise im ehemaligen Dillkreis und im ehemaligen Kreis Wetzlar von der Union mit zwei engagierten und kompetenten Kandidaten gewonnen werden könne.

„Ohne unterschiedliche Formen des Zusammenlebens in irgendeiner Form kritisieren zu wollen, sind für die Union gleichwohl Ehe und Familie von überragender Bedeutung, gerade wenn man an die Zukunft denkt“, machte Irmer zum Thema Familie deutlich.

Für die Kinder hatte Manfred Köhnlein, der Chef des Outdoor Zentrums, ein Programm vorbereitet, das u.a. eine Tierführung sowie Bogenschießen unter Anleitung beinhaltete. Kulinarische Köstlichkeiten rundeten das Gesamtangebot bei Kaiserwetter ab.

 

Hans-Jürgen Irmer

Kreisvorsitzender

 

Dank und Anerkennung für den Dünsberg-Verein

Gemeinsam mit Vertretern der Biebertaler und der Wettenberger CDU besuchte CDU-Bundestagsabgeordneter Hans-Jürgen Irmer das Keltendorf, kurz vor Krumbach gelegen, um sich von Dieter Fähler über die Arbeit des Dünsberg-Vereins und über das Keltengehöft informieren zu lassen. Fähler berichtete über die Gründung des Dünsberg-Vereins und den Bau des Dünsbergturmes 1899, Bauzeit kein halbes Jahr, sowie die Entwicklung des Vereins, der Ende der 60er Jahre 400 Mitglieder hatte und derzeit über 1300 Mitglieder verfügt. 1986 habe man einen archäologischen Wanderweg eingeweiht mit einer Länge von 9 Kilometern. Aus Anlass des 100. Geburtstages habe man 1999 das Keltendorf als erste Maßnahme nachbauen lassen, 2006 ein Speichergebäude, in dem heute eine Dokumentation über die Kelten am Dünsberg zu sehen sei. 2003 sei die Wasserstelle Schulborn ausgegraben worden und anhand der gefundenen Eichenstämme durch die dendrochronologische Altersfeststellung das Alter des Brunnens auf die Zeit von 106 vor Christus bis über 90 vor Christus datieren können.

Heute wisse man, dass es drei Wälle rund um den Dünsberg gab. Den ersten etwa um 800 vor Christus, den letzten um 200 vor Christus, die Blütezeit der Kelten am Dünsberg. Man gehe davon aus, dass im keltischen Oppidum Dünsberg damals ca. 3000 bis 5000 Bewohner lebten. Das Ende der Kelten sei durch die gallischen Kriege eingeläutet worden, wobei es kein klassisches keltisches Reich gegeben habe, sondern nur Volksstämme, wie die Arverner, Galater, die Gallier als die bekanntesten, die Helvetier oder Treverer (Trierer). Leider sei die keltische Geschichte nur mündlich überliefert, so dass es kaum schriftliche Aufzeichnungen gebe.

Die Bauleistungen zur damaligen Zeit seien beeindruckend gewesen. So habe man eine Walllänge von 9 Kilometern festgestellt, der teilweise bis zu 5 Meter hoch und bis zu 4 Meter breit gewesen sei. Im Rahmen der Ausgrabungen unter wissenschaftlicher Mitwirkung der römisch-germanischen Kommission Frankfurt habe man 1999 eine Fülle von Fundstücken ausfindig machen können. Dazu gehörten u.a. Teile von Bewaffnungen, Handwerkszeug, Utensilien für den Ackerbau aus Bronze und Eisen sowie Keramik. Diese Fundstücke, so Fähler, ermöglichten einen Einblick in die Lebenszeit der Kelten und stellten einen Einblick in das tägliche Leben der befestigten, stadtartigen Siedlung dar.

Besonders zu erwähnen seien Erhard Will, der 31 Jahre den Vorsitz des Dünsberg-Vereins innegehabt habe, sowie der Berufsschullehrer Karl Reeh, der Jahrzehnte hobbymäßig den Dünsberg erforscht und bearbeitet habe.

