In die wunderschönen Landschaften im Ermland und Masuren, der Ostsee und der heute russischen Enklave Königsberg – mit der wechselvollen Geschichte des ehemaligen Ostpreußens –  hatte die CDU Lahn-Dill unter Leitung von Kreisgeschäftsführerin Ulla Landau in diesem Jahr zu einer einwöchigen Informationsreise eingeladen.

Von Elbing aus, 50 km südöstlich von Danzig, erkundete die Reisegruppe in Tagesausflügen interessante Sehenswürdigkeiten im Norden Polens. Höhepunkte bildeten dabei die Stadt Allenstein mit ihrer Festung, in der der als Astronom bekannt gewordene Domherr Niklaus Kopernikus sechs Jahre wirkte, ebenso wie der Besuch des wunderschön restaurierten Trakehner Gestüts Gallingen mit heute wieder über 70 Pferden. Ebenso begeisterte Danzig mit den „Vororten“ Gdynia und Sopot, die weitestgehend originalgetreu restauriert sind und auch an frühere glanzvolle Zeiten Ostpreußens erinnern. Eine Schiffsfahrt über das „Frische Haff“ von Kahlberg nach Frauenburg erinnerte allerdings auch an den Winter 1945, als  450.000 Menschen auf der Flucht aus Ostpreußen über Haff und Nehrung in Eis und Schnee   ihr Leben verloren.

Eine ganz besondere Schifffahrt über Berge und Hügel erwartete die Reiseteilnehmer auf dem Oberländischen Kanal, der bereits seit 1836 auf dem Wasserweg Masuren mit der Ostsee verbindet und dabei Höhenunterschiede von 100 Metern überwindet. Die Schiffe werden auf einigen Teilstücken des Kanals auf Schienen verladen, über Land gezogen und dann wieder von den Schienen ins Wasser gelassen  – ein beeindruckendes Projekt, das den deutschen Bauingenieuren Georg Steenke sowie Severin und Carl Lentze zu verdanken ist.

Überaus beeindruckt zeigten sich die Reiseteilnehmer auch von der im 13. Jahrhundert erbauten überdimensional großen Burg des Deutschen Ordens in Marienburg – dem größten Backsteinbau Europas.

Nicht nur im Mittelalter, sondern auch heute wird Beeindruckendes in Polen gebaut. Es ist nicht zu übersehen, welche Nation im Moment der größte Empfänger von EU-Geldern ist. Im Drei-Schicht-Betrieb werden neue Autobahnen und Straßen gebaut und gepflegte Städte und Dörfer erstrahlen in neuem Glanz.

Der Besuch der russischen Enklave Königsberg war für die Teilnehmer dieses Tagesausflugs ein Erlebnis der besonderen Art. Nicht nur dass Visa und Verwaltungsgebühren mit 99 Euro pro Person zu zahlen waren, wurden die seit 01.01.2017 von der Russischen Föderation bestimmten Einreisevoraussetzungen mit Grenzkontrollen nach altbekannter DDR-Manier durchgeführt. Da wurde deutlich, welche Vorzüge die Reisebedingungen und der europäische Freihandel für uns Europäer haben.

Die Reise ins ehemalige Ostpreußen war eine großartige Bereicherung für alle Reiseteilnehmer, bei der lediglich vermisst wurde, dass kaum noch jemand Deutsch spricht, wenn man von dem vorzüglichen polnischen Reiseleiter und dem Busfahrer absieht.

Ursula Landau

               

Bei öffentlichen Veranstaltungen Chöre stärker einbinden

Im Bereich des Solmser Sängerbundes und des Dill-Sängerbundes gibt es rund 155 Gesangvereine mit rund 5000 Sängern, wobei die Bünde selbst rund 20.000 Mitglieder im Lahn-Dill-Kreis haben. Eine beeindruckende Zahl, die in einem gemeinsamen Gespräch Felix Altenheimer vom Solmser Sängerbund und die Vertreter des Dill-Sängerbund e.V. Ralf Zobus, Anton Kreutner und Peter Ferdinand Schönborn Mitgliedern der CDU-Kreistagsfraktion nahebrachten.

Allerdings sei die Zahl der Chöre und der aktiven Sänger in den letzten zehn Jahren gesunken. Daher sei zu überlegen, was man zu einer Attraktivitätssteigerung beitragen könne. Intern müsse man sich stärker bei Veranstaltungen gegenseitig unterstützen. Zu überlegen sei auch, Chorstunden zusammen durchzuführen, möglicherweise das Repertoire zu verbreitern und das Liedgut, zumindest teilweise, der jüngeren Generation zu öffnen. Dazu zähle auch gezielt der Aufbau von Kinder- und Jugendchören, die Kooperation mit Grund- und weiterführenden Schulen, aber auch die Öffentlichkeitsarbeit.

In diesem Kontext wurde der Wunsch geäußert, öffentliche Veranstaltungen von Städten und Gemeinden musikalisch durch Chöre zu umrahmen, denn es gebe eine Fülle qualitativ sehr hochwertiger Chöre in der heimischen Region. Wünschenswert wäre auch eine verstärkte finanzielle Förderung durch den Kreis, die sehr überschaubar sei. Auch eine verstärkte Kostenübernahme durch Kommunen, zum Beispiel für Mieten, Bürgerhäuser oder Stadthallen, wäre eine echte Entlastung.

So berechtigt ohne jeden Zweifel jede Form von Sportförderung sei, so berechtigt sei allerdings auch das Anliegen der Kultur, wenn es um die entsprechende Unterstützung gehe, denn zur Infrastruktur einer Gemeinde gehöre auch ein attraktives kulturelles Angebot. Dem stimmten Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, Matthias Bender, Heiko Budde, Michael Hundertmark und Frank Steinraths uneingeschränkt zu.

Hans-Jürgen Irmer, MdL
Fraktionsvorsitzender

44 Mio. Menschen haben einen Arbeitsplatz

Wir stärken die Rente

Herbstlabyrinth ist einen Besuch wert

„Es ist schon ein Wunderwerk der Natur“, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdL, nach dem Besuch der Schauhöhle Herbstlabyrinth in Breitscheid gemeinsam mit einer Delegation der CDU-Kreistagsfraktion und Vertretern der Breitscheider Union. „Die natürlichen Formen und Farben, teilweise über Tausende von Jahren, lassen einem bewusst werden, wie klein der Mensch im Angesicht der Natur ist.“

Das Herbstlabyrinth ist das größte Höhlensystems Hessens und mittlerweile das viertgrößte Deutschlands mit einer Gesamtlänge von rund 11,5 Kilometern bei einem Höhenunterschied von 102 Metern. Ob die Gesamtlänge am Ende angekommen sei, so die Vereinsvertreter, sei dahingestellt, denn bei fast jedem Höhlengang erlebten die Höhlenforscher neue Überraschungen. Ein mühsames Unterfangen, eine Höhle zu erforschen, um sie dann zumindest teilweise der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hier müsse man den Vereinsvertretern der Schauhöhle Breitscheid ein riesengroßes Kompliment machen, so die Vertreter der CDU-Kreistagsfraktion. Mit modernster Beleuchtungs-LED-Technik, angepasstem Material und einer geschickten Raumaufteilung sei es gelungen, den Besucher in die Tropfsteinvielfalt gelangen zu lassen mit den bekannten Stalagmiten und Stalaktiten, unglaublich unterschiedlichen Formen und Farben. Das Ganze perfekt erläutert durch die fachkundigen Führer des Vereins.

Der größte Einzelraum der Höhle sei die „Knöpfchenhalle“. Mit einer Länge von knapp 50 Metern bei einer maximalen Breite von 22 Metern und einer Höhe von 32 Metern wurde sie 2009 durch einen künstlichen Stollen mit 124 Stufen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Vereinsvertreter zeigten sich mit der Entwicklung zufrieden. Im letzten Jahr habe man rund 7500 Besucher verzeichnen können. Ein Besuch, so das übereinstimmende Fazit der CDU-Vertreter, lohne sich sehr. Allen Verantwortlichen, vom Höhlenforscher bis zum Vereinsvertreter, spreche man für die geleistete Arbeit Dank und Anerkennung aus.

Hans-Jürgen Irmer, MdL
Fraktionsvorsitzender

 

Bundestagsabgeordnete Sibylle Pfeiffer berichtet DIREKT aus BERLIN

Berlin Direkt 2017-09

 

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