Ein Hightech-Unternehmen, das sich auf dem Weltmarkt bewährt hat

Klares Bekenntnis zum Standort Deutschland

 

Im Rahmen ihrer Betriebsbesichtigungen waren jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion bei der Firma OCULUS in Dutenhofen. Geschäftsführer Rainer Kirchhübel informierte die Besucher über die aktuelle Situation. Das Unternehmen, so Kirchhübel, sei 1895 in Berlin gegründet, 1932 in OCULUS umbenannt worden und seit 1947 in Mittelhessen angesiedelt. Das Sehen zu erhalten, so Kirchhübel, sei die Berufung seines Unternehmens. Die Firma OCULUS entwickele und fertige ophthalmologische Instrumente, die das Ziel hätten, dem Augenarzt Diagnosen zu erleichtern, Fehlentwicklungen zu erkennen und durch entsprechende passgenaue Brillen die Sehfähigkeit möglichst optimal zu erhalten. Auch Augenoptiker und Arbeitsmediziner gehörten zum OCULUS Kundenkreis. Zur großen Bandbreite der hergestellten Geräte gehörten die Universal-Messbrille zur subjektiven Refraktion genauso wie das Perimeter zur Prüfung des Gesichtsfeldes, das Sehtestgerät zur Prüfung des Sehvermögens, der Topograph zur Vermessung der Hornhautvorderfläche, der Scheimpflug-Tomograph für die Untersuchung des vorderen Augenabschnittes, das Tonometer zur Augendruckmessung und zur Beurteilung der biomechanischen Eigenschaften der Cornea oder ein Weitwinkelbeobachtungssystem für die Glaskörper-Chirurgie.

 

Das Unternehmen habe aktuell rund 350 Mitarbeiter. Es exportiere in rund 80 Länder weltweit und habe darüber hinaus einen flexiblen und schnellen Einsatz vor Ort durch geschultes Personal organisiert. Neben den Hightech-Produkten, die die Grundlage für den Erfolg darstellten, seien Service, Beratung sowie Forschung und Entwicklung die Grundlagen für den Erfolg. Im Bereich der diagnostischen Geräte sei man weltweit auf hohem Niveau angesiedelt. Wichtig für ihn, so Kirchhübel, sei auch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen sowie die Nachwuchsgewinnung. Hier verfüge man über eine eigene Lehrwerkstatt, die Garant für höchst qualifizierten Nachwuchs sei. Pro Lehrjahr würden etwa fünf bis sieben junge Menschen als Mechaniker, Elektroniker, Kaufleute und anderes mehr ausgebildet. Seit 1949 seien über 300 junge Leute hochqualifiziert ausgebildet worden.

„Mehrere Umbauten – zuletzt 2014 – wurden am OCULUS Gebäude vorgenommen“, so Geschäftsführer Kirchhübel, „um den Anforderungen gerecht zu werden. Am aktuellen Hochregallager wurde einer der größten Sehteste der Welt angebracht. Er ist auf eine Distanz von 1.500 Meter gerechnet. Der Referenzpunkt dazu befindet sich in der Nähe des Modellflugplatzes unweit der L3451. OCULUS hat hier extra ein Grundstück erworben, um eine Testplattform zu gestalten. Von dieser aus hätte jeder die Möglichkeit, anonym einen Sehtest für die Ferne durchzuführen. Leider hat das Wetzlarer Parlament – und vor allem das Umweltbüro – Auflagen aufgestellt, nach denen OCULUS dieses Projekt erst einmal gestoppt hat.“

 

Die Bedeutung des Sehens nehme in einer älter werdenden Gesellschaft zu. Die Zahl der Optiker und Augenärzte werde weltweit steigen, wobei in Deutschland die derzeitige Zahl von 5500 Augenärzten aus Altersgründen und derzeit fehlendem Nachwuchs zurückgehen werde. Dies bedeute zugleich, dass man sich weltweit präsentieren müsse. So beteilige man sich an insgesamt 150 Messen. Dafür stehe ein eigener Werbeetat in der Größenordnung von 1,5 Millionen Euro zur Verfügung. Wenn man an der Spitze des Fortschritts der Technologie bleiben wolle, sei dies allerdings notwendig. Bezüglich der weiteren Entwicklung sehe er, so Kirchhübel abschließend, optimistisch in die Zukunft. Man sei auf dem Weltmarkt im oberen Bereich und habe einen entsprechenden Ruf. Das Familienunternehmen sei durch die Kinder, die bereits im Unternehmen tätig seien, für die Zukunft gesichert.

 

In diesem Kontext gab Kirchhübel ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland ab. Sorge mache allerdings die Energieversorgung mit alternativer Energiegewinnung aus Sonne, Wind und Biomasse, die nicht konstanten Strom garantiere, der für Industrie 4.0 auf hohem Niveau dringend notwendig sei. Die hohe Fertigungstiefe mit modernster Technologie bei OCULUS setze auf 100 Prozent garantierte Energieversorgung zu einem akzeptablen Preis. OCULUS erweitere gerade seine Tätigkeit in USA und würde dort den Strom zu 1/3 des Preises von Deutschland bekommen. Dies schließe eine Fertigung in USA nicht aus. OCULUS Produkte gehörten weltweit zum höchsten Standard, „das wollen wir erhalten und ausbauen, dafür muss allerdings das Umfeld passen“, so Kirchhübel.

 

Die Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Frank Steinraths, MdL, sowie die Kreistagsabgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Heiko Budde, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck, zeigten sich nach dem Gespräch und dem Rundgang beeindruckt. Es gebe erfreulicherweise viele Firmen im Lahn-Dill-Kreis, die in ihren jeweiligen Segmenten nationaler und internationaler Spitzenreiter seien. Damit würden entsprechende Arbeitsplätze nicht nur gehalten, sondern auch neue geschaffen, wie man am Beispiel der Firma OCULUS bestens darstellen könne.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Gemeinsames berufliches Kompetenzzentrum das Ziel –

Um- und Neubauten machen fit für die Zukunft

 

Um sich einen Überblick über die aktuellen Um- und Neubaumaßnahmen zu verschaffen, besuchten jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion die Kaufmännischen und Gewerblichen Berufsschulen in Dillenburg. Bei einem Rundgang informierten Schulleiter Jonas Dormagen von den Gewerblichen Berufsschulen, Abteilungsleiter Burkhard Schneider und Schulleiter Matthias Riedesel von den Kaufmännischen Berufsschulen die Besucher über den Stand der Arbeiten. Neue pädagogische Konzepte konnten dabei ebenso umgesetzt werden wie neueste technische Errungenschaften. Denn parallel zur baulichen Sanierung wird auch die technische Ausstattung, die gerade für eine Gewerbliche Berufsschule von Bedeutung ist, ebenso auf den neusten Stand gebracht wie der IT-Bereich, der für die Kaufleute besonders wichtig ist. Die neuen Räumlichkeiten mit viel Glas, Lerninseln und viel Offenheit – Transparenz sei ausdrücklich gewünscht – vermitteln einen freundlichen Eindruck, so dass die Voraussetzung für eine gute Lernatmosphäre bestens gegeben ist.

Die CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Kreistagsabgeordneten Kerstin Hardt, Rabea Krämer-Bender, Dillenburgs Kreistagsabgeordneter Eberhard Horne, Kreisbeigeordneter Karl-Heinz Schüler sowie Franz-Ludwig Löw, Armin Müller und Dieter Steinruck, zeigten sich von der Entwicklung der Schulen beeindruckt. Die Sanierungs- und Umbaumaßnahmen, so die CDU-Vertreter, seien zwingend nötig gewesen. Man habe über Jahre hinweg, auch durch Anträge im Kreistag, darauf hingearbeitet, dass sich die räumliche und bauliche Situation verbessert. Herr Riedesel und Herr Dormagen bedankten sich in diesem Zusammenhang ausdrücklich für dieses Engagement der Union.

Beide Schulleiter machten in dem Gespräch deutlich, dass sie ihre Schulen zu einem beruflichen Kompetenzzentrum, einem Campus, weiterentwickeln wollen. Die Kooperation sei exzellent. Ebenso versuche man gezielt, die Kooperation mit außerschulischen Trägern, wie der Technischen Hochschule Mittelhessen, der großen Bandbreite hervorragender Industriebetriebe, IHK, Kreishandwerkerschaft u.a. zu intensivieren. Beide Schulen verfügten zusammen über rund 3500 Schüler, die durch die berufliche Ausbildung bedingt nicht an jedem Tag in der Schule seien. Die Schülerzahl insgesamt sei sehr stabil, die personelle Versorgung durch das Land Hessen sehr gut. Wenn jetzt noch die Baumaßnahmen perspektivisch in zwei bis drei Jahren abgeschlossen seien, dann könne man mit viel Optimismus in die Zukunft schauen.

Gleichwohl gebe es Probleme bezüglich der Parkplatzsituation für die Schüler, die nach wie vor völlig unbefriedigend sei. Man benötige mindestens 400 Parkplätze. Auch hier gelte der Dank der CDU-Kreistagsfraktion, die in den letzten Jahren mehrfach Initiativen diesbezüglich gestartet habe, die leider an der Mehrheit im Kreistag gescheitert seien. Man werde aber, so Irmer, nicht lockerlassen. Probleme seien dazu da, gelöst und nicht verschoben zu werden.

Bezüglich der zukünftig zu gestaltenden Außenanlage gehe man davon aus, dass der Schulträger die Schulen rechtzeitig einbinde. Darüber hinaus wünsche man sich noch mehr Unterstützung durch den Schulträger im IT-Bereich, der für die Zukunft von entscheidender Bedeutung sei. Die vorhandenen Fachkräfte des Schulträgers arbeiten grundsätzlich sehr engagiert und kompetent mit den Schulen zusammen. Aber aufgrund der Vielzahl der zu betreuenden Schulen im Lahn-Dill-Kreis wäre es wünschenswert, wenn hier der Schulträger noch mehr Fachkräfte im IT-Bereich für die Schulen zur Verfügung stellen könnte. Hier sei das Stichwort Industrie 4.0 genannt. Die IT-Infrastruktur müsse noch optimiert werden. Unbefriedigend sei, dass man z. B. aus dem Lehrerstundendeputat bzw. aus dem Schulbudget derzeit einen IT-Support leisten müsse, was nicht Kernaufgabe der Pädagogen sei. Man sei zwar fachlich dazu in der Lage, Priorität hätten jedoch Unterrichtsversorgung und pädagogische Arbeit. Gleichwohl sei man dem Schulträger und allen Fraktionen des Kreistages dafür dankbar, dass nach so vielen Jahren des Wartens jetzt die entsprechenden Bau- und Sanierungsmaßnahmen ergriffen werden konnten.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

Gute Arbeitspakete geschnürt

Christliche Botschaft ist die Grundlage unserer Gesellschaft

Wetzlar (idea) – Die christliche Botschaft bildet die Grundlage unserer Gesellschaft. Diese Meinung vertrat der
hessische CDU-Landtagsabgeordnete Frank Steinraths (Wetzlar) bei einem Besuch der Evangelischen
Nachrichtenagentur idea (Wetzlar). „Würden mehr Menschen nach den Werten leben, die Jesus Christus uns
mitgegeben hat, wäre der Umgang miteinander entspannter“, so der 44-Jährige. Steinraths beobachtet ein
„Ausfransen“ und eine Individualisierung der Gesellschaft. Dabei gingen Gemeinschaftsdenken und gesellschaftliches
Engagement verloren. In vielen Fragen herrsche Gleichgültigkeit. Das beginne häufig schon bei der Kindererziehung,
die immer mehr auf staatliche Betreuungseinrichtungen abgewälzt werde. Schulen und Kindergärten seien damit
allerdings überfordert. Steinraths begrüße daher, dass die hessische Landesregierung erstmals flächendeckend 700
Stellen zur sozialpädagogischen Unterstützung an Schulen zur Verfügung stelle. Auch die Abschaffung der
Kindergartengebühren in Hessen ab dem 1. August sei ein richtiger Schritt. Allerdings ersetze das die elterliche
Verantwortung keineswegs. Gerade die frühkindliche Erziehung vor dem dritten Lebensjahr sei enorm wichtig: „Ich
wünsche mir, dass mehr Eltern ihre Kleinkinder zu Hause betreuen, auch wenn das finanziell schwierig ist.“ Allerdings
ecke man mit dieser Meinung oft an. „In der öffentlichen Debatte wird einem dann Rückständigkeit und ein veraltetes
Familienbild vorgeworfen.“
Kirche muss politisch sein, aber …
Trotz der Einführung der „Ehe für alle“ und der Debatte über die Abschaffung des Werbeverbots für Abtreibungen
hält Steinraths christliche Positionen nach wie vor für mehrheitsfähig. Kritik übte er an den evangelischen Kirchen:
„Die Repräsentanten sind bei gesellschaftlichen Entwicklungen teilweise vor dem Mainstream unterwegs.“ So sei die
evangelische Kirche beispielsweise bei der Einführung der „Homo-Ehe“ vorgeprescht. Zwar müsse Kirche politisch
sein und solle sich einmischen – aber nicht parteipolitisch. Steinraths – Sohn eines freikirchlichen Pastors – gehört zur
Freien evangelischen Gemeinde Wetzlar, in der er ehrenamtlich aktiv ist. Im November 2017 übernahm er als
Nachrücker das Landtagsmandat von Hans-Jürgen Irmer (65), der als CDU-Direktkandidat in den Bundestag gewählt
worden war. Seinen Beruf als Betriebsratsvorsitzender bei der Firma Robert-Bosch-Lollar-Guß in Lollar (bei Gießen)
behält Steinraths mit einer halben Stelle bei. Ehrenamtlich engagiert er sich im Evangelischen Arbeitskreis der CDU
(EAK), als Kreisvorsitzender in der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), in der
Lebensrechtsbewegung Christdemokraten für das Leben (CDL) sowie als CDU-Kreistagsabgeordneter und Mitglied
des geschäftsführenden CDU-Kreisvorstands.
© 2018 idea e.V.

 

Eine der ältesten Einrichtungen – aber auf neuestem Stand

Um sich einen Überblick über die aktuelle Situation in Alten- und Pflegezentren zu verschaffen, waren jetzt Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion im Altenzentrum der Stadt Wetzlar. Der Grundstein für das heutige Altenzentrum wurde 1975 im Herzen der Stadt gelegt, so Geschäftsführer Harald Seipp und Heimleiter Michael Jahn. Zentral gelegen, dennoch ruhig. Die Altstadt erreicht man in wenigen Minuten und die City-Bus-Haltestelle ist nur 50 Meter entfernt. Heute, so Jahn, habe man 149 Plätze für alle Pflegestufen sowie sechs Kurzzeitpflegen, außerdem einen Wohnbereich für demenziell Erkrankte und demnächst vier „betreute“ Wohnungen.

In den letzten Jahren habe man einen siebenstelligen Betrag investiert, um das Haus auf den neuesten optischen und technischen Stand zu bringen, wobei die Qualitätsverbesserung für die Bewohner im Vordergrund gestanden habe. Derzeit sei man dabei, die Küche, die noch aus den 70er Jahren stamme, zu sanieren. Sie sei für eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung zwingend notwendig. Man beliefere zwei Kindertagesstätten und weitere Heime sowie die Tagespflege, so dass mit der eigenen Versorgung täglich rund 450 Essen herausgingen.

Der Pflegeschlüssel, so Seipp, werde übererfüllt. Man habe insgesamt rund 70 Pflegekräfte, darunter über 50 Prozent mit dreijähriger Ausbildung. Gearbeitet werde im Dreischicht-Betrieb. „Die Arbeit der Pflegekräfte ist physisch und psychisch nicht immer einfach“, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer. Deshalb zolle die CDU-Kreistagsfraktion Respekt vor der Leistung derjenigen, die sich jeden Tag um die ihnen anvertrauten Senioren kümmern. Es sei ein anspruchsvoller Beruf, fügte Jahn hinzu. Und deshalb müsse es auch nicht verwundern, wenn im Schnitt etwa 25 Prozent der Bewerber ihre Lehre abbrechen würden. Aktuell habe man zehn junge Menschen in der Ausbildung.

So schwierig es sei, generell deutschlandweit Pflegekräfte zu finden, so kritisch müsse man Überlegungen sehen, die darauf drängten, Pflegekräfte ohne deutsche Sprachkenntnisse aus dem Ausland zu holen. Wenn jemand die entsprechende Ausbildung habe, die deutsche Sprache spreche, spreche nichts dagegen. Aber ohne deutsche Sprache gehe nichts, so Jahn, denn zu einer Pflege gehöre das Gespräch, die Kommunikation, die Empathie, die Bereitschaft, sich auch einmal Sorgen anzuhören, auch wenn dies Zeit koste.                                                                                                                         ..2

Von daher sei man nicht glücklich darüber, dass die Dokumentationspflicht in den letzten Jahren deutlich gestiegen sei. Dies bedeute Mehraufwand, Mehrkosten und weniger Zeit für die Menschen.

Bei einem Rundgang konnten sich Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, Landtags- und Kreistagsabgeordneter Frank Steinraths, die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Anna-Lena Bender, Kerstin Hardt, Heiko Budde, Franz-Ludwig Löw und Benedikt Karl von der Jungen Union von den gelungenen Investitionen überzeugen. So gibt es nicht nur einen wunderschönen Wintergarten, ein kleines Heimkino, eine kleine Kneipe namens „Waldeule“, sondern auch das Café Domblick mit dem schönsten Blick auf den Wetzlarer Dom und das Lahntal, in das auch Besucher zum Mittagstisch oder zum Kaffeetrinken kommen können.

Alles in allem, so Seipp abschließend, seien die täglichen Herausforderungen nicht gering. Man verfüge aber über ein erfahrenes Team, gutes Personal, so dass man bestens gewappnet sei, die Herausforderungen der Zukunft zu bestehen.

 

Für das Christentum offensiv eintreten

Christenverfolgung in muslimischen Ländern deutlich benennen

Zu einem Gespräch mit Bezirksdekan Dr. Christof May hatten sich Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion in Braunfels getroffen. Mit dabei auch Diakon Sven Merten. Beide Seiten waren sich einig, dass es wünschenswert wäre, wenn das Christentum stärker gelebt und die christliche Kirche insgesamt gesehen mehr Mut aufbringen würde, im Sinne von Mission und Sendung auch für das Christentum zu werben, so wie es andere Religionsanhänger selbstverständlich für ihren Glauben tun. Weniger falsch verstandene Toleranz wäre hier nach Auffassung beider Seiten durchaus angebracht.

Aus seiner Sicht, so Dr. May, müsse Kirche Menschen Halt und Orientierung geben, ohne sie bevormunden zu wollen. Orientierung aber könne man nur mit klaren Positionen geben. Und hier sei die Position gerade der christlichen Kirche, das gelte auch für die katholische Kirche, nicht immer so klar erkennbar. Er wünsche sich ein stärkeres kirchliches Eintreten für Ehe und Familie als Grundvoraussetzung für den Fortbestand einer jeden Gesellschaft, ohne dass damit der Vorwurf erhoben werde, man respektiere andere Lebenspartnerschaften nicht. Ehe und Familie stünden unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes und hätten eine herausragende Bedeutung in der Bibel. Zu einer klaren Linie gehöre auch das verstärkte Bekenntnis zum Schutz des ungeborenen Lebens und der Einsatz für verfolgte Christen weltweit. Dem stimmten Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, die Kreisbeigeordneten Ulla Landau und Hans Jackel sowie die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz und Kerstin Hardt uneingeschränkt zu.

Es sei für ihn nicht akzeptabel, so Dr. May, dass aus falsch verstandener Rücksicht die Dinge nicht beim Namen genannt würden. Überall dort, wo Menschen wegen ihres christlichen Glaubens verfolgt würden, sei es Aufgabe der Christen in der freien Welt, öffentlich auf deren Schicksal aufmerksam zu machen, ohne Tabus vor den jeweiligen politischen Verhältnissen. Wenn in Nordkorea Christen von einer kommunistischen Diktatur verfolgt würden, so müsse das ebenso benannt werden wie die Verfolgung von vielen Christen in den muslimischen Staaten oder auch die bewusste Behinderung der Religionsausübung in der Türkei. Dort gebe es aus seiner Sicht für das Christentum keinerlei Toleranz.

 

Das Christentum zu leben bedeute für ihn auch, sich in einem christlich geprägten Abendland ehrenamtlich für den Nächsten einzusetzen. Das sei praktizierte Nächstenliebe, denn jeder, der in irgendeiner Form ehrenamtlich tätig sei, leiste einen wertvollen Beitrag für die Entwicklung der Gesellschaft. Vereine und das damit verbundene Ehrenamt seien der gesellschaftliche Kitt. Sie würden vielen Menschen Orientierung, Halt und Sinnhaftigkeit geben für ein erfülltes Leben. Daher sehe er mit Sorge, dass es eine Tendenz zur Individualisierung gebe und damit die Gefahr der Vereinsamung steige. Gerade wenn man seelsorgerisch tätig sei – und er versuche sehr bewusst eine pro-aktive Seelsorge -, merke man häufig, wie einsam Menschen sein können, wenn sie keinen Bezug zur Familie, zur Kollegin am Arbeitsplatz, zum Nachbarn und im letzten zu Gott haben.

Die Suche nach der Sinngebung sei gerade vor diesem Hintergrund für die Zukunft eine immer größer werdende Aufgabe von Kirche. Und er mache die positive Erfahrung, dass man durch seelsorgerische Gespräche und Begleitung Menschen in manchmal schwierigen Lebenslagen helfen kann. Nur durch die Übersetzung von Gottes Wort in die jeweilige Lebenssituation werde der christliche Glaube zum tragenden Fundament der Gesellschaft.

Gerade im Zeitalter des Internet-Versandhandels ist die „gute alte Apotheke“ umso wichtiger

Thomas Hengst berichtete bei einem Besuch der CDU-Kreistagsfraktion, dass er die 1983 gegründete Stern-Apotheke am 1.1.1994 übernommen habe und sich mit sechs Mitarbeitern darum kümmere, dass die bestellten Medikamente innerhalb weniger Stunden vorhanden seien. 12.000 Packungen unterschiedlichster Medikamente seien grundsätzlich vorrätig. Dies bedeute, dass man bei 100 eingereichten Rezepten 87 Prozent sofort bedienen könne.

Eine gut sortierte Landapotheke, gut strukturiert, stark in der Lieferfähigkeit, mit exzellenter Beratung sei in der heutigen Zeit die Überlebensgarantie, denn der internationale Versandhandel bereite vor allem auch deshalb Probleme, weil dies für deutsche Anbieter verboten sei, während im Ausland die Rahmenbedingungen, unterschiedliche Gesetzgebung, Rabattierungsmöglichkeiten und anderes mehr, den klassischen Wettbewerb verzerren würden. Ein auch nicht zu unterschätzendes Problem, was es einer lokalen Apotheke schwer mache, wirtschaftlich zu arbeiten, sei, dass Dienstleistungen, die von der Apotheke mit hoher Qualität erbracht werden sollen – z.B. Altenheimbelieferung mit Verblisterung -, zu Dumpingpreisen geleistet werden müssten. Hier sei der Gesetzgeber dringend gefordert. Es könne nicht sein, dass man von einem seriösen Dienstleister eine hochwertige Leistung zum unseriösen Preis fordere, nur damit US-Konzerne, denen solche Altenheimketten zum Teil gehörten, noch mehr Profit erwirtschaften!

Die Anforderungen an deutsche Apotheken durch den Gesetzgeber seien hoch, größtenteils in der Sache richtig, wobei die bürokratischen Anforderungen mittlerweile ein Ausmaß angenommen hätten, das im Grunde nicht mehr akzeptabel sei. Die EU-Datenschutzerklärung sorge für zusätzliche Bürokratie ebenso wie die Dokumentationspflicht, die in diesem Umfang neu sei. So verwundere es in letzter Konsequenz nicht, dass von den derzeit rund 21.000 Apotheken deutschlandweit in den nächsten Jahren ca. 20 Prozent vom Markt verschwinden würden. Aktuell fehlten bundesweit ca. 5000 bis 6.000 Apotheker. Der extrem hohe Bürokratieaufwand bedeute neben Zeitverlust vor allen Dingen auch Geldverlust. Und wenn die Rahmenbedingungen europaweit nicht vergleichbar seien, dann führe dies zu entsprechenden Konsequenzen.

Mit der Stern-Apotheke in Rechtenbach besuchten Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdB, Kerstin Hardt, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck, erstmalig eine Apotheke im heimischen Raum und waren beeindruckt von der hervorragenden Beratung der Kunden trotz umfangreicher Abläufe und extrem hohem bürokratischen Aufwand für das Fachpersonal.