CDU-Kreistagsfraktion besuchte Dilltal-Werkstatt der Lebenshilfe

29. Juni 2017

Sanierung geplant/Werkstatt ausgelastet

Ein in der Summe äußerst zufriedenes Fazit der Arbeit in der seit über 30 Jahren bestehenden Dilltal-Werkstatt zogen Henrike Büch, die Leiterin der Dilltal-Werkstatt, und Produktionsleiter Rolf Wagner im Rahmen eines Gespräches mit Vertretern der CDU-Kreistagsfraktion. Seit knapp zwei Jahren, so Büch, investiere man Zeit und Geld in die geplante Sanierung der Werkstatt. Die schwergängigen Brandschutztüren zu den Gruppenräumen sollen ausgetauscht werden, damit endlich Barrierefreiheit in der Werkstatt hergestellt werden kann. Das dafür erforderliche neue Brandschutzkonzept, das mit der Behörde vorabgestimmt wurde, liegt seit März 2016 zur Bearbeitung beim Lahn-Dill-Kreis. Nachdem die nach und nach eingehenden weiteren Anforderungen der Behörden von der Lebenshilfe umgesetzt wurden, kam im März 2017 die für die Lebenshilfe überraschende Ablehnung des Brandschutzkonzeptes. Seitdem versucht man, mit der Behörde eine konstruktive Lösung zu finden, klar ist jedoch, dass dies für die Lebenshilfe mit hohen zusätzlichen Kosten verbunden ist.

„Der Brandschutz im Lahn-Dill-Kreis“, so Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, „dessen grundsätzliche Notwendigkeit niemand bestreitet, hat im Kreis aufgrund restriktiver Auslegungen von Brandschutzbestimmungen im Vergleich zu anderen Landkreisen nicht den besten Ruf“. Er sagte zu, im Sinne des Brandschutzes und der Lebenshilfe beim Kreis intervenieren zu wollen, damit es hier endlich zu einer einvernehmlichen Lösung komme. Die Werkstatt ist von jedem Raum aus ebenerdig mit Türen und damit Fluchtwegen versehen. Entsprechende Übungen, so Büch, hätten ergeben, dass die Mitarbeiter in unter fünf Minuten das Gesamtgebäude verlassen konnten.

Insgesamt würden in der Werkstatt 150 Personen betreut, darunter 14 Mitarbeiter, die bei heimischen Firmen ihren Arbeitsplatz haben. Man sei sehr froh, dass diese Chance einer gelebten Inklusion geboten werde. Die anderen Mitarbeiter betreue man in der Dilltal-Werkstatt, die aufgrund der guten Wirtschaftslage durch Aufträge von Firmen absolut ausgelastet sei. Dies gelte für die Wäscherei, für die Küche, in der man täglich 400 Portionen herstelle, für die Metallverarbeitung, Montage, Verpackung und Pulverbeschichtung.

Man sei, so Wagner, sehr gut mit der heimischen Industrie verbunden, die unter Wettbewerbsbedingungen Aufträge an die Lebenshilfe vergebe. Mit den rund 150 Mitarbeitern, die von 20 Lebenshilfemitarbeitern angeleitet, beraten und betreut würden, erwirtschafte man einen Umsatz von rund 2,5 Millionen Euro.

Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer dankte im Namen der CDU der Werkstattleitung und den sehr engagierten Mitarbeitern für deren Arbeit im Sinne einer gelebten Integration von Menschen mit unterschiedlichen Formen der Behinderung. Durch diese Tätigkeit könne jeder auf seine Art erfahren, dass er ein wichtiger Teil der Gesellschaft sei und darüber hinaus Selbstwertgefühl sammeln.

Bei einem Rundgang konnten sich Fraktionschef Hans-Jürgen Irmer, MdL, die Abgeordneten Heike Ahrens-Dietz, Elke Würz, Heiko Budde und Franz-Ludwig Löw davon überzeugen, mit welchem Stolz die Mitarbeiter die von ihnen geschaffenen Produkte präsentierten. Es sei gut, dass es eine solche Einrichtung gebe, die die CDU auch in Zukunft im Rahmen ihrer Möglichkeiten gerne unterstützen wolle.

 

Hans-Jürgen Irmer, MdL

Fraktionsvorsitzender

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