Die Philipp-Schubert-Grundschule in Hermannstein muss ausgebaut werden

13. Februar 2018

Aus aktuellem Anlass waren jetzt Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion zu Besuch in der Hermannsteiner Grundschule, um sich von Schulleiter Friedel Gronych und Personalratsvorsitzender Elke Luthardt über die aktuellen Zahlen und Entwicklungen informieren zu lassen. Die Schulleitung machte dabei deutlich, dass die räumlichen Bedingungen jetzt bereits ausgereizt seien. Die Schule verfüge über acht Klassenräume, habe aber neun Schulklassen. Im Moment sei sie im 1., 2. und 4. Schuljahr noch zweizügig, im 3. Schuljahr dreizügig. Sie werde aber im nächsten Schuljahr vermutlich in drei Jahrgängen durchgängig bereits dreizügig sein, da im laufenden Schuljahr Kinder dazugestoßen seien und die Klassen bei wenigen Zuzugskindern, weil sie an der Obergrenze liegen, dann geteilt werden müssten.

Perspektivisch komme hinzu, dass das Baugebiet „Rotenberg“ mit über 100 Wohneinheiten in Hermannstein aufgelegt wurde. Als weiteres Baugebiet folge „Rotenberg 2“ mit vermutlich zwei bis drei Dutzend Bauplätzen. Außerdem würden unmittelbar neben der Schule gut 50 Eigentumswohnungen entstehen. Damit werde deutlich, dass die aktuelle Schülerzahl von 192 in Kürze überschritten werde. Das Betreuungsangebot, das sehr stark von mittlerweile rund 90 Kindern angenommen werde, leide ebenfalls unter Platzmangel, was aus raumtechnischen Gründen an die Grenze der Belastbarkeit reicht.

Wenn der Kreis, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdB, sowie die Bildungspolitiker der Kreistagsfraktion Heike Ahrens-Dietz, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck, argumentiere, dass die Schule für Erziehungshilfe, eine virtuelle Schule, dort über vier Räume verfüge, die zukünftig von der Philipp-Schubert-Schule als Klassenräume genutzt werden könnten, so sei dieses Argument nicht vollständig stichhaltig. Der Grund ist, dass zwei Räume zu klein seien und zu einem Raum zusammengelegt werden müssten, um als Klassenraum brauchbar zu sein. Des Weiteren wird einer dieser Räume schon jetzt ab der Mittagszeit von der Betreuten Grundschule genutzt. Dass der Kreis vor gut einem Jahr benachbarte Grundstücke verkauft habe, so die CDU-Vertreter, sei sehr kurzsichtig gewesen. Vorausschauendes Planen und Handeln sehe anders aus.

Als bewusste Irreführung bezeichneten die Vertreter der CDU die Aussage des SPD-Landrates, wonach das Neubaugebiet berücksichtigt gewesen sei, so dass sich heute die Frage stelle, wo man wie die Schule erweitern, die Rahmenbedingungen für die Betreuungsangebote verbessern könne und wohin die Schule für Erziehungshilfe ausgelagert werden müsse.

Hätte man das Grundstück noch, wären diese Probleme sofort lösbar gewesen. Jetzt müsse man gegebenenfalls mit der Stadt sprechen, ob der Hermannsteiner Bauhof, der unmittelbar angrenze, möglicherweise mit einem anderen Stadtteilbauhof zusammengelegt werden könne, um hier Platz zu schaffen. Dies sei allerdings in letzter Konsequenz eine Entscheidung der Stadt.

Die CDU fordere die Kreisregierung auf, diesbezüglich mit der Stadt in Kontakt zu treten, um zu versuchen, die Gesamtproblematik einer Lösung zuzuführen.

Hans-Jürgen Irmer, MdB

Fraktionsvorsitzender

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