Integration im Großen und Ganzen gelungen – Problemfelder weiter beackern

(wf). „Die Integration der Spätaussiedler aus dem Bereich der ehemaligen Sowjetunion ist im Großen und Ganzen gelungen. Dabei sollen die anfänglichen Probleme, besonders mit den Jüngeren unter den Spätaussiedlern, nicht verschwiegen werden.“ Das stellte Hans-Jürgen Irmer, Kreisvorsitzender der heimischen CDU, Landtagsabgeordneter und Direktkandidat der Lahn-Dill-Union für die Bundestagswahl am 24. September, anlässlich eines „Zielgruppengesprächs“ der CDU Lahn-Dill mit Vertretern von Spätaussiedler-Organisationen in Wetzlar fest. Kompetente Gesprächspartner waren Albina Nazarenus-Vetter (Frankfurt), Vorsitzende des „Netzwerks Aussiedler“ in der CDU Hessen, Natalie Paschenko (Kassel), Geschäftsführerin und Bildungsreferentin des Landesverbandes Hessen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e.V., Alexandra Dornhof, Bildungsreferentin des DJR (Deutsche Jugend aus Russland) Hessen e.V., sowie Otto Kotke (Stadtallendorf), Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Wolgadeutschen e.V.

„Die Russlanddeutschen, auch die jüngeren, sind grundsätzlich dankbar, dass sie in die Heimat ihrer Vorfahren zurückkehren durften“, weiß Albina Nazarenus-Vetter, die, gleich wie Irmer, in einem Frankfurter Wahlkreis für den Bundestag kandidiert. Auch für sie ist die Integration dieser Gruppe alles in allem gelungen, wenngleich es weiterhin „Felder mit Handlungsbedarf“ gebe. In Hessen leben laut Nazarenus-Vetter 264.000 Aussiedler und Spätaussiedler, darunter etwa 180.000 Deutsche aus den ehemaligen Sowjetrepubliken. Viele von ihnen engagierten sich und gestalteten mittlerweile unsere Gemeinwesen mit. Nicht nur in Beiräten und Organisationen für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, sondern in der Kommunalpolitik allgemein. Irmer und Nazarenus-Vetter riefen die Spätaussiedler zu einem verstärkten Engagement gerade in der Kommunalpolitik auf.

Handlungsbedarf sehen die Aussiedlervertreter auf etlichen Feldern: In der Bekämpfung der Altersarmut der Deutschen aus Russland, eines Problems, das besonders auf die Änderungen im Fremdrentengesetz in den 1990er Jahren zurückzuführen sei. Bei einem Teil der Spätaussiedler bestehe nach wie vor Bedarf an einer „nachholenden Integration“. Gleichfalls könne bei der verbesserten politischen Bildung der Russlanddeutschen angesetzt werden. In beiden Fällen gehe es darum, „einem gewissen Grad an Unzufriedenheit“, der in Defiziten beim Verständnis der Demokratie begründet liege, argumentativ zu begegnen. Auch um der Empfänglichkeit eines Teiles der Aussiedler für ideologische Einflüsse, die laut Nazarenus-Vetter meist durch russische Propagandamedien verbreitet würden, zu wehren. Weitere Stichworte sind die Verbesserung der gesellschaftlich-politischen Teilhabe, die Förderung der eigenen Kultur, ihrer Bräuche und Traditionen, die Identifikation mit dem demokratischen Werte- und Normensystem der aufnehmenden Gesellschaft und damit die Erziehung der Deutschen aus Russland zu mündigen Bürgern in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft.

Für diese Ziele engagieren sich in Wetzlar die mit der heimischen CDU zusammengekommenen Russlanddeutschen und Aussiedler, die zusammenfassend nochmals die insgesamt gelungene Integration ihrer Landsleute hervorhoben. Was aber den nachhaltigen Einsatz um Verbesserungen auf den genannten Feldern nicht aus-, sondern einschließe.

Bildunterschrift: Treffen der heimischen CDU mit Aussiedlervertretern. Hans-Jürgen Irmer inmitten der Gäste, von links Natalie Paschenko, Alexandra Dornhof, Albina Nazarenus-Vetter und Otto Kotke, ganz rechts CDU-Kreisgeschäftsführerin und Kreisausschussmitglied Ulla Landau.

Meisterbrief erhalten – Mehr Berufsorientierung in den Schulen

Ein klares Bekenntnis der CDU-Kreistagsfraktion gab es zum Thema Erhalt des Meisterbriefes, eine klare Ablehnung zu den völlig überzogenen und überstürzten Plänen, Innenstädte für Dieselfahrzeuge und damit auch für Liefer- und Kundendienstfahrzeuge der heimischen Handwerksbetriebe zu sperren. Deutschlandweit seien die Fahrzeuge der Handwerkerschaft überwiegend Dieselfahrzeuge. Bei aller berechtigten Kritik an den Automobilkonzernen bezüglich der Schummel-Software sei der Diesel weitaus besser als sein Ruf. Man dürfe nicht vergessen, dass die vor allem bei Diesel-Aggregaten anfallenden Stickoxid-Emissionen in den letzten 25 Jahren um 70 Prozent „gesunken“ seien. Sollten gerade die von Rot-Grün favorisierten Fahrverbote bis zum Jahr 2020 in deutschen Umweltzonen eingeführt werden, schätzt ein Papier der Deutschen Industrie- und Handelskammer die Kosten dafür alleine für Unternehmen auf mehr als 5 Milliarden Euro. Für Haushalte summieren sich diese auf mindestens 16 Milliarden.

Besonnenheit statt Aktionismus sollte deshalb das Leitprinzip sein, so die Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdL, sein Landtagskollege Clemens Reif, Kreisbeigeordnete Ulla Landau und die Abgeordneten Kerstin Hardt, Matthias Bender, Frank Steinraths, Dieter Steinruck und Franz-Ludwig Löw in einem Gespräch mit Kreishandwerksmeister Ralf Jeschke, dem Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Sebastian Hoffmanns, und Vorstandsmitglied Robert-Dieter Rüspeler.

So positiv die wirtschaftliche Lage derzeit sei, wobei es natürlich durchaus auch Unterschiede in den unterschiedlichen Gewerken gebe, so sehe man dennoch mit einer gewissen Sorge in die Zukunft, weil es zunehmend schwerer werde, den dringend benötigten Nachwuchs zu finden. Vor diesem Hintergrund warnte Jeschke vor dem „Akademisierungswahn“. Man gönne jedem jungen Menschen den für ihn bestmöglichen Schulabschluss, doch wenn etwa 30 Prozent der Studenten aus unterschiedlichen Gründen etwa im fünften oder sechsten Semester abrechen, dann sei dies ein Alarmsignal. Deshalb müsse man mehr als bisher darauf hinweisen, dass es allein im Handwerk über 130 Ausbildungsberufe gebe, in denen viele Talente kreativ tätig werden könnten.

„Wir haben ein unglaublich durchlässiges Schulsystem“, so Irmer. „Wer heute die Schule beispielsweise mit dem Hauptschulabschluss verlässt, kann mit Fleiß und Engagement zu späterer Zeit immer noch einen Realschulabschluss erwerben, das Abitur machen, studieren oder auch promovieren.“ Im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass man in Hessen die Möglichkeit geschaffen habe, dass ein Meister auch ein Studium aufnehmen könne.

Aus Sicht der Handwerkerschaft, so Jeschke, wäre es sinnvoll, gerade im Bereich von Haupt- und Realschulen oder entsprechenden Zweigen der Gesamtschulen verstärkt wieder auf Werk- und Musikunterricht aber auch Zeichnen zu setzen, denn die motorischen Fähigkeiten junger Menschen heute verkümmerten zunehmend. Andererseits gebe es sehr viele junge Menschen, die manuell sehr begabt seien, denen aber in der Schule zu wenig Angebote gemacht würden. Er sprach sich darüber hinaus für die Intensivierung der Unterrichtsmodelle wie PuSch aus, in denen es darum geht, jungen Leuten beispielsweise an einem Tag in der Woche die Möglichkeit zu geben, Betriebe zu erkunden und die restlichen Tage in die Schule zu gehen. Hier könne man, darüber waren sich beide Seiten einig, Theorie und Praxis wunderbar miteinander verbinden.

Positiv aus beider Sicht die Schnuppertage zwischen Gymnasien und Universitäten. Allerdings sei die Information über die Vielfalt an Berufen, die nicht unbedingt mit einem Studium starten müssen, noch ausbaufähig. Handwerk, so Rüspeler, habe nach wie vor „goldenen Boden“, und die Anforderungen heute an den Handwerker seien wesentlich höher als in früheren Jahrzehnten. Deshalb steige berechtigterweise auch wieder die Akzeptanz des Handwerkers, denn man wisse, dass man in aller Regel eine sehr gute Qualität erhalte. Das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung, auch darüber bestand Einigkeit, sei durch nichts zu ersetzen, und es sei mit verantwortlich dafür, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland lediglich bei rund 5 Prozent liege, wobei die Zahl der offenen Stellen die Zahl der Bewerber überschreiten würde. Ein Erfolgsmodell, wenn man bedenke, dass in anderen europäischen Staaten Jugendarbeitslosigkeitsquoten von 20, 30 oder gar 40 Prozent existierten. Deshalb gelte es, die Stärken des Handwerks zu festigen und die jungen Leute ebenso wie die Eltern verstärkt darüber zu informieren, welche unglaublichen Chancen in einer qualifizierten handwerklichen Ausbildung für die Zukunft junger Menschen liegen.

Hans-Jürgen Irmer, MdL

Fraktionsvorsitzender

 

 

   

 

Rund 15.000 Stunden in Eigenarbeit geleistet

Seit 2015 ist das Technische Hilfswerk Dillenburg zwar am alten Standort, aber in neuen Räumlichkeiten perfekt untergebracht. Davon konnte sich eine Abordnung der CDU-Kreistagsfraktion überzeugen. Der Neubau, so der stellvertretende Ortsbeauftragte des THW, Marcel Kring, habe rund 1,6 Millionen Euro gekostet. Hinzu kämen an die 15.000 Stunden, die die THW-Aktiven selbst geleistet hätten, um die Baukosten im gesteckten Rahmen zu halten. Derzeit habe man 76 Aktive, darunter sechs Damen, sowie eine Jugendgruppe mit rund 20 jungen Menschen ab 12 Jahren aufwärts. Dieser Neubau sei, so Kring sowie der Vorsitzende des THW-Fördervereins und Kreisbeauftragte Claus Krimmel, sein Stellvertreter Daniel Brandenburger und der für Fahrzeug und Gerät zuständige Technikbeauftragte Günter Schirmuli, zwingend notwendig gewesen, denn jetzt könnte man die zwölf Fahrzeuge optimal unterbringen. Dies gelte auch für Radlader und Bagger.

Zuständig sei grundsätzlich das Bundesinnenministerium, dem man unterstehe, denn das THW sei eine Bundesanstalt, die für die Investitionen in das Gebäude und die Fahrzeuge zuständig sei. Hier sei man, so Kring, dem Förderverein sehr dankbar, denn für die jährlich anfallenden Kosten für Gebäude und Fahrzeugbestand habe man nur ein sehr knappes Budget aus Bundesmitteln zur Verfügung. Dies sei zwar höher als in der Vergangenheit, aber ohne die Hilfe des Fördervereins sei vieles nicht möglich, so Krimmel. Er regte an, darüber nachzudenken, ob nicht die THW-Verbände in Form der Fördervereine auch von der kommunalen Familie unterstützt werden könnten, denn schließlich stehe man an 365 Tagen rund um die Uhr zur Verfügung, wenn es gelte, Großschadenslagen, wie zum Beispiel Hochwasserlagen, Naturkatastrophen und anderes mehr zu bewältigen. Hier sei das THW insgesamt gut aufgestellt.

Erfreut zeigten sich die Vertreter des THW darüber, dass der Bund ein Sonderprogramm in Höhe von 100 Millionen Euro, auf sieben Jahre verteilt, aufgelegt habe, um die technische Ausstattung mit Kfz zu verbessern. Allerdings gebe es acht Landesverbände. Dillenburg selbst gehöre dem Gesamtverband Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland an.

Zwingend benötigt werde ein 60 KV-Stromerzeuger mit Lichtmast als Anhänger, um beispielsweise Schadensbereiche ausleuchten zu können. Auch der Bagger und zwei LKW müssten mittelfristig ausgetauscht werden, denn diese hätten ihre Nutzungsdauer erreicht und fielen nicht in das Bundesprogramm. Somit stehe der THW-Förderverein Dillenburg e.V. vor einer alleine nicht lösbaren Finanzierung.

Krimmel dankte den Vertretern der CDU-Kreistagsfraktion, darunter Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdL, die Kreisbeigeordneten Ulla Landau und Karl-Heinz Schüler, die Kreistagsabgeordneten Matthias Bender, Kevin Deusing und Eberhard Horne sowie Stadtrat Andreas Stadler, für ihr Interesse und ihre Bereitschaft, sich für das THW einzusetzen.

Hans-Jürgen Irmer, MdL

Fraktionsvorsitzender

 

 

CDU Frauen Union Lahn-Dill besucht Dillenburger Traditions-Unternehmen Wendel Email

Gussgeschirr, Hydranten, Waschmaschinen oder Hüftgelenke – wo überall Email benötigt und wie es hergestellt wird, darüber informierte sich die Frauen Union Lahn-Dill gemeinsam mit Bundestagskandidat Hans-Jürgen Irmer im Rahmen eines Unternehmensbesuches bei der Wendel GmbH Email- und Glasurenfabrik in Dillenburg.

Gemeinsam mit Betriebsleiter Jürgen Krüll und Qualitätsmanagerin Dorothea von Wolff bot der Firmeninhaber Klaus-Achim Wendel den TeilnehmerInnen Einblicke in die Geschichte und Unternehmenspolitik des größten deutschen Email- und Glasurenherstellers. In der anschließenden Diskussion wurde deutlich, welche Auswirkungen konkrete gesellschafts- und umweltpolitische Themen auf das Unternehmen haben. Besonders dem Bericht aus Arbeitnehmerinnensicht von Frau von Wolff folgten die TeilnehmerInnen sehr interessiert.

Ein Rundgang durch die Produktions- und Lagerhallen auf dem Werksgelände sowie die Erläuterungen zu den einzelnen Produktionsschritten rundeten den Besuch ab.

Anna Lena Bender
Vorsitzende der CDU Frauen Union Lahn-Dill

Peter Hedderich (Wetzlar) gewann 18. Preisskat der CDU Lahn-Dill

Rund 50 Skatfreunde reizten im Garbenheimer Landgasthof Hedderich um die Wette, um Sieger und Platzierte beim 18. Preisskat der CDU Lahn-Dill zu ermitteln. Zuvor hatte CDU-Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Irmer die Skatfreunde begrüßt, die in zwei Runden á 48 Spielen den Sieger ermittelten. Als Oberschiedsrichter fungierte Reiner Speier, der allerdings wenig zu tun hatte.

Sieger wurde mit 2780 Punkten Peter Hedderich, Wetzlar, gefolgt von Harry Kaiser, Butzbach, mit 2595 Punkten. Dritter wurde Jürgen Heinrich aus Sinn mit 2515 Punkten. Den Damenpreis gewann Ruth Busch, seit vielen Jahren eine bekannte Größe bei Preisskatturnieren. Neben den drei ersten Preisen im Wert von 250, 175 und 100 Euro gab es weitere Geldpreise in Höhe von 50 Euro sowie Sachpreise zu gewinnen.