Irmer dankte Fähler für einen sehr interessanten Vortrag sowie dem gesamten Dünsberg-Verein, der diesen Teil deutscher und europäischer Geschichte miterforscht habe, das Wissen um die Vorzeit wachhalte und mit großem Engagement das Gesamtensemble betreue, hege und pflege. „Dies ist ein vorbildliches Beispiel bürgerschaftlichen Gemeinsinns“, so Irmer abschließend, das es anzuerkennen gelte.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Selbstständiges Wohnen mit individuell zubuchbarem Service

Im Rahmen ihrer Besuche von unterschiedlichen Senioreneinrichtungen waren Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion jetzt zu Gast im Seniorenzentrum „Alte Lahnbrücke“, wo sie von der Geschäftsführerin Sabine Ammon, Jan Zimmerschied, Simone Benner und Elisabeth Szenjan begrüßt wurden. „In unserem Hause“, so Ammon, „kann man ein Apartment, in der Regel ca. 30 Quadratmeter groß, Frühstück inklusive, mieten, wobei im Bedarfsfall zusätzliche Dienste wie der Ambulante Dienst oder die Tagespflege genutzt werden können.“ Die Reinigung des Apartments könne man selbst erledigen oder in Auftrag geben. Das Gleiche gelte für die Wäsche oder beispielsweise für zubuchbare Therapien, so dass ganz individuell ein Angebot maßgeschneidert werden könne.

In den sehr geschmackvoll eingerichteten Apartments, die man aber auch unmöbliert mieten kann, um die eigenen Möbel mitzubringen, gibt es ein geräumiges Bad und eine kleine Kochküche mit Kühlschrank. Das öffentlich zugängliche Restaurant kann mittags und abends genutzt werden. Darüber hinaus verfügt das Seniorenzentrum über vier größere Wohnungen für Ehepaare. Der Bedarf könne derzeit nicht gedeckt werden, so Ammon. Zehn Ehepaare stünden auf der Warteliste.

Insgesamt gibt es 82 Wohnungen, davon sind knapp 50 Prozent in kurzer Zeit belegt gewesen. Die Bewohner kommen zu einem hohen Prozentsatz aus Wetzlar und der engeren Umgebung. Volkswirtschaftlich gesehen, so Zimmerschied, sei das Modell teurer, aber für den Bewohner deshalb preiswerter, weil es Zuschüsse zu den Ambulanten Diensten, zur Tagespflege und anderem mehr gebe. Auf der anderen Seite sei die Abrechnung für die Verwaltung wesentlich aufwändiger, da die einzelnen zubuchbaren Module individuell genau abgerechnet werden müssten. Das Alter der Bewohner liege zwischen 60 und 98 Jahren. Viele seien sehr fit und würden auch die Therapie- und Freizeitangebote gerne nutzen. Auf allen Wohnetagen stünden Gemeinschaftsräume für gesellige Stunden mit Angehörigen, Freunden oder Nachbarn bzw. Mitmietern zur Verfügung. Die Gemeinschaftsräume seien unterschiedlich gestaltet, um allen Interessen gerecht zu werden: Von einer Bibliothek bis zum Fernsehzimmer stünden Räumlichkeiten für jedes Hobby zur Verfügung.

Bei einem Rundgang konnten sich Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kreistagskollege Frank Steinraths, MdL, Kreisbeigeordnete Ulla Landau und Kreistagsabgeordnete Anna-Lena Bender von der Qualität des Seniorenzentrums „Alte Lahnbrücke“ überzeugen.

Im Sommer werde man, so die Verantwortlichen, über zwei Auszubildende verfügen, wobei perspektivisch fünf bis sechs Auszubildende im Bereich Küche, Pflege und Hauswirtschaft sowie Kaufmann das Ziel seien. Intern lege man Wert auf Fortbildung und Weiterbildung, wobei sich alle Beteiligten einig darüber waren, dass Pflegekräfte entsprechende gesellschaftliche Anerkennung benötigen, denn es sei ein psychisch und physisch anstrengender Beruf. Von den Pflegenden werde erwartet, dass sie zuhören können, verstehen und Empathie mitbringen. Dies bedeute zwingend einen hohen Prozentsatz von deutschen Pflegekräften, die mit unserer Kultur vertraut seien. Darüber hinaus biete man auch Seiteneinsteigern die Chance, im Seniorenzentrum eine Stelle zu finden. Umschulungsmöglichkeiten gebe es durch die Agentur für Arbeit, die diese auch finanzierten. Man sei zuversichtlich, dass das Konzept greife und in den nächsten Monaten eine Vollbelegung erreicht werde.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

 

 

Recht und Gesetz entschlossen durchsetzen