CDU-Kreistagsfraktion besuchte Firma Bretthauer Kunststofftechnik in Frohnhausen

14. März 2018

Alles rund um Kunststoff ist bei Bretthauer möglich

Als „Hidden Champion“, einen heimlichen Meister seines Faches, bezeichnete CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer die Firma Bretthauer Kunststofftechnik, nachdem er sich bei einem Besuch der CDU-Kreistagsfraktion einen Überblick verschaffen konnte, was die Firma Bretthauer alles leistet. Udo Bretthauer und seine Frau gaben zunächst einen Überblick über die 1957 von Vater Reinhard Bretthauer gegründete Firma, die ursprünglich Maschendrahtzäune herstellte.

1963 folgte die Umstellung auf Kunststoffprodukte, 1967 auf den Werkzeugbau. 1993 wurde nach der Deutschen Einheit ein Standort in Waltershausen in Thüringen in Betrieb genommen, 2013 das Hochbauregallager installiert, für 2018 ist eine Erweiterung vorgesehen. Das Unternehmen hat 280 Mitarbeiter im Dreischichtbetrieb mit einem Umsatz von rund 36 Millionen Euro, in allen Bereichen zertifiziert, eine zwingende Notwendigkeit bei 9000 Wettbewerbern deutschlandweit.

Die Produkte der Firma Bretthauer kommen in den Branchen Automobil-, Medizin-, Maschinen-, Förder- und Antriebstechnik sowie der Luftfahrt und der Elektroindustrie zum Einsatz. Wichtig dabei sei, so Bretthauer, dass man über eine eigene Werkzeugbauabteilung mit 25 Mitarbeitern verfüge. Dies bedeute erstens schnelle Reaktionszeiten, zweitens kurze Wege und drittens die Möglichkeit, individuelle Kundenwünsche in optimaler Zeit bedienen zu können. Massenprodukte stelle man deshalb bewusst nicht her. Die Losgrößen würden sich in der Regel zwischen 1000 und 50.000 Teilen bewegen, wobei die Unternehmensphilosophie im Sinne sicherer Arbeitsplätze so gestaltet sei, dass man mit keinem Kunden mehr als 10 Prozent Umsatz pflege und dass keine Sparte einen größeren Anteil als 25 Prozent am Gesamtumsatz habe. Dadurch sei man krisenfest, denn wenn es einer Branche einmal schlechter gehen sollte, habe man immer noch genügend andere Standbeine. Eine sehr wegweisende und funktionsfähige Philosophie.

Die Firma habe aktuell 18 Auszubildende in vier Ausbildungsberufen. Beteiligt sei man auch an StudiumPlus, denn das Duale Studium sei einfach zukunftsorientiert. Gleichwohl wünsche man sich einen höheren Anteil guter Realschüler, denn heutzutage seien Facharbeiter gesucht, die andere Anforderungen zu erfüllen hätten als das in früheren Jahren noch der Fall gewesen sei. Daher biete man auch jedem interessierten jungen Menschen an, sich unmittelbar vor Ort zu informieren. Im Übrigen gelte für das Unternehmen auch, dass man gezielt Hauptschülern, die fleißig und engagiert seien, eine Chance biete.

Dieses gesamtgesellschaftliche Engagement werde von der CDU, so Irmer und Müller, ausdrücklich begrüßt. Man freue sich für die Region über 280 sichere und weiter steigende Arbeitsplätze, geschaffen von einem klassischen Familienunternehmen, das auch in der nächsten Generation fortgeführt werde, da Sohn Tim heute bereits im operativen Bereich des Unternehmens Verantwortung trage. Ein Glücksfall für die Region, so die CDU-Politiker abschließend.

Kommentare sind geschlossen